Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein ernsthafter und aufwendiger Film, 28. Oktober 2006
Dieser Film ist ein wunderbar ernster Spielfilm ueber das Leben des 14. Dalai Lamas. Es erzaehlt die Geschichte von seiner Auffindung als vierjaehriger Junge bis zu seiner Flucht nach Indien in den 50er Jahren.
Gezeigt werden die wunderschoensten bunten herrlichen Aufnahmen aus Tibet, Ritualszenen, Tradition. Dazu eine sehr gute schauspielerische Besetzung fuer die verschiedenen Jugenstadien des Dalai Lama.
Was von anderen Rezensenten kritisiert wurde, naemlich ein zu ernst dargestellter Dalai Lama, der nicht lache, wie wir es von ihm selbst, dem noch lebenden Dalai Lama doch kennen - diese Kritik kann ich nicht nachvollziehen. Ich bin mir sicher, dass der junge Dalai Lama in den Umstaenden seines Aufwachsens nicht derselbe war, der er heute, unter dem Einfluss westlicher Tradition, geworden ist. Sicherlich war er damals ernster, seiner Religion zugewandt und in viel unmittelbarerem Maße seinem Volk verpflichtet. Schwierige Umstaende, Invasion der Chinesen, Morde an seinem Volk liessen ihn sicherlich damals nicht gleichermassen ausgeglichen sprechen wie heute. Auch wenn der Vertreter Buddhas heute Froehlichkeit und Lebensfreude praktizieren kann, bin ich mir sicher, dass auch er einen Wandel durchmachen durfte in seinem Leben, ermoeglicht durch Meditation, Erfahrung, Reife und Umgebung.
Vorliegender Film erzaehlt moeglichst detailgetreu von seiner Jugend und seinen jungen Mannesjahren. Es ist ein Film, der nicht uebertreibt und keine Partei ergreift, der jedem noch Gutes tut und versucht, jede Perspektive verstaendlich zu machen.
Mir persoenlich hat der Film ausserordentlich gut gefallen.
Sein kommerziellerer Bruder "Sieben Jahre in Tibet" schliesst aussergewoehnlich gut an diesen Film an, wie ich finde.
Moechte man sich also mit Tibets Geschichte und der Geschichte des Dalai Lama beschaeftigen, kann ich beide Filme - den bunten , kommerziellen, aber auch den ernsthafteren 'Kundun' - sehr empfehlen.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Guter Film, aber Finger weg von dieser DVD!, 23. August 2007
Filmemacher, die sich dem etwas entlegenen Thema Tibet nähern UND ein größeres Publikum erreichen wollen müssen sich für einen Spagat zwischen eher kommerziellem Kino und einer realitätsnahen aber dafür vielleicht weniger attraktiven Darstellung entscheiden - dies gelingt mal mehr, mal weniger.
Martin Scorsese, eigentlich als Meister des Genrekinos mit Schwerpunkt Mafia bekannt, bewegt sich hier auf ungewohntem Terrain. Dennoch kann er das Duell der fast zeitgleich erschienenen Tibet-Großproduktionen "Kundun" und "Sieben Jahre in Tibet" (von Jean-Jacques Annaud) insgesamt für sich entscheiden. "Kundun" überzeugt vor allem durch die fast ausschließlich tibetischen Darsteller, den ernsthafteren Duktus und die alles überragende Minimalmusik von Philip Glass, der dem Film (anders als John Williams in "Sieben Jahre in Tibet") eine geradezu spirituelle Note zu verleihen vermag.
Der weniger erfreuliche Teil dieser Rezension befasst sich mit der DVD selbst, die absolut unzulänglich ist: zum wiederholten Mal wird hier ein Film im falschen Bildformat präsentiert - im Kino auf der grossen Leinwand in 2,35:1 und auf dieser DVD in 1,77:1 - das bedeutet einen Verlust von rund einem Viertel (!) der gesamten Bildinformation.
Manch einer mag nun sagen, dass sei ihm egal - aber ich werde nicht müde es zu predigen: Ihr kauft doch auch kein Buch, bei dem auf jeder Seite ein Viertel des Textes fehlt, also: Finger weg von dieser DVD!
Buddhaseidank hat Kinowelt für den 12.10.2007 eine Neuauflage im Rahmen der Reihe ARTHAUS Collection angekündigt, bei der dem Film endlich ein Transfer in 2,35:1 anamorph gewährt wird - der Dalai Lama hat also doch meine Gebete erhört!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine ungwöhnliche Einsicht, 25. Februar 2001
Es ist für Menschen, welche in der westlichen Tradition geboren wurden sicher nicht leicht zu verstehen, was der Dalai Lama für die Tibeter und viele andere Buddhisten bedeutet. Martin Scorsese aber ist es gelungen, mit einer für einen Hollywood-Regisseur vielleicht ungewöhnlichen Einsicht einen Film zu schaffen, der sich dieser ungemein wichtigen Kultur nähert. Daß er einer der wenigen Meister seines Faches ist hilft ihm, mit Bildern, Tönen, Musik, Schauspielern und Geschichte so zu jonglieren, daß man gebannt auf dieses Kunstwerk von einem Film schaut und mit dem Gefühl von Ehrfurcht für diese Menschen, ihr Schicksal und ihren spirituellen Führer zurückbleibt. Der Film kratzt natürlich nur an der Oberfläche, aber er kann auch dazu reizen, sich mit den gezeigten Ideen und dem barbarischen Versuch der Chinesen, diese zu zerstören, auseinander zu setzen. Filmisch ein eher ungewöhnliches Meisterwerk und ideell ein erstaunlicher Beitrag zur Menschlichkeit. Was will man mehr.
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