Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
The perfect Element - Ein perfektes Album!, 4. November 2006
Die schwedischen Prog-Heroes melden sich nach 2 Jahren wieder zurück und wer "One Hour by the concrete Lake" kannte, wird genauso wie ich gespannt auf diesen Nachfolger gewartet haben. "The perfect Element" stellt den ersten Teil einer zweiteiligen Konzeptstory dar, einer Erzählung über die Entwicklung eines Menschen, das Heranwachsen und Heranreifen. Drei Kapitel sind hierbei auf "The perfect Element" zu finden, wobei die nächsten auf dem Folgealbum erscheinen werden. Zuerst einmal Entwarnung an all diejenigen, welche Angst davor hatten, dass der Schweden-Fünfer an Genialität verlieren würde, denn in dem Bereich haben die Jungs eher nochmal zugelegt. Doch wollen wir lieber der Reihe nach vorgehen und beim Opener "Used" beginnen, welcher sehr bombastisch und düster beginnt. Anfangs entsteht zwar die leichte Befürchtung, man wäre in SLIPKNOT, oder wenig später sogar in MESHUGGAH-ähnliche Gefilde abgedriftet, wobei dies lediglich die kraftvolle Seite der Band darstellt und überhaupt nichts mit obengenannten Acts zu tun hat. Vielmehr zeigen PAIN OF SALVATION, dass sie viel Abwechslung integrieren, ohne es dabei zu übertreiben. Mit einem leichten SAVATAGE-Touch beginnt der erste überlange Song "In the Flesh" (8 Minuten) sehr gefühlvoll und nur dezent betont, wobei die Stimmung sich im Refrain erst voll entfaltet, allerdings nie richtig aggressiv bzw. "hart" wird. Weiter geht es mit der ersten Singleauskopplung "Ashes", welches mich sehr stark an weniger rockige SENTENCED erinnert und das bis dato düsterste Stück der Elchfreunde darstellt. Betont wird dies durch die einfache Struktur sowie die einprägsamen aber wohl ausgefeilten Melodien. Ähnlich, jedoch weniger düster, aber dafür melancholischer wirkt "Mornig on Earth", das durch die zarte Akzentuierung sehr gut das zerbrechliche Wesen eines Neugeborenen widerspiegelt der sich quasi am Morgen seines Lebens befindet (à Wortspiel des Songtitels). Mit diesen 4 Songs wäre auch schon das erste Kapitel "As these two desolate Worlds collide" beendet.. "Idioglossia" - das erste Viertel von "Chapter II It all catches up on you when you slow down" zeigt gleich wieder die verspieltere Seite der 5 Schweden, zugleich auch wieder ein wenig mehr Dampf abgelassen wird. Als deutliche Unterstreichung, dass man es hier mit einem zusammenhängenden Konzept zu tun hat, wird hier auch wieder der Refrain aus "Ashes" wiederholt., allerdings mit textlichen Anpassungen zum neuen Lebensabschnitt, wobei dies wohl die Verknüpfung zur Vergangenheit darstellen soll.Leicht an den "The last Unicorn"-Soundtrack von AMERICA erinnert mich "Her Voices", wobei die Grundstimmung zunächst sehr schleppend wirkt, unterlegt mit fetten Gitarren, sich zur zweiten Hälfte des Stückes sehr frickelig entwickelt und schließlich zum Schluss hin she majestätisch bzw. episch endet. Wieder ruhiger und leicht depressiv wird es mit "Dedication" , da es auch