Produktinformation
Möchten Sie die Produktinformationen aktualisieren oder Feedback zu den Produktabbildungen geben?
|
|
|
|
|
Der Prometheus-Mythos erfuhr immer wieder neue, aktuelle Interpretationen: Die Gabe des Feuers an die Menschheit wurde zur Zeit der französischen Revolution und vor dem Hintergrund der Aufklärung als Befreiung des Menschen von körperlicher und geistiger Unterjochung gedeutet; schließlich war es dann naheliegend, Napoleon als erhofften Freiheitsbringer mit Prometheus gleichzusetzen. Beethoven, als Napoleon-Verehrer bekannt, kam im Jahre 1800 durch den Choreographen Salvatore Viganò mit einer solchen Modifikation des Prometheus-Stoffs in Berührung. Viganos Version verzichtet selbstverständlich auf die barbarische Strafe des Leber-Herausreißens. Vielmehr bringt Prometheus seine Geschöpfe nach anfänglicher Enttäuschung über den mangelnden Erfolg der Feuer-Gabe auf den Parnass, wo sie von Apollon, Bacchus, den Musen, den Grazien usw. in verschiedensten Disziplinen unterwiesen werden -- eine reizvolle Variation zum Thema "Erziehung des Menschengeschlechts".
Die genaue Zuordnung der einzelnen Nummern von Beethovens Ballettmusik zu den Episoden der Dichtung kann nicht mehr bis ins Letzte rekonstruiert werden, ist aber über weite Strecken nachvollziehbar. Peter Ustinov jedoch präsentiert nun einen eigenen Text, den er zwischen den Sätzen des Stücks vorträgt: Er vermischt nicht nur den ursprünglichen Mythos mit Viganòs Variante, sondern modifiziert munter auch sämtliches überlieferte Material. Das hat zur Folge, dass die Musik ab dem recht frühen Zeitpunkt, wo Ustinov aus der zu Grunde liegenden Geschichte ausschert, eigentlich nicht mehr so recht zu den Texten passt. Seine ulkigen Ideen, deren Hintergrund der mythologieunkundige Hörer ohnehin nicht versteht, haben hingegen auf der CD den selben Effekt wie in dieser Rezension: Die herrliche Musik kommt viel zu kurz.
Anton Rickenbacher musiziert mit der Litauischen Kammerphilharmonie Beethovens Opus 43 (nicht 34, wie das Booklet behauptet), in sehr edler, klangschöner Weise. Störend ist höchstens die hier und da etwas mangelnde Präzision im Zusammenspiel und, im Zeitalter des historisierenden Klangbildes, der mitunter etwas sehr soßige, weiche Klang. Das Werk jedoch, auf dieser CD leicht gekürzt, ist sehr hörenswert, und es wird in Rickenbachers Interpretation auch ohne die Texte in der vollständigen Fassung auf CD erhältlich sein. --Michael Wersin
Tags(Was ist das?)Bei einem Tag handelt es sich um ein Schlagwort, das zum Produkt passt.
Tags erleichtern allen Kunden die Suche und die Sortierung ihrer Lieblingsprodukte. |
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
|
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen. Meinungen austauschen. Neues erfahren.Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
|
Ähnliche Foren
|
|||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|
Sobald Sie sich Produktseiten oder Suchergebnisse angesehen haben, finden Sie diese Seiten zu Ihrer Information hier aufgeführt. |