Aus der Amazon.de-Redaktion
Leandro ist 13 Jahre, zart und "süüüüüß", die Mädchen werden verrückt werden -- oder sind es schon. Der Schweizer mit dem spanischen Vater spricht nicht nur fünf Sprachen, hat nicht nur intelligente Hobbies wie Archäologie und sieht nicht nur aus wie ein Teenietraum auf Beinen, er kann auch noch singen! Oft liest man den Vergleich mit dem jungen Michael Jackson, den sich irgendein findiger Journalist in Ermangelung anderer männlicher Kinderstars ausgedacht hat. Viel treffender jedoch scheint eine Parallele zu den jungen Hansons, damals, vor dem Stimmbruch, und das nicht nur von den Vocals her.
Eine Besonderheit unterscheidet Leandros Stimme von den Vergleichsbeispielen: Ihm fehlen die üblichen Mankos der Knabenstimme: die leichte Unsicherheit beim Intonieren, die oft kehlige Kopfstimme. Leandros Gesang ist makellos wie der einer ausgebildeten Musicalsängerin. Und so singt er sich fröhlich, aber nie kindlich durch die aufwendige, oft mit fetten Orchestern begleitete Pop-Produktion, die von wirklich gnadenlos süßen happy-go-lucky-Hopsern über musicalreife Songs, über spanischsprachige Lieder, groovy Funk, US-Sounds à la Britney und fette Beats Marke *N Sync reichen. Anspieltipps: "I Adore Mi Amor" (spanisch und süß), "Do What You Like" (fetzig mit Bläsern), "Too Shy" (könnte auch von den BSB sein). Leandro verzichtet ganz und gar auf schmalztriefende Balladen -- glücklicherweise -- und das einzige, was dem jungen Supertalent jetzt noch passieren kann, ist der Stimmbruch. --Kati Hofacker