Aus der Amazon.de-Redaktion
Erdig, klassisch, schnörkellos: Dean Browns erstes Soloalbum nach 20 karrierereichen Jahren als Sideman präsentiert sich als kraftvolles Jazz-Rock-Funk Projekt. Der Allroundgitarrist hat Blut geleckt und würde jetzt gerne mehr eigene Sachen machen; allein es fehlt die Zeit: gerade ist er mit Bill Evans auf Welttournee, und andere Engagements stehen auf der Warteliste.
Der Sohn eines Offiziers und einer Jazzsängerin aus North Carolina wurde 1955 in Frankreich geboren, lebte bis zu seinem zehnten Lebensjahr in den U.S.A, fing mit 12 Jahren an, Gitarre zu spielen. Ein Jahr später war er bereits Profi; in Korea, wo er dann für drei Jahre mit seinen Eltern lebte, wurde er zum Popstar. Dean Brown studierte 1975-77 in Berklee, der Schlagzeuger Billy Cobham war es, der Dean Brown zu seinem internationalen Durchbruch verhalf. Zu seinem Debütalbum meint Brown: "Es war zunächst gar nicht beabsichtigt, eine All-Star Besetzung für diese CD zu gewinnen. Doch es gab so viele Leute, die meinen Werdegang ganz maßgeblich beeinflusst haben, und die wollte ich alle in das Projekt einbinden".
Und so kommt's, dass praktisch sämtliche prominente Auftraggeber des begehrten Gitarristen auf Here zu hören sind: Marcus Miller, Ricky Peterson, Michael & Randy Brecker, David Sanborn, George Duke, Bill Evans, und und und. Erstaunlich ist, dass trotz der quantitativen Wucht der Jazz-Weltstars keine Brüche in der Musik entstehen: alles klingt wie aus einem Guss, frei von Eigenmächtigkeiten und störenden Allüren. Auch Dean Brown, aus Erfahrung bescheiden, spielt sich nicht in den Vordergrund sondern achtet auf ein schlüssiges musikalisches Gesamtkonzept. So verschmelzen Funk und Jazz-Rock verschiedenster Couleur zu einem runden Statement von Tradition und Zeitgeist, mit eigenem Stil und hohem Wiedererkennungswert. --Katharina Lohmann