INTRO
Auf dem Podest wird's nun langsam etwas eng: nach dem Göteborger Hardcore Superstar kommt nun auch die Frontfrau einer dem nordwestspanischen Galicien entspringenden Punkrockkapelle daher, nennt sich frech Silvia Superstar und macht auf ganz große Nummer. Vielleicht können die betroffenen Größen das Wettbewerbsverhalten einmal untereinander klären, zumal sie auch musikalisch in ähnlichen Gefilden gründeln. Der mörderische Puppenvierer aus der hübschen Hafenstadt Vigo begibt sich bereits seit 1994 auf die Suche nach Eingängigkeit und Hooklines auf der Grundlage gut abgehangenen Punkrock'n'rolls, ein Treiben, welches sich dem Vernehmen nach durchaus gelohnt hat, konnte doch neben guten Plattenverkäufen auf dem iberischen Markt ein Song als Untermalung für die Radio- und TV-Spots eines Erfrischungsgetränkeherstellers, Marke süßklebrig, an den Mann gebracht werden - sowie ein eigener Film abgedreht werden. Auch auf dem neuen Album im Zeichen des schlechten Geschmacks wird der Beweis eines Händchens für Melodien angetreten, so kommt beispielsweise die zwischenzeitlich auch im Musikfernsehen abgedudelte Single "Mars" recht anmutig daher. Der Rest ist nicht durchgängig von dieser, jedoch stets von einer angenehm hemdsärmeligen Qualität. Silvia Superstar herself schließlich agiert stimmlich zwischen Gwen Stefani, Debbie Harry und ureigenster Piepsigkeit. Sie präsentiert ansonsten auch im spanischen Jugendfernsehen - wenn das die reyes catholicos wüßten - und in Jeanswerbungen mit Freude genau diejenigen weiblichen Attribute, für die sich Aktricen wie Sonja Kirchberger "darstellerische Reife" nachsagen lassen. Dies dürfte den Ruhm der Killer Barbies indes nicht sonderlich schmälern. Esperanzas cumplidas, ciertamente.
Folke Schneider / Intro - Musik & so
mehr unter www.intro.de
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Auf dem Podest wird's nun langsam etwas eng: nach dem Göteborger Hardcore Superstar kommt nun auch die Frontfrau einer dem nordwestspanischen Galicien entspringenden Punkrockkapelle daher, nennt sich frech Silvia Superstar und macht auf ganz große Nummer. Vielleicht können die betroffenen Größen das Wettbewerbsverhalten einmal untereinander klären, zumal sie auch musikalisch in ähnlichen Gefilden gründeln. Der mörderische Puppenvierer aus der hübschen Hafenstadt Vigo begibt sich bereits seit 1994 auf die Suche nach Eingängigkeit und Hooklines auf der Grundlage gut abgehangenen Punkrock'n'rolls, ein Treiben, welches sich dem Vernehmen nach durchaus gelohnt hat, konnte doch neben guten Plattenverkäufen auf dem iberischen Markt ein Song als Untermalung für die Radio- und TV-Spots eines Erfrischungsgetränkeherstellers, Marke süßklebrig, an den Mann gebracht werden - sowie ein eigener Film abgedreht werden. Auch auf dem neuen Album im Zeichen des schlechten Geschmacks wird der Beweis eines Händchens für Melodien angetreten, so kommt beispielsweise die zwischenzeitlich auch im Musikfernsehen abgedudelte Single "Mars" recht anmutig daher. Der Rest ist nicht durchgängig von dieser, jedoch stets von einer angenehm hemdsärmeligen Qualität. Silvia Superstar herself schließlich agiert stimmlich zwischen Gwen Stefani, Debbie Harry und ureigenster Piepsigkeit. Sie präsentiert ansonsten auch im spanischen Jugendfernsehen - wenn das die reyes catholicos wüßten - und in Jeanswerbungen mit Freude genau diejenigen weiblichen Attribute, für die sich Aktricen wie Sonja Kirchberger "darstellerische Reife" nachsagen lassen. Dies dürfte den Ruhm der Killer Barbies indes nicht sonderlich schmälern. Esperanzas cumplidas, ciertamente.
Folke Schneider / Intro - Musik & so
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