Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Alles andere als " Lausige Zeiten", 16. April 2007
Das Tal der Traenen hatte Marius meiner Meinung nun endgueltig durchschritten.Dieses Album mag ja etwas Elektronisch klingen,aber wie man das Werk langweilig oder nervend finden kann leuchtet mir absolut nicht ein.Nein im Gegenteil Beispielsweise " Wir sitzen alle in einem Boot" oder " Kein Gefuehl" oder " Sonntagskind" alles solide Deutsche Popmusik.Es muss ja auch nicht immer wer weiss wie rockig sein.Auch der Track " Lausige Zeiten" bleibt sofort irgendwie positiv haengen.Texte und Musik wuerde ich als gut bezeichnen.Die Soundqualitaet der CD ist Super.Die Bearbeitung hat sich auch hier sehr gelohnt.Klingt jetzt nicht mehr wie bei der ersten Pressung so nach Vinyl LP.
Also nicht abschrecken lassen,selber mal in ruhe reinhoeren,dann kommt der Appetit auf diese CD meiner Meinung nach von selbst.Fuer eine gute wenn auch nicht die beste CD von Marius sehr gute 4 Sterne...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Völlig orientierungslos, steril und kalt, 7. Mai 2009
Über Herrn Westernhagens musikalische Verirrung während der 80er Jahre ist schon viel geschrieben worden; mit "Lausige Zeiten" war 1986 der absolute Tiefpunkt erreicht. Steril und kalt, künstliche Synthie-Klangteppiche statt "echte" Gitarren, wirre Texte - wer den rockigen, direkten Westernhagen Ende der 70er Jahre schätzt, dem muss dieses Album wie ein Faustschlag ins Gesicht vorkommen. Dennoch kann man dem Album - vielleicht nur aufgrund nostalgischer Fan-Gefühle - auch Gutes abgewinnen. "Wir sitzen alle in einem Boot", die damalige Single-Ausklopplung, ist sowohl musikalisch als auch textlich stark, und die Ballade "Kein Gefühl" geht unter die Haut und wird von Westernhagen noch heute live gespielt. Wegen dieser beiden Songs ertappe ich mich hin und wieder dabei, wie ich das Album als angenehme Abwechslung zu den von Westernhagen in den 90er Jahren mit viel Pathos eingespielten Stadionrock-Machtwerken auf den Plattenteller lege und einsehe: unterdurchschnittlich bis unhörbar, aber irgendwie kreativ. Es soll ja vorkommen, dass man sich im schwülen Hochsommer hin und wieder einen kalten Wintertag wünscht.
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6 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Das Album VOR dem Sündenfall, 17. November 2002
Ja, ja, das alte Vorurteil: Gitarren-Rock = erdig und ehrlich, Synthesiser-Pop = steril und künstlich. Fragt man Westernhagen-Fans - solche, die im Rudel bei "Freiheit" mitgrölen -, dann ist "Lausige Zeiten" das schlechteste Album ihres Idols. "Zu viel Plastik, zu wenig echtes Gefühl", heißt der Standardvorwurf. Jene aber, die Westernhagen hassen, werden bei "Lausige Zeiten" ins Grübeln geraten. All der Manierismus, das verlogene Pathos, das spätere Alben so ungenießbar machte, fehlt hier. Stattdessen zeigt Westernhagen - ein letztes Mal - jene Ironie, die schon "Pfefferminz" und "Stinker" auszeichnete. Auf Reime wie "Lausige Zeiten, sagte der Ami, lausige Zeiten, und fraß die Salami" muss erst mal einer kommen. Auch ist es für die Ohren angenehm, dass emotionale Schwüle sich nicht in Gitarrengewittern entlädt, sondern stattdessen die Synthesiser munter flirren dürfen - "Mir ist so heiß" widerlegt das Gewäsch von der kühlen Elektronik: Soul ist programmierbar. Erfolg nicht. Weshalb Herr Westernhagen nach "Lausige Zeiten" die Lederjacke anzog und Prollhymnen für die Großarenen schrieb. Aber das ist eine andere Geschichte. Eine lausige.
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