Aus der Amazon.de-Redaktion
Dies ist der fünfte Teil in der lehrreichen, empfehlenswerten und gründlichen Erkundung der Werke von Alberto Ginastera von ASV -- dem führenden Komponisten Argentiniens unserer Zeit obwohl sein Land ihn so schlecht behandelt hat, dass es kaum verdient, ihn für sich in Anspruch zu nehmen -- er verstarb im Exil. Die Musik auf dieser Platte folgt einer vergleichbaren Marschroute, von dem heiteren, sanft beharrenden Nationalismus der frühen Werke wie die "Cantos del Tucuman" (für ein gemischtes Ensemble und indianische Trommeln) bis hin zu seinem späten, robusteren Werk "Puena No.2" (für Cello solo), das an Südamerika vermittels der inzwischen gemachten Erfahrung mit der europäischen Zwölftonmusik zurück denkt.
Ginasteras leichtere Musik kann ein wenig ausdruckslos klingen, mit einer vagen richtungslosen Inkonsequenz, aber bestenfalls ist sie voll von fantasiereichen, exotischen Freuden, die auf dieser Platte gut präsentiert werden, die auch als Denkmal für den Cellisten Christopher van Kampen dienen kann, der kurz nach dieser Aufnahme verstarb. --Michael White