Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Urvater aller deutschen SF!, 7. November 2006
1966 begann in Deutschland die Science Fiction das Fernsehen zu erobern - mit eben dieser Serie "Raumpatrouille".
Noch viele Jahre lang war dies die erfolgreichste deutsche Export-Serie - mit gutem Grund.
Die Regisseure nahmen einige der besten Schauspieler (Dietmar Schönherr, Wolfgang Völz, Eva Pflug) und strickten eine Geschichte, die wirklich weit in die Zukunft griff; mit Raumschiffbasen auf dem Meeresgrund, Robotern, Super-Waffen, futuristisch aussehenden Raumschiffen - und dies alles ohne die aktuell in jedem SF-Film anzutreffende Tricktechnik. Die Story greift natürlich DAS Thema der SF auf : Aliens! Die "Frogs" sind nicht nur anders, sondern total fremdartig und bleiben auch bis zum Ende der Serien undurchschaubar. Warum sie die Menschheit angreifen, bleibt ebenfalls im Dunkel...
Die Charaktere (allen voran "Commander McLane" Dietmar Schönherr) überzeugen durch lässigen Umgang mit Technik und der Militär-Hierarchie. Sogar die ultra-linientreue Geheimdienstlerin "Tamara" (Eva Pflug) wird zu dieser Einstellung bekehrt.
Ein wichtiger Baustein des Erfolges ist sicherlich die phantastisch "spacige" Musik, die auch heute noch ins Ohr geht. Die Tanz-Einlagen in der "Starlight Bar" wirken dagegen eher interessant denn mitreissend.
Die 2-DVD-Box enthält alle Folgen der Serie (1-7) sowie einige Extras. An den Bändern wurde wohl noch kräftig gefeilt, denn das Bild wirkt für das Alter von 40 Jahren sehr gut!
FAZIT: Klasse-Box, günstiger Preis. Zugreifen lohnt nicht nur für Fans!
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56 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Joghurtbecher, Bleistiftspitzer, Wasserhähne, Bügeleisen, 1. September 2003
Wer diese Gegenstände beim Schauen der Raumpatrouille erblickt, bekommt 99 Gummipunkte. Mal ehrlich, diese Gegenstände tragen doch sehr zur Erheiterung des Zuschauers bei, auch wenn es an dieser Stelle nicht gerade angebracht ist. Wenn man sich aber erst einmal daran gewöhnt hat, dann tun sich dem Zuschauer die spannenden Abenteuer des Raumschiffs Orion auf. Zunächst will ich mal für die Leser, die die Raumpatrouille noch nicht kennen, kurz anreißen, worum es geht. Von der Raumpatrouille gibt es (leider nur) insgesamt 7 Folgen, die erstmals 1967 im deutschen Fernsehen erschienen und sprichwörtlich die Straßen leergefegt haben. Die Folgen sind in schwarzweiß, was nicht verwunderlich ist, denn im Gegensatz zu Amerika startete das Farbfernsehen in Deutschland erst Jahre später. Nun aber zum Inhalt:
1. Angriff aus dem All
Major Cliff Allister McLane (Dietmar Schönherr) ist ein Draufgänger, der, sehr zum Ärger seiner Vorgesetzten, immer wieder eigenmächtig eingreift. Mit seiner befehlswidrigen Landung auf dem Saturnmond Rhea überspannt er den Bogen und wird durch Marschall Kublai-Krim (Hans Cossy) von den schnellen Kampfverbänden unter General van Dyke (Charlotte Kerr) zum Raumpatrouillendienst von General Wamsler (Benno Sterzenbach) für 3 Jahre strafversetzt. Außerdem bekommt er aus dem Galaktischen Sicherheitsdienst unter Oberst Villa (Friedrich Joloff) noch einen Überwachungsoffizier, eine "Gouvernante" an Bord gestellt. Das kann ja heiter werden, denn Leutnant Tamara Jagellovsk (Eva Pflug) scheint keinen Spaß zu verstehen, wie die Orionbesatzung schnell feststellen muß.
Als dann auch noch auf dem Asteroiden MZ-4 sich keiner mehr melden, beschließt McLane, der Sache auf den Grund zu gehen. Was wird der Sicherheitsoffizier sagen? Und was für ein dunkles Geheimnis werden Astrogator Atan Shubashi (Friedrich Georg Beckhaus) und Bordingenieur Hasso Hasso Sigbjörnsson (Claus Holm) lüften?
2. Planet außer Kurs
Die widerlichen Frogs haben einen Planeten aus seiner Bahn gebracht und steuern ihn direkt auf die Erde zu. Während der Generalstab schon die Evakuierung der Erde plant, versucht McLane, den Planeten aufzuhalten. Daß dieses Unternehmen alles andere als einfach ist, wird sich bald herausstellen. Zumal General van Dyke an Bord der Hydra sich nicht mehr meldet...
