Aus der Amazon.de-Redaktion
Bekannt geworden sind Tito & Tarantula durch den schrägen Vampir-Film "From Dusk Til Dawn". In Robert Rodriguez trashiger Blutsauger-Saga tauchen Tito Larriva und seine Band als Combo auf, die in der düsteren Kaschemme "Titty Twister" auftritt. Durch den exzellenten Song "After Dark" wurde man damals auf die kalifornische Bluesrock-Band aufmerksam, die seither mit zwei Alben und starken Liveauftritten begeistert hat.
Little Bitch heisst das dritte Werk des Quartetts, in dessen Reihen sich mit Dominique Davalos nun eine neue Bassistin (Jennifer Condos hat die Band verlassen) befindet. Mit dem derben Rocker "Everybody Needs" steigen Larriva, der zweit Gitarrist Peter Atanasoff und Drummer Johnny "Vatos" Hernandez in die neue Platte ein, wobei der Titel mit antiquarischen Moog-Synthesizer-Sounds eine schräge Komponente bekommt. So erstmal ins Album reingezogen folgt man Tito & Tarantula gerne auf der Reise durch ihren Bluesrock, der mal melodisch prägnanter, mal psychedelischer wird, mal bei einer staubigen Ballade haltmacht, mal krachend rockt. Wo "Crack In The World" dreckig rotzt, kommen "Goodbye Sadie" und "Silent Train" als wunderschöne Wüstenballaden daher und erinnert sich Tito Larriva beim spanisch gesungenen "Regresare" seiner Wurzeln. Wo die Band aus LA manchmal an Jagger & Co erinnert, könnte "World At My Feet" auch aus der Feder von Willy DeVille stammen. Gut abgehangener Bluesrock steht neben punkigen Ausbrüchen. Insgesamt eine starke Platte, besser als das zweite Werk "Hungry Sally & Other Killer Lullabies", nicht ganz so ein Knaller wie das Debüt "Tarantism".
--Thomas Bohnet
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