ein trauriges Thema behandelt, den Tod eines nahen Verwandten, in diesem Falle dem Großvater des Characteres.Diese Hilflosigkeit, in relativ jungem Alter eine Person die einem sehr nahe steht, zu verlieren, wird sehr gut durch die warmen Accoustic-Gitarren betont, wobei der leicht verzweifelt klingende Gesang das Tüpfelchen auf dem "i" darstellt. Nahtlos geht es mit "King of Loss" weiter. Hier wird zwar auch anfangs auf die elektrische Gitarre verzichtet, wobei der späte Einsatz den dramatischen Effekt dafür um so besser unterstreicht und das unfreiwillige, frühe Erwachsenwerden dadurch hervorhebt. Sehr erwähnenswert ist hierbei das sehr geniale Gitarrensolo von Daniel Gildenlöw, mit dem dieser kurz vor Schluss des fast 10 minütigen Songs brilliert. Im abwechslungsreichen "Recognition" (Beginn des dritten Kapitels "Far beyond the Point of no return") befindet sich wohl eine der besten Hooklines, die ich je gehört habe. Die Abwechslung zwischen melodisch-ruhigen und druckvoll-treibenden Parts hebt dabei den inneren Konflikt, sowie die Verarbeitung der erlebten Erfahrungen gekonnt hervor. Es folgt "Song for the Innocent" , mit 3 Minuten das kürzeste Stück auf dem Album, welches auch sehr nachdenklich ausgefallen ist. Zur ersten Hälfte noch sehr ruhig gehalten, wird die zweite mit einem weiteren gefühlvollen Solo von Frontmann Daniel Gildenlöw ausgeschmückt. Das kurze Instrumental "Falling" hat man kaum richtig wahrgenommen, geht es mit dem 10 minütigen Titelsong "The perfect Element" dem Ende des dritten Kapitels entgegen. Hier wird noch einmal alles aufgetischt, was schon zuvor den Hörer begeisterte. Obgleich die progressiven Wurzeln klar erkennbar sind, ist die Struktur doch klar erkennbar, vielleicht auch aufgrund der Überlänge dieser Nummer, da sich hier die Verspieltheit zwischen Atmosphäre, Bombast, Progressivität und Melodienreichtum besser verteilt. Denn kaum hat der Song (und diese Tatsache trifft auch auf das ganze Album zu) begonnen, ist alles schon wieder vorbei. Und was heißt das? Na ganz einfach: Nochmal anhören, weil es so genial ist!
Fazit:
Zwar ist "The perfect Element I" deutlich ruhiger geworden als im Vergleich zu "One Hour by the concrete Lake", doch hat sie dadurch mehr an Wärme hinzu gewonnen. Es fehlen natürlich Nummern mit dem Kaliber von "Inside out", doch denke ich sind dafür Songs mit dem Format von "Ashes" ein guter Ersatz dafür. Den Sammlerfreaks unter euch sei übrigens die Doppel-CD empfohlen. Auf dem zweiten Silberling befindet sich nämlich so einiges an Extras, wobei sich die Band und die Plattenfirma nicht haben lumpen lassen. Neben den Japan- Bonustracks "Beyond the Mirror", Never learn to fly" und "Time Weaver's Tale" befinden sich noch zudem auf einen zusätzlichen Multimedia-Track insgesamt 4 Videoclips, 1 Interview, 1 Making of des Videoclips "Ashes" sowie 3 Demosongs, als auch massig Information an sich zu PAIN OF SALVATION. Hier hieß es nicht kleckern sondern klotzen, was für euch eindeutig nur eines bedeuten kann: Kaufen!
