Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Phänomenal, 16. Februar 2001
Die Jahrtausendwende verlief musikalisch gesehen irgendwie unspektakulär, vor allem was die experimentelleren, nicht so Mainstream orientierten Musikstile anbelangt.Hin und wieder brauche ich eine Platte, in die ich mich richtig hineinsteigern kann, welche mich zu pausenlosen Ausstößen wie "Genial", "Phänomenal!","Ich liebe sie!" etc hinreissen läßt. In den Jahren vor 2000 waren das Platten von Roni Size, Goldie, Tricky, Lamb, Portishead,etc. Goldfrapps "Felt Mountain" ist so eine Platte,die dies vermag; doch sie mit den oben aufgeführten Artists zu vergleichen, käme ihr nicht gerecht. Elektronik steht meistens ganz im Hintergrund, die teils schrägen Geräusche werden teils akkustisch-instrumental, teils von der genialen Stimme Alisons hergestellt. Viele Elemente aus klassischer Musik, aber auch Folkore und nach Filmmusik Klingendes wurden zu einem vielschichtigen Klanggemälde gewoben. Hier und da ein paar elektronische Akzente..und diese Stimme!!! Himmlisch, schräg, cooool! Goldfrapp entführen in eine abgedriftete Traumwelt, manchmal glaubt man, in einem dieser alten Ganghofer Filme,die unsere Großeltern so liebten, gelandet zu sein, bis man sofort wieder durch die eigenwillige Komposition eines Besseren belehrt wird. Textlich driftet die Platte zeitweise ins Bizarre ab "..fascist baby...Utopia..." und auch das Gesamtdesign des Goldfrapp Werks kann nur als parodistisch-ironisch bewertet werden: Auf dem Cover der Vorab-Single "Lovely Head" im letzten Jahr ist - als Scherenschnitt-Bild- ein Mädchen zu sehen,das in von Rehen bewanderter Naturidylle den Kopf des Geliebten umherträgt. Nach jahrelangen -zwar mir positiv aufgefallenen- aber dennoch recht unspektakulären Gastauftritten auf den Platten anderer, wer hätte da so einen genialen Auftritt in eigener Sache von Alison Goldfrapp erwartet. Wahrscheinlich musste sie in Will Gregory erst ihr musikalisches Pendant finden. Es war jedenfalls mindestens fünf Jahre überfällig! Ich bin sehr gespannt was in den nächsten Jahren noch so kommen wird!!!
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Album wirkt am Besten als Einheit, 2. Juli 2003
Die Sängerin und Namensgeberin dieses Duos Alison Goldfrapp lieh früher Stücken von Tricky und Orbital ihre Stimme und wollte eigentlich keine Musik mehr machen - bis sie einen Seelenverwandten in Will Gregory fand. Mit ihm hat sie auf ihrer ersten CD einen Streifzug durch die Welt der sphärischen Klänge, der eigentümlichen Miniaturen und kühlen Popzitate. Um es irgendwie verständlich zu machen: nehmen sie die Associates, Kate Bush und Scott Walker in einem Film, dessen Musik von Ennio Morricone geschrieben wurde - und sie haben den Rahmen für dieses Album in etwa abgesteckt. Andere Stimmen sagen, das höre sich nach Portishead ohne leidende Pose an - stimmt auch wieder. Die Produktion scheint ab und an in Zeitlupe zu verlaufen, die Stimme Goldfrapps bildet ein wichtiges lautmalerisches Element in dem Gesamtbild und wenn man sich auf diese CD eingelassen hat ist sie auch schon vorbei und man will sie nochmals hören. Einzelne Stücke herauszugreifen unterlasse ich diesmal bewußt, denn das leider viel zu kurze Album (Spielzeit unter 40 min.) wirkt am Besten als Einheit.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unglaublich!, 7. Januar 2007
Ich legte mir erst "Supernature" von Goldfrapp zu und danach "Felt Mountain". Obwohl man sie schwerlich vergleichen kann, gefiel mir Supernature besser. Nun nicht mehr...
Ich hörte Felt Mountain das erste Mal im Auto, weil ich "Supernature"-Ähnliches erwartete. Naja, die Scheibe fiel voll durch, ich dachte, da hört man ja gar nix weiter... ;-)
Dann legte ich die Scheibe nochmal in meine Anlage zu Hause und ließ sie zweimal durchlaufen - es war der Hammer. Das Album entfaltet einen Zauber, der schwer zu erklären ist. Man liegt auf der Couch, schließt die Augen, und lässt sich von den Songs tragen. Schon der Opener "Lovely Head"... wenn man als Musiker in seiner Karriere einen solchen Song hinbekommt, dann HUT AB! Nur gilt das bei "Felt Mountain" für alle Songs! Ich höre das Album seitdem regelmäßig - allerdings nicht mehr im Auto :-)
Solch ein Werk ist ein Geschenk - höchste Punktzahl!
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