Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Intelligent, witzig und schön..., 11. Februar 2002
Genauso lässt sich diese Adaption beschreiben. Die Geschichte an sich ist schon mitreißend. Wenn aber die Schauspieler und die Details beeindrucken, so ist das noch besser. Nigel Hawthorne erfreut als stolzer Familienvater, der für die Ehre seines Sohnes (und seiner Familie!) kämpft, Gemma Jones ist die perfekte fürsorgliche Mutter, Rebecca Pidgeon ist großartig in ihrer Rolle als Schwester und Kämpferin für das Frauenwahlrecht und Jeremy Northam ist schlichtweg überwältigend als Anwalt und Mitglied des Unterhauses. Auch die übrigen Darsteller scheinen förmlich in ihren Rollen aufzugehen. Wunderschön sind auch die Kulissen und Requisiten - Willkommen im England zu Beginn des 20.Jahrhunderts. Durchaus beabsichtigt wird recht lange nicht verraten, warum Ronnie Winslow die Militärakademie verlassen musste. Genauso wie dieses Detail, werden viele kleinere Geheimnisse durch geschickte Kameraführung und oftmaliges Flüstern nicht verraten und der Zuschauer lange im Unklaren gelassen. Besonders gut an dieser DVD gefielen mir auch die Kommentare des Regisseurs und der Schauspieler. Wer den Film annähernd auswendig kennt, wird sich über die Kommentare und Anekdoten freuen.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Durchgehend überzeugend, 5. November 2007
In dem filmisch umgesetzten Theaterstück von 1946 kämpft ein Vater für die Ehre seiner Familie und um Gerechtigkeit. Finanzielle Einbußen und die Denunzierung durch die sogenannte gute englische Gesellschaft bringen die Familie Winslow an die Grenze ihrer Belastbarkeit.
An einem verregneten Sonntagmittag kommt die Familie Winslow von ihrem Kirchbesuch zurück und bereitet sich auf einen wichtigen Besuch vor. Der zukünftige Schwiegersohn wird um die Tochter des Hauses, Catherine (Rebecca Pidgeon) anhalten. Dieses freudige Ereignis möchte man gebührend feiern, doch dazu kommt es nicht mehr.
Unvermutet trifft der jüngste Spross der Familie vor den bald beginnenden Weihnachtsferien ein. Ein Schreiben, welches an das Familienhaupt gerichtet ist, setzt die Winslows davon in Kenntnis, dass der 12jährige Ronnie unehrenhaft von der Militärakademie entlassen wurde, weil er eine Fünf-Schilling-Postanweisung gestohlen haben soll. Sir Arthur Winslow (Nigel Hawthorne) ist jedoch bald davon überzeugt, dass hier ein schrecklicher Fehler gemacht wurde. In der Folge versucht er mit Unterstützung seiner Tochter die Unschuld seines Sohnes mit allen Mitteln zu beweisen.
Leider sind die Bemühungen kostspielig und erfolglos. Der Name Winslow, der zwar in der Öffentlichkeit bald eine traurige Berühmtheit erlangt, scheint bald das Siegel der Lächerlichkeit zu tragen. Da bietet sich die Gelegenheit, den berühmten Rechtsanwalt Sir Robert Morton (Jeremy Northam) für den Fall zu interessieren. Morton genießt den Ruf, niemals einen Rechtsstreit zu verlieren. Wird die erhoffte Übernahme des Mandats die gewünschte Wendung der Ereignisse bringen?
Durch geschickte Kameraführung wird dem Zuschauer eine besonders intime Betrachtung der einzelnen Darsteller gewährt. In der Art wie Türen offen gelassen werden, ge-schlossen bleiben, oder Personen dahinter verschwinden, erhält man oft mehr Hinweise, als durch die Dialoge, welche die Protagonisten führen. Ein Blick oder eine scheinbar unwichtige Geste verrät Gefühle, die ungesagt bleiben müssen oder noch verschwiegen werden sollen. Dies erzeugt eine überzeugende Spannung im Handlungsablauf.
Insgesamt besticht der Film durch seine innere Harmonie, den ausgeglichenen Schauspielern und der interessanten Thematik. Die tragischen Elemente der Erzählung werden durch die selbstironischen Darstellungen gemildert, welche sogar gelegentlich mit einem Augenzwinkern für einen gesunden Lacherfolg sorgen.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hinreißend englisch, 5. Juli 2007
Ein ganz hervorragender Film, der durch seine exzellenten Schauspieler - auch in kleinen Nebenrollen (z.B. das Hausmädchen) - besticht. Hier sitzt jede Nuance, jeder Blick hat eine Bedeutung, was man auf den ersten Blick vielleich übersehen kann. Deshalb ist auch der Audiokommentar des Regisseurs und seiner Hauptdarsteller sehr zu empfehlen, weil er einem die Liebe zum Detail, die hier vorherrscht, verdeutlicht. Zum Inhalt: Das unerschütterliche Streben nach Gerechtigkeit eines Vaters für seinen zu Unrecht aus einer Militärschule wegen angeblichen Diebstahls verwiesenen Sohn. Dies ist aber eher nebenher interessant. Vielmehr steht eigentlich die Familie Winslow im Mittelpunkt: Der liebenswert missratene ältere Sohn, die Mutter, die den Prozess als Gefahr für das Glück ihrer Familie ausgemacht hat, der kränkelnde Vater, das fälschlich beschuldigte Nesthäkchen und natürlich seine sich für seine gerechte Behandlung und für die Frauenrechte einsetzende Schwester Cate, eine etwas herb und kühl wirkende Intellektuelle, die aber durchaus über Reize verfügt, für die Sir Robert Morten, der für den Fall gewonnnene Antwalt, nicht unempfindlich ist. Wie bei Jane Austen kommt es zu keiner "greifbaren" Annäherung der beiden, aber gerade die im Raum liegende Anziehung von Anwalt zur Schwester des Klienten ist es, was den Film wiederholt sehenswert macht.
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