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
ein wahres meisterwerk!, 26. Juli 2004
pain of salvation sind eine band für sich, die sich mit keiner anderen auch nur ansatzweise vergleichen lässt. dank ihres dritten studioalbums "the perfect element part I" bin ich zum progressive metal gekommen. dadurch habe ich einige fantastische bands kennengelernt, aber pain of salvation bleiben etwas absolut besonderes.vor allem hat mich dieses album in der form überrascht, weil ich das vorgängeralbum "one hour by the concrete lake" nur bedingt gut fand. dieses grandiose meisterwerk beginnt mit einem der härtesten lieder, "used". ohne irgendwelche intros wird man sofort in das album hereinkatapultiert. die strophen sind sehr hart, der refrain geht eigentlich vom härtegrad her. sofort bemerkt man erneut das enorme gesangstalent eines daniel gildenlöws, der zwischen tiefen sprechgesang, aggressiven shouting, hohen zerbrechlichen singen und extrem hohen kreischen so ziemlich alles singen kann (ich würde sein stimmvolumen so auf 4 oktaven schätzen). nach dieser harten einstiegsgranate geht es mit dem sehr besonnen "in the flesh" weiter. neben ruhigen gitarren und tiefen untermalenden klaviertupfern bietet uns hier der sänger einen sehr einfühlsamen gesang - vorerst, denn später gibt es einige steigerungen und wieder ist seine stimme sehr variabel. hier gibt es viele taktwechsel (6/4, 7/4 und 9/4 takt, nur um einige zu nennen). gegen ende des songs herrschen wunderbare klaviermelodien vor, bevor das lied in tiefe brachiale töne umschlägt, die dann das lied "ashes" einläuten. "ashes" ist zugleich die einzige singleauskopplung von pain of salvation gewesen, deshalb hat das lied soetwas wie eine ohrwurmmelodie (so sehr ich dieses wort auch hasse). hier beweisen sie, dass sie auch unvertrackte lieder schreiben können, die mindestens genauso interessant wie die progressiven stücke sind. "morning on earth" ist wieder ein ruhiges stück. besonders auffallend sind hier der geniale gesang und die geige, die hier an den herrlichen gefühlen einen kleinen teil dazubeträgt. "idioglossia" ist ein erneut sehr vertrackter track. es beginnt mit einer gitarrenstimme, die dann von einem sehr wilden bass-/und schlagzeugspiel begleitet wird. es gibt einige solobasseinlagen... dieses stück ist ganz große kunst. plötzlich findet man sich in dem refrain von "ashes" wieder - ein toller überraschungsmoment, denn hierbei entdeckt man, wie der gleiche refrain (mit anderem text) in einem anderen liedkontext eine neue wirkung entfaltet. gesangstechnisch gibts hier eine meisterleistung nach der nächsten. auch stimmungmäßig schwenkt man hin und her, zwischen etwas aggressiv und eher ruhig, plötzlich kommt im ruhigen bereich ein hoher schrei - "idioglossia" ist einer der abwechslungreichsten songs, die ich je gehört habe. "idioglossia" geht direkt in das lied "her voices" über. dieses ist über weite strecken eine achtminütige ballade, die vor allem durch das klavier begeistert und durch einen break, der ein sehr merkwürdiges interludium ankündigt. dieses besticht durch sehr eigenwillige schlagzeug-, klavier- und gitarrenrhythmen. nach einem erneuten break kommt dann eine der geilsten instrumentalphasen auf dem album: eine hohe geige, die hier die hauptrolle spielt, wird von einem sehr ruhigen chor unterlegt, der im nächsten moment aber sehr ernst singt. toller umschlag, danach kehrt das balladenthema vom anfang wieder, mit dem das lied auch ausklingt. "dedication" ist ein sehr emotionaler (und anscheinend auch autobiografischer) song von daniel gildenlöw: "i watched you die and i have feared this moment since i was just a child so why that sunny sky? when my beloved grandfather lies dead here cold and still? deshalb liebe ich diesen song: er strahlt traurigkeit aus, allerdings auch die hoffnung, dass das leben weitergeht. mit dem fast zehnminütigen "king of loss" ist den schweden erneut ein äußerst eidrucksvolles lied gelungen, das diesmal durch den chorgesang besticht. außerdem