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37 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Dieser Film macht sprachlos!, 15. Dezember 2003
Als großer Stephen King Fan habe ich vorher natürlich das Buch, bzw. die Bücher, zu diesem Film gelesen, und ich kann mit 100%iger Gewissheit sagen, dass das die einzige Kingverfilmung ist, die an die Buchvorlage absolut herankommt, sie fast sogar noch übertrifft. Und im Vorfeld möchte ich warnen - für diesen Film braucht man eine ganze Packung Tempos, wenn nicht sogar noch mehr.Die Handlung: Ein Gefängnis in Louisiana in den 30er Jahren: Der besonnene Paul Edgecomb (Tom Hanks) ist Aufseher über die „grüne Meile", den Trakt, in dem zum Tode verurteilte Straftäter bis zur Hinrichtung sitzen. Er behandelt die Häftlinge menschlich. Eines Tages kommt der wegen Mordes verurteilte Schwarze John Coffey in die Abteilung. Edgecomb glaubt bald nicht mehr an die Schuld des sanften Riesen, der über eine heilende Gabe verfügt... Ein Stephen King Film wäre kein Stephen King Film ohne ein bisschen Magie oder Übernatürliches. Dafür sorgt in dieser Geschichte John Coffey. Im übertragenen Sinn ist Coffey ein Wunder Gottes, denn er hat eine heilende Kraft, und kann Paul Edgecomb von seinem Leiden heilen. Bald wird dem Zuschauer (und auch den Wärtern auf der „Green Mile") klar, dass Coffey unschuldig in der Todeszelle sitzt. Doch schon vorher, und zwar in dem Moment, in dem Coffey in Block E ankommt, schließt man ihn ins Herz. Michael Clarke Duncan spielt John Coffey so beeindruckend, dass der Zuschauer jede Empfindung die Coffey hat, spüren und selbst fühlen kann. Man leidet mit ihm, man trauert mit ihm, man hat Angst mit ihm und man freut sich mit ihm. Die drei Stunden vergehen wie im Flug. Für manche ist solch eine Filmlänge vielleicht abschreckend, aber „The Green Mile" hätte keine Minute kürzer sein dürfen. Man könnte sogar weitere drei Stunden sitzen bleiben. Wie schon gesagt - es werden garantiert einige Tränen fließen und man sollte sich gut mit Taschentüchern eindecken. Einige werden sich so ein Ende für diesen Film nicht wünschen (wie es genau ausgeht, will ich dann aber doch nicht verraten), aber genau dieses Ende musste es sein, um den Zuschauer so zum Nachdenken anzuregen. Wenn der Film fertig ist, bleibt man erstmal noch eine Weile sitzen, und lässt alles auf sich wirken. Dann beginnt das Nachdenken (ähnlicher Effekt wie bei „American History X"), und man könnte gerade noch einmal anfangen zu heulen. „The Green Mile" ist ein wundervoller Film über Freundschaft, Vertrauen und über Glauben. Die Darsteller haben allesamt wunderbare Arbeit geleistet. Ganz besonders natürlich Michael Clarke Duncan und Tom Hanks. Ein Film, den man wirklich nicht verpassen sollte, und ich denke, alle Stephen King Fans werden mit mir übereinstimmen wenn ich sage, dass das die beste King Verfilmung ist!
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