Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Hier landen Außerirdische ausnahmsweise mal nicht auf der Erde, sondern senden eine Botschaft, 23. April 2007
Der Astrophysiker Carl Sagan lieferte mit seinem Roman "Contact" die Vorlage. Der Film gibt im Wesentlichen Carl Sagans polarisierende Wertvorstellungen wieder. Auf der einen Seite stehen Vertreter der Kirchen mit der Bibel als Wort Gottes, auf der anderen Seite Wissenschaftler mit ihren Radioteleskopen und einer Botschaft der Außerirdischen. Was der Film tut, ist klar, der Glaube an Gott wird spektakulär ersetzt durch den Glauben an (unglaublich mächtige und tief philosophisch weise, körperlose) Außerirdische, die irgendwann die Menschheit in ihren Club der Besserwisser aufnehmen werden. Im Film enthält ihre Botschaft die Bauanleitung für eine Maschine, die einen einzelnen Menschen zu ihnen bringen kann. (In "2001 - Odyssee im Weltraum" gibt es den Monolithen.) Die interessante Frage, die der Film stellt, ist, wie würden Menschen auf der Erde reagieren, wenn man wirklich eines Tages eine Botschaft aus dem Weltraum erhalten würde? Ein Signal, eine Videoübertragung aus Lichtjahren Entfernung? Wer würde den Kontakt herstellen und die Menschheit repräsentieren? Ein Kontakt wie im Film würde es in der Realität allerdings nicht sein. Denn die Entfernungen zwischen Sternensystemen, dem unseren, und dem einer anderen Zivilisation sind für Raumschiffe unüberbrückbar. Nur Licht, Radiowellen, usw. sind schnell genug auf diese Entfernungen hin, und dennoch würde ein "Sprechverkehr" Jahrzehnte dauern.
Jedenfalls gibt es nicht viele Filme, die sich mehr mit den gesellschaftlichen Auswirkungen der Existenz von (weit entfernten) Außerirdischen befassen und nicht einfach bloß ein Actionspektakel inszenieren. Auf der anderen Seite: Filme, wie "Species", wo Außerirdische ebenfalls nicht auf der Erde landen, auch eine Botschaft senden, allerdings mit ihrem eigenen, nicht ganz ungefährlichen genetischen Code, sind nicht weniger realistisch. "Contacts" Handlung beschäftigt sich auch sehr stark mit der Entschlüsselung des Signals, der Bauanleitung, den politischen und technischen Schwierigkeiten, letztlich auch mit der interstellaren Reise (Jodie Fosters als Astronautin) selbst, so dass der Film auch wirklich als Science Fiction mit den Wissenschaftlern im Vordergrund durchgeht.
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Zur DVD: Dies eine Special Edition zu nennen, ist etwas übertrieben: Aber immerhin, es gibt neben dem Kinotrailer und etlichen Texttafeln auch drei deutsch untertitelte Audiokommentare (Hauptdarstellerin Jodie Foster, Regisseur Zemeckis mit einem Gesprächspartner, Visuelle Effekte-Spezialist Ken Ralston mit einem Gesprächspartner), die sich teilweise aber auch mit sehr nebensächlichen Dingen beschäftigen. Jodie Fosters Einzel-Kommentar ist besonders einschläfernd, etwa über das Wetter an Drehtagen, die anderen sind etwas besser, können sich aber kaum von den Dreharbeiten lösen. Zu den Inhalten des Films wird kaum Stellung bezogen, und man erfährt kaum mehr, als das, was man ohnehin selbst auf dem Bildschirm beim Ansehen des Films sehen kann. Fazit: Das Beste an der DVD ist immer noch der Film selbst.