hat man am anfang die ganze zeit ein gefühl, als ob unter einer decke die ganze zeit lang etwas großes brodelt, das aber erst später herausgelassen wird, das passiert nach der textzeile "i am the king of loss". ab hier wird das lied sehr aggressiv und hart, der gesang hoch und verachtend. nach einen schmerzensschrei geht das lied wieder in den anfang über. leider hat das lied für mich ersönlich eine kleine schwachstelle: der refrain ist zu undurchsichtig produziert, man hört im strumentalen bereich nur eine dicke gitarren- und schlagzeugmasse, aber ansonsten ist das lied auch ein kleines meisterwerk für sich. hier ist auch - wie in vielen anderen liedern auch - das gitarrensolo weltklasse. am ende des liedes übertreibt man aber meines erachtens nach mit der härte, ähnlich wie im refrain. bei "reconcilation" erkennt man die gleiche melodie wie bei "morning on earth", mit dem unterschied, dass "reconcilation" viel schneller und keines falls ruhig gespielt wird. es gibt hier natürlich auch neue teile im lied, die das lied sehr interessant machen, z.b. die ruhigen stellen. "song for the innocent" zeichnet sich besonders durch das gemeinsame spiel von klavier und gitarre aus. der liedaufbau ist auch besonders: es fängt mit zwei ruhigen strophen an, bevor es in ein atemberaubendes gitarrensolo mündet, woarufhin der song wieder ruhig wird und nach zwei weiteren zeilen vorbei ist. mit "falling" folgt ein sehr atmosphärischer track, der neben hintergründlichen keyboards aus einem zweiminütigem gitarrensolo besteht. eine vollkommene abwechslung, obwohl pain of salvation mit "void of her" auf ihrem debutalbum "entropia" solch einen track schon einmal hatten. doch "falling" ist ein ausgezeichnetes intro zu "the perfect element". dieses lied zeigt an, wo pain of salvation anno 2000 standen: ganz oben. hier werden alle stärken in 10 minuten vereinigt. es gibt einige taktwechsel, daniel gildenlöw zeigt sein gesangliches talent auf seiner ganzen bandbreite (außer dem extrem hohen gesang), johan langell überzeugt mit tollen rhythmen, pianist fredrik hermansson bescherrt uns erneut eidrucksvolle painoläufe, gitarrist johan hallgren bekommt wertvolle aufgaben zugeteilt und basser kristoffer gildenlöw (daniels bruder) macht sich durch die schwierigen bassläufe einen namen. das lied (und somit auch das album) wird durch eine percussionseinlage beendet. nun sind über 70 minuten hochwertige progressive metalkunst vorbei. auch wenn ich das album bestimmt schon über 100 mal gehört habe, es erstaunt mich immer wieder. ich kann jedem nur raten, der auf sehr anspruchsvolle musik steht und auf musiker, die ihre instrumente meisterlich beherrschen und mit einem besonderen gesang der extreklasse, der sollte hier unbedingt reinhören. mehr als ein kauftipp!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Meisterwerk!, 23. Januar 2007
Pain of Salvation, die schwedische Über-Progressive-Metaler haben spätestens mit diesem Album gezeigt, was sie wirklich drauf haben. Selten gelang es einer Band, ein Album derart flüssig und durchgehend zu produzieren.
Inhaltlich handelt das Konzeptalbum von Jugend, jugendlich typischen Problemen und dem Erwachsen-Werden. Mastemind Daniel Gildenlöw bringt den Hörer mit wunderbaren Texten und eingängigen Melodien zum Nachdenken.
Das Gesamtkunstwerk ist sehr düster und teilweise melancholisch, die Songs an sich stehen jedoch in komplett verschiedenen Rubriken. Progressiv verspielt, harter Rap-Gesang, mehrstimmig harmonische Refrains, exotische Sounds und Rhythmen und über allem thront das Stimmtalent Gildenlöw wie ein König.
Dieser Mann versteht es einfach, seine Stimme immer passend zu benutzen.
Wer die Band noch nicht kannte, sollte mit diesem Album in ihre Welt eintauchen. Das Album ist um einiges verdaulicher als zum Beispiel das vorletzte Werk "BE" oder die ersten beiden Scheiben. Dieses Album vereinigt alles Gute, was Pain of Salvation zu bieten hat. Das Einsteigeralbum schlechthin!
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