Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Absolut respektlos, tiefschwarz und GENIAL!, 2. Juni 2009
"Dogma" ist alles andere als das übliche 08/15 Kino! Hier werden "Gottbezogene" Fragen und Ungereimtheiten quer durch den Kakao gezogen und in Frage gestellt und das auf "göttlich", witzige Weise!
Die Hauptdarsteller dieser genialen Komödie sind keine Geringeren als Ben Affleck (Pearl Harbor) und Matt Damon (Bourne Identität). Sie mimen die beiden Erzengel "LOKI" und "BARTLEBY" denen das "Leben" auf der Erde zu blöd wird und ein Schlupfloch zurück in den Himmel gefunden haben. Das Problem ist, das dadurch die Grundlegenden Regeln Gottes verletzt werden und somit die gesamte Menschheit zugrunde geht. Nur dies ist den beiden egal. Zusammen mit dem Apostel "Rufus" wird Bethany losgeschickt diese Bedrohnung zu verhindern...
Mit von dieser Partie ist übrigens das Blödel-Duo "Silent Bob" und sein Kumpel "Jay" die übrigens auch in anderen Filmen (Scream) Auftritte und Kurzauftritte haben.
Der Film strotzt vor schrägen Dialogen und Sprüchen, witzigen "Kreaturen" (wie den Dämon von Golgota) und einem absolut TIEFSCHWARZEN Humor! Die Schauspieler überzeugen alle durch die Bank, da gibts nichts zu meckern. Dogma ist teilweise doch ein sehr rasanter Film. Andererseits lässt er sich wiederrum Zeit, damit der Zuschauer Zeit hat, mit zu Philosophieren.
Für absolut, "gottesfürchtige" und strenge Katholiken wird der Film eher nichts sein. Diese werden sich nach spätestens 3 Minuten erschrecken und ausschalten *g*.
"Dogma" ist ein Film der sich über alles Heilige und Gott lustig macht, aber den man allerdings nicht ganz ernst nehmen sollte. Darauf wird bereits vor dem Vosrpann aufmerksam gemacht. Ich denke dem sollte man sich bewusst sein wenn man sich den Film anschaut, sonst hat man sein Geld umsonst ausgegeben und hat keinen Spaß daran.
Also:
NICHT Ernst nehmen! Genießen und herzlich loslachen! DEN AUCH GOTT HAT SINN FÜR HUMOR...;-)
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Super Film, 23. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Es ist ja schon erstaunlich, welche Bilder im Fernsehen z.B. aus dem Iran gezeigt werden. Fundamentalistische Mullahs an der Spitze von Demonstrationen gegen alles Mögliche, vor allem Moderne. Allgemein gilt der Islam als intolerant und rückständig. Wir im Westen sind doch stolz auf unsere freiheitliche und fortschrittliche Gesellschaft. Und doch: es gibt auch einen christlichen Fundamentalismus, der zuweilen ganz schön gewalttätig werden kann. So bei dem Bombenanschlag auf ein Kino in Paris bei der Premiere der "letzten Versuchung Christi". Die (grottenschlechte) Theateraufführung von "Corpus Christi" in Heilbronn wird ebenfalls bedroht. Und dann wäre da noch der umstrittene Film von Kevin Smith. Dogma hat nicht viele Besucher angezogen und wurde auch schnell wieder abgesetzt. Der Vorwurf: respektlos und gottlos. Zwei gefallene Engel sind dazu verurteilt, ihr Leben auf der Erde zu fristen. Von unbekannter Seite wird ihnen gesteckt, dass eine neue Kirche eingeweiht werden soll und jedem, der bei der Eröffnung durch die Pforte geht, sind alle Sünden vergeben. Und schwupps: wären die Engel wieder im Himmel. Damit wäre die Unfehlbarkeit Gottes widerlegt, was nicht sein kann, und so setzt sich ein Himmelskommando in Bewegung, die beiden vom Betreten der Kirche abzuhalten. Aber auch die Unterwelt versucht zu bremsen, weil Luzifer sauer ist, auf diese einfache Weise als Versager beim Kampf um die Herrschaft dazuzustehen. Viel Phantastisches, Fantasyhaftes geschieht. Es knallt auch mächtig. Aber was ist jetzt genau lästerlich an dem Film? Dass Gott eine Frau ist? Dass der 13. Apostel deswegen nicht in der Bibel erwähnt wird, weil er ein Neger war? Zum einen beruht die Filmhandlung auf dem Dogma, dass die Kirche die Macht hat, Sünden zu vergeben. So steht es in der Bibel, und dieses Dogma wird an keiner Stelle in dem Film in Frage gestellt, so wie viele andere Glaubensgrundsätze auch, die wie nebenbei in die Handlung einfließen. Der Kampf zwischen Gott