Aus der Amazon.de-Redaktion
Icewind Dale vermeidet absichtlich eine allzu komplexe Rollenspielhandlung und setzt dafür eher auf altbewährte "Advanced Dungeons & Dragons"-Action. Das Spiel ist in einer kalten Ecke der Vergessenen Reiche angesiedelt, die durch die Romane von R.A. Salvatore zu Ruhm gelangt sind. So werden viele Fantasy-Fans bereits mit diesem beliebten Schauplatz vertraut sein. Diesmal können die Spieler jedoch nicht nur die Helden erschaffen, sondern haben auch Einfluss auf die Abenteuer selbst. Spielveteranen von
Baldur's Gate und
Planescape: Torment wird die Infinity-Spiele-Engine von BioWare sofort vertraut erscheinen, und diese werden sich daher sofort ins Spielvergnügen stürzen können. AD&D-Fans werden zudem mit der Umsetzung der 2. Auflage der AD&D-Regeln zufrieden sein. Bis auf einige Ausnahmen (keine Erweiterungsbände, keine Drow-/Dunkelelf-Spielercharaktere, kein Kampf mit zwei Waffen) kann man davon ausgehen, dass in
Icewind Dale nichts vorkommt, was nicht auch im Regelwerk zu finden ist.
Aus den Standardrassen und -klassen der 2. Auflage der AD&D-Regeln können die Spieler sechs Charaktere erstellen, die sich auf den Weg machen, das Erzböse zu finden, das im Grat der Welt begraben ist. Das Kampfgeschehen vollzieht sich dabei in Echtzeit (kein rundenbasierender Kampf), die Handlung kann allerdings jederzeit unterbrochen werden, um neue Befehle zu erteilen, Zauber vorzubereiten oder auf eine neue Bedrohung zu reagieren. Die Spielemacher setzen in Icewind Dale voll und ganz auf schnelle Kampfhandlungen. So ermöglichen sie es den Spielern, auf der Grundlage künstlicher Intelligenz jedem Charakter eine Art Kampfskript zuzuordnen. So kann Ihre Gruppe beispielsweise ein sich näherndes schwächeres Monster mit Pfeilen beschießen. Wenn es sich in unmittelbarer Reichweite befindet, kann es von den Kämpfern angegriffen werden, die dann wiederum nach Ende des Kampfes vom Kleriker geheilt werden können. Und das alles, ohne dass Sie in das Geschehen eingreifen müssen.
Baldur's Gate und Planescape: Torment vermochten es, Spieler mit einer fesselnden Story in ihren Bann zu schlagen und insbesondere im Fall von Planscape mit einem guten Schreibstil zu bestechen. Icewind Dale wurde dagegen speziell als eher actionorientiertes "Hack-and-Slash"-Rollenspiel konzipiert. Es baut insbesondere auf Kampfhandlungen und Charakterentwicklung und profitiert davon. Obwohl es nicht über die zufallsgenerierte Verliesstruktur sowie die unglaublichen magischen Gegenstände von Diablo verfügt, macht die Möglichkeit, unzählige Erfahrungspunkte zu sammeln sowie alle sechs Charaktere Ihrer Gruppe selbst zu erstellen, Icewind Dale zu einem Spiel, das in der Sammlung keines AD&D-Fans fehlen sollte. --Michael Fehlauer
Pro:
- Möglichkeit, Ihre gesamte Spielgruppe selbst zu erstellen
- Clevere Umsetzung der 2. Auflage der AD&D-Regeln
- Originalgetreue Nachbildung der Icewind Dale-Region mit ebenso vielen Details wie bei TSR und R.A. Salvatore
- Möglichkeit, viele Erfahrungspunkte zu sammeln, verleiht Spielern ungeheuere Macht; dafür treffen sie jedoch auch auf umso ebenbürtigere Gegner
Contra: - Oberfläche nimmt zu viel Raum auf dem Bildschirm ein
- Erneutes Spielen wenig interessant
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Basierend auf Story und Engine von "Baldur's Gate" eröffnet das Rollenspiel eine neue Fantasyreihe. Sechs Helden erkunden endlose Katakomben, Mienen oder Schlösser voller unheimlicher Kreaturen. Mit Hilfe von Waffengewalt oder mächtigen Zaubersprüchen bahnt man sich den Weg. Gegenüber dem Vorläufer ist der Neuling actionorientierter, die Grafik wurde durch 3D-Elemente erweitert.