3. Hüter des Gesetzes
McLane bleibt auch nichts erspart: Zuerst muß er einen elendig langweiligen Roboterlehrgang bei Dr. Rott (Alfons Höckmann) ertragen, dann bekommt er noch von Ordonnanzleutnant Spring-Brauner (Thomas Reiner) den Auftrag, im All Raumsonden auszunehmen und die Berichte zur Erde zu bringen - ein Kadettenauftrag. Auf dem Weg zum Einsatzort begegnet McLane seinem früheren Vorgesetzten, Kommodore Ruyther (Helmut Brasch). Der sagt ihm, daß in der Bergbaukolonie auf dem Asteroiden Pallas etwas faul ist. Für McLane gibt es kein Halten mehr; stellt sich nur die Frage, wie man es schafft, daß die Orion nicht mehr am vorgeschriebenen Fleck ist...
4. Deserteure
Dr. Rott hat eine neue Waffe gegen die Frogs entwickelt, den sogenannten Overkill. Gemeinsam mit McLane wird diese furchtbare Waffe getestet. Gleichzeitig tagt die Generalität. Der Kommandant der Xerxes, Major Alonzo Pietro (Wolf Petersen), wollte mit Schiff und mannschaft zu den Frogs auf AC1000 desertieren. McLane und Prof. Sherkoff (Erwin Linder) glauben nicht an eine Desertation aus freien Stücken und gehen der Sache auf den Grund. Plötzlich scheinen sie nur noch von Verräter umgeben zu sein...
5. Kampf um die Sonne
McLane und Armierungsoffizier Mario de Monti (Wolfgang Völz) entdecken auf einem Asteroiden niedere Vegetation. Gleichzeitig wird eine erhöhte Sonnenaktivität festgestelle: sie heizt die Erde ziemlich stark auf und gefährdet das Leben auf der Erde. Schließlich stelt man auch fest, woran das liegt: die Sonne einer vergessenen Erdkolonie droht zu erlöschen, weshalb die Bewohner die Sonne der Erde aufheizen. Ein Krieg scheint unausweichlich. In diesen Wirren läßt sich McLane von Oberst Villa ohne Wissen von General Wamsler die Erlaubnis zu einem Flug zum Planeten Chroma geben, um dort mit IHR (Margot Trooger) zu verhandeln, um einen Angriff abzuwenden. Doch das scheint nicht so einfach.
6. Die Raumfalle
McLane hat es nicht leicht. Erst wird er von Spring-Brauner zum Sporensammeln geschickt, und dann schickt ihm Wamsler noch den Schriftsteller Peter Paul Ibsen (Reinhard Glemnitz) mit, der auf der Reise Material für einen neuen Roman sammeln will. Helga Legerelle (Ursula Lillig) und Leutnant Jagellovsk sind von dem Schreiberling ganz angetan, was man von der männlichen Besatzung nicht behaupten kann.
7. Invasion
Oberst Villa gerät mit der Tau in einen Lichtsturm. Wie durch ein Wunder überlebt er das Spektakel und ist einige Zeit später wieder auf der Erde. Doch Villa scheint verändert: erst tut er die Ereignisse als harmlos ab, dann übernimmt er die Raumüberwachung. Für McLane und Jagellovsk ist die Sachefaul, und die beiden stellen Ermittlungen an...
Zudem sei hier mal die Frage der Fragen geklärt: "Was war zuerst? Die Raumpatrouille oder Star Trek?"
Honold fing mit den Büchern für die Orion schon 1962 an, während Roddenberry erst 1963 anfing. Aufgrund der "deutsch Gründlichkeit" dauerte es aber länger, bis die Raumpatrouille über die Bildschirme flimmerte - auch wenn es nur ein paar Wochen waren.
Übrigens: Die Raumpatrouille wurde keineswegs nur in schwarzweiß gedreht - vor allem für die Spezialeffekte im Blueroom verwendete man Farbmaterial. Dazu findet man einige Bilder im Internet.
Fast hätte ich das Wichtigste vergessen: Für diese DVD wurde das Material in 5.1 neu vertont, Zusatzmaterial eingefügt und mit einem netten Menü (auch in s/w) animiert. Wenn man also bedenkt, wie alt das Material ist, dann ist diese Bearbeitung ein voller Erfolg, und deshalb gibt es auch 5 Sterne. Ein Vergleich mit der Qualität heutigen Filmmaterials wäre nämlich ungerecht.
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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Wunder des deutschen Fernsehens....., 15. Januar 2004
Betrachtet man die Produktionen des deutschen Fernsehens in den 60er Jahren, ist die Entstehung der Raumpatrouille ähnlich sensationell wie das Wunder von Bern.Für Freunde der Raumeroberung ein Klassiker, der selbst gegen die ersten Enterprise Staffeln locker bestehen kann. Die Stories sind spannend, die Charaktere toll umgesetzt und das Bügeleisen auf dem Kommandostand hat Kultstatus. Als das ganze gesendet wurde, tobte vor dem Sternenkrieg jedesmal meine Mutter, da sich durch die Serie meine INS-BETT-GEH-ZEIT dramatisch nach hinten verschob. Auch heute schau ich die Folgen mit der gleichen Begeisterung und immer wieder an. Insgesamt eine klasse DVD Zusammenstellung mit interessanten Extras (u.a. einem Treffen der Darsteller bei einer Show Jahre später), einem Klasse Bild (es lebe die deutsche Gründlichkeit) und vergleichsweise sensationellem Ton (vor allem, wenn man bedenkt, das die Serie bald 40. Jubiläum feiert). Schade, das nur 7 Folgen produziert wurden.
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