und Luzifer ist dem Alten Testament, Buch Hiob entlehnt. Ein weiteres christliches Dogma ist, dass Jesus der Sohn Gottes ist und die Welt von ihren Sünden erretet hat. Für die meisten Christen eine solche Selbstverständlichkeit, dass sie kaum jemand noch besonders aufregt, gerade auch das Thema des bereits erwähnten Films "Die letzte Versuchung Christi". In Dogma kann nur eine Person noch den Weltuntergang aufhalten: der letzte Nachkomme Christi. Dies ist Bethy, eine Krankenschwester, die ausgerechnet in einer Abtreibungsklinik arbeitet. Als sie erkennt, auf was für ein merkwürdiges, apokalyptisches Treiben sie sich eingelassen hat, will sie schlicht wieder nach Hause. Zwischen dem Erzengel und ihr kommt es zu einem dramatischen Wortwechsel. Da sagt der Erzengel: genauso hat sich wohl Jesus gefühlt, als er seiner besonderen, von Gott zugedachten Rolle gewahr wurde. Und mit der Jungfrauengeburt haben sehr viele moderne Menschen Probleme. Im Film wird sie so dargestellt: vor der Kirche gibt es eine große Schießerei, alle Besucher sind tot. Gott faßt das Erbarmen und bringt Kraft seiner Allmacht alles wieder in Ordnung. Da wird Bethy, die sich woanders befand, vom Erzengel halbtot zur Kirche gebracht. Gott heilt auch sie, nur durch Handauflegung. Der Erzengel verabschiedet sich mit dem Hinweis, dass sie jetzt nicht mehr der letzte Nachkomme ist. Eigentlich kann sie gar keine Kinder bekommen, aber jetzt ist sie schwanger. Wenn Gott die Macht besitzt, Leben zu geben, ist das Einhauchen von Fruchtbarkeit ein Kleines. Für mich war diese Stelle in ihrer Selbstverständlichkeit sehr beeindruckend und eine frommere Wendung des Filmes kann ich mir gar nicht vorstellen. Auch wird Gott nicht nur als Frau dargestellt. Der Film beginnt nämlich damit, dass ein alter Mann am Meeresufer steht und den Sonnenaufgang genießt. Hinterrücks wird er von Jugendlichen zusammengeschlagen und liegt im Koma: Gott gefesselt an seine selbstgewählte Körperlichkeit. Nur an einer Stelle wird Gott selbst dargestellt: als er den toten Körper des alten Mannes verläßt. Bei seinem Abschied sagt der Erzengel zu Bethy: Gott erscheint uns in einer Form, damit wir ihn wahrnehmen können, aber tatsächlich hat er keine. Und dann löst sich alles auf in Licht, Kraft und Energie. Ob einem ein solcher Fantasy-Film vom Grunde her zusagt, ist eine Sache. Was aber zwischen den Zeilen an Aussagen transportiert wird, eine andere. Lästerlichkeit konnte ich dabei nicht entdecken.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mein Film des Jahres 2000, 3. Januar 2001
Von Ein Kunde
Eine große Überraschung in diesem Jahr war DOGMA. Einerseits wegen der wirklich unverdienten Mißachtung des deutschen Publikums, andererseits aber einfach als Film, denn hinter all dem herrlichen Quatsch, der verzapft wird, hinter all der brutalen Gewaltdarstellungen (die eine eindeutige Hommage an Tarantino sind), hinter all den kleinen und großen Spitzen, Hieben und Tritten (und auch mal'n paar Atombomben) gegen die Kirche und ihre Überheblichkeit, verkauft der Film auch noch eine Message, noch dazu eine richtig gute.War Matrix der beste Film 1999, ist Dogma für mich der beste Film 2000. Warum? Ohje, wo soll man da anfangen: Es stimmt einfach alles. Eine herrlich chaotische Story; geradezu göttliche Dialoge zwischen Engeln, Menschen, Musen, Dämonen und Gott; tolle Schauspieler (Alan Rickman ist dabei. Und Alaniss Morissette spielt Gott); aberwitzige Ideen; eine ordentliche Portion Gewalt (jaja) und alles gekonnt abgemixt. Dogma lebt vor allem aber von den herrlich ausgestalteten Charakteren. Keiner ist wirklich nur gut oder böse (selbst der "Böse" nicht), und jeder hat sympathische und unsymphatische Eigenschaften und Macken. Dadurch gelingt es Kevin Smith, die schrägsten und unglaublichsten Situationen (z.B. einen Kampf mit einem Dämonen aus Scheiße) völlig glaubwürdig zu gestalten. Einfach dadurch, daß sich die Leute in den Szenen glaubwürdig verhalten. Wenn auch manchmal etwas...öhm...unkonventionell.
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