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Nick Cave ist die australische Antwort auf Lou Reed und John Cale. Nick Cave im schicken, weißen Anzug - am Konzertflügel umringt von niedlichen Ballett-Eleven - das Coverbild trügt nicht: Der ehemals nekrophile Sänger hat sich dem Licht zugewandt, bearbeitet in atmosphärischdichten Songs ausdrucksvoll seine Vergangenheit und Zukunft, unterstützt von den Bad Seeds, bei denen auch das Underground-Gitarren-As Kid Congo Power's und Einstürzende-Neubauten-Sänger Blixa Bargeld tüchtig glänzen dürfen.
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Stereoplay
"The Good Son" sollte nach Nick Caves Bekunden ein traurig-schönes Album werden. Und tatsächlich: Geradezu abgeklärt melancholisch gibt sich der australische Sänger mit seiner Band Bad Seeds auf dieser in Brasilien aufgenommenen Platte. Vom Gestus des wüsten Formzerstörers ist dabei wenig geblieben: Nick Cave entdeckt jetzt die einfache Song-Form, beherrscht aber nach wie vor die perfekte Balance zwischen Melancholie und Zorn. Mit dem gebrochenen Pathos der Verzweiflung ringt er mit seinen inneren Dämonen. "The Good Son" ist mit Abstand Nick Caves geschlossenstes Werk.
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