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36 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Tiefer Einblick in menschliche Grundbedürfnisse, 9. November 2005
Es ist wichtig zu wissen, dass es sich hier nicht um einen Film im herkömmlichen SF-Stil handelt. Ich verstehe alle, die deshalb von diesem Film enttäuscht sind, sollten aber dennoch erkennen, wie in diesem Film eine grundlegende Botschaft vermittelt wird. Und darum handelt es sich hier auch: eine Botschaft!Ich möchte jetzt gar nicht gross auf den Inhalt des Films, die Qualität und Ausführung der DVD und so weiter zu sprechen kommen, denn darüber wurde bereits genügend und ausführlich berichtet. Aber vielleicht geht es vielen anderen gleich wie mir, die sich CONTACT gerne ansehen oder sogar zu ihren Lieblingsfilmen zählen und dennoch nicht alles verstanden haben. Ich denke mir, die grundlegende Botschaft lautet, dass wir nicht alleine sind und endlich lernen sollten, sich als Mensch nicht immer so wichtig zu nehmen. Denn schlussendlich befinden wir uns irgendwo in der Unendlichkeit des Universums. Abgesehen davon, soll der Film uns nebenbei ein Verhältnis zur Grösse vermitteln, in welchem wir uns befinden und somit etwas Bescheidenheit. Und genau darum ging es wohl dem Autor des Buches - Carl Sagan - welches als Grundlage für den Film dient. Da ich immer wieder Mühe hatte, die Kernaussage der Szene zu verstehen, als sich Ellie Arroway an diesem Strand befindet und ihrem Vater begegnet, nahm ich mir vor, das Buch zu lesen. Es unterscheidet sich in vielen Punkten zum Film und es ist selbsterklärend, dass es nicht 1:1 verfilmt werden konnte. Dennoch wird einem so vieles klar, was der Film nicht vermitteln konnte. Im Buch ist die Geschichte in den 60ern angesiedelt und weitet sich dann bis ins Jahr 1999 aus. Der Autor geht sogar soweit, dass er erläutert, wie bis zu diesem Datum die "Weltformel" herausgefunden wurde, welche unsere beiden grossen Theorien der Relativität und der Quantenmechanik vereint. Es fühlt sich positiv an zu lesen, wie durch die "Botschaft" der Ausserirdischen viele Probleme auf der Erde verschwinden und die Menschheit sich je längers den mehr als ein Volk versteht, unabhängig von Landesgrenzen und sonstigen Vorurteilen - etwas, das meiner Ansicht nach im Film zu kurz kommt. Ebenfalls starten insgesamt 5 Personen in dieser Kugel zu den Ausserirdischen und nicht nur wie im Film Ellie alleine, wovon jede einzelne dieser Personen unterschiedliche Erfahrungen macht. Und ganz entscheidend ist die Darstellung der Ausserirdischen, weshalb wohl viele SF-Fans von diesem Film enttäuscht sind (und wohl auch wegen der tiefgreifenden "Botschaft", resp. Philosopie): Die Ausserirdischen nehmen die Form von Ellies Vater an, um sich ihr vertrauter zu machen. Es geht darum, dass sie von den Menschen soviel lernen können und fortgeschrittene Technologie nicht alles ist und ihnen mitteilen möchten, dass unzählige Zivilisationen existieren. Sie sind besorgt um die Menschheit und erklären Ellie, wie das Universum funktioniert, was das Prinzip davon ist. Ich möchte nicht zuviel verraten, denn jedem, der etwas an diesem Film liegt und ihn auch grundlegend verstehen möchte, empfehle ich das Buch. Es ist derart ergreifend, dass man einfach mit Ellie mitfühlt und einem Antworten gibt, wo man in vielen anderen Lebenslagen anwenden kann. Es bringt einem zum nachdenken über die grundlegenden Prinzipien des Lebens und vermittelt einem, wie alles voneinander abhängig ist. Nichts für solche, die nach Star Wars und Star Trek suchen, nach der Matrix oder sonst dergleichen. Denn dieser Film, resp. Buch hat eine ganz andere Kernaussage, die für Menschen, welche offen dafür sind und das Leben nicht oberflächlich betrachten und nach "mehr" suchen, Antworten liefern kann. Ich denke, der Autor, welcher ein bekannter Astronom war und kurz vor der Veröffentlichung des Filmes starb, an dem er selbst noch mitwirkte, hat hier ein ganz besonderes Werk verfasst!
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bewegendes Dokument von der Kraft der Begeisterung, 8. August 2005
Contact ist ein Film, der die Geschichte einer jungen Forscherin (Jodie Foster) erzaehlt, die durch ihre eigene Biographie beeinflusst ein SETI-Projekt gruendet und schliesslich sogar Kontakt zu einer anderen Zivilisatzion aufnehmen wird. Wie diese Zivilisation schliesslich mit ihr kommuniziert und wie es ihr Leben veraendert, davon erzaehlt der Film.Ich persoenlich finde, dass der Film ganz hart an der Grenze zwischen "gutem Film" und "zu amerikanischem Hollywood-Schinken" verlaeuft. Typisch amerikanisch und stereotyp am Film sind beispielsweise Fosters emotionale Rede vor dem Geldgeber-Gremium, oder zum Beispiel auch die Szene, in der sie mit den Ausserirdischen spricht, oder schliesslich ihre Rede vor der Untersuchungskommission nach ihrer Rueckkehr. Sehr gut gelungen, unabhaengig davon aber, ist die Darstellung der Emotionen der jungen Wissenschaftlerin. Gequaelt vom fruehen Tod des verehrten Vaters ringt sie mit sich, fuehlt sich gezwungen zum Alleingang, verfolgt fanatisch ihre Forschung. Jodie Foster spielt wirklich ausgezeichnet. Und auch die Rahmengeschichte mit der Frage nach dem Glauben ist letztlich gelungen. Eine bewegende Geschichte um den Drang nach Wissen, um die Frage nach dem Glauben, um die Art und Weise, wie wir mit weiterentwickelten Wesen vielleicht wirklich kommunizieren werden,... Wenn man die Amerikanismen verzeiht und sich einfach einen Abend lang mal ganz auf die Welt und die Emotionen einlaesst, dann finde ich den Film wunderschoen und ein sehr bewegendes Dokument von der Kraft, die aus Begeisterung und aus dem Verfolgen einer Lebensaufgabe erwaechst. Trotz meiner vorsichtigen Kritik moechte ich sagen: Sehenswert - 5 Sterne.
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