Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine märchenhafte Aufnahme, 16. März 2006
Als ich die Kritik dieser Aufnahme von christianowicz (09.03.06) las, bin ich aus dem Kopfschütteln nicht herausgekommen. Wenn nicht vom gleichen Schreiber eine durchaus positive Besprechung von Beethovens Violinkonzert mit Mutter/Karajan vorläge, müßte man denken, es mit einem unversöhnlichen Karajan-Gegner zu tun zu haben. Da dies offenbar nicht der Fall ist, bin ich um so ratloser. Karajan als den "preußischsten aller Dirigenten" zu bezeichnen und dann noch die Berliner Philharmoniker mit einer Bierzeltkapelle zu vergleichen, das läßt eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dieser Kritik nicht zu.
Nun zu Karajans Scheherazade von 1966: Vollkommener gespielt habe ich das vielgeschundene Stück nie gehört. Der Dirigent hat bekanntlich lange gezögert, die Aufnahme zu machen, weil er der Auffassung war, das genügend angemessene Versionen vorlägen. Besonders dachte er da an Beechams zu Recht berühmte Einspielung. Aber ich kann nicht froh genug sein, daß er sich schließlich des Werkes angenommen hat. Für mich ist es eine beglückende Aufnahme, darstellerisch und musikalisch auf dem Gipfel der Vollendung. Wenn je die Berliner Philharmoniker den Beweis antreten wollten, eines der besten Orchester der Welt zu sein, so ist das hier ohne Abstriche gelungen.
Tschaikowskys Capriccio italien ist eine wunderschöne Beigabe. Wer sich bei leichter Klassik entspannen möchte, der greife zu dieser herrlichen CD, die auch mit einem ganz ausgezeichneten Textbuch ausgestattet ist.
Nachtrag: "christianowicz" hat seine Besprechung vom 09.03.06 inzwischen teilweise korrigiert, so daß jetzt nicht mehr vom preußischsten aller Dirigenten und auch nicht mehr von Bierzeltkapellen die Rede ist. Die nun überarbeitete Fassung ist erheblich milder ausgefallen und trägt der Aufnahme weit eher Rechnung, wenngleich ich ihr insgesamt nur wenig zustimmen kann.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Grandioses Spektakel mit musikalischen Schwächen, 9. März 2006
An Herbert von Karajan scheiden sich die Geister. Während die einen ihm als ewigem Gott der Klassik-Szene huldigen, schauen andere verächtlich auf seine angeblich aufgebauschten, verfehlten und schwülstigen Interpretationen herab. Zu entscheiden, welche Seite recht hat, ist schwer, denn sein Dirigat weist beides auf, sowohl Genialität als auch Selbstherrlichkeit. Auch diese Aufnahme von Rimsky-Korssakows "Scheherazade" enthält eine gewisse Zwiespältigkeit. Zum einen bestechen die Klangfülle und -schönheit des Orchesters, die technische Brillanz der Musiker, die ihre Parts scheinbar mühelos meistern, und das Moment des Grandiosen, das Karajan seiner Interpretation verleiht, andererseits gerät die Komposition so zu einem einzigen Auftrumpfen des Orchesters, und die stillen Momente gehen ein wenig unter.Das von Karajan entfachte Spektakel klingt zeitweise wirklich unvergleichlich beeindruckend, so z. B. der Schiffbruch von Sindbads Schiff im letzten Satz, der schon fast an Wagner erinnert. Die große sinfonische Geste, die hier beschworen wird, lässt niemanden kalt. Ganz anders dann aber wieder der dritte Satz "Der junge Prinz und die junge Prinzessin": Hier wünscht man sich mehr Eleganz, Charme und Leichtigkeit und keinen ausladenden Schwulst. Sicher, die Wirkung der Musik wird damit nicht zerstört, aber doch beeinträchtigt. Das in meinen Augen bezwingendstes Beispiel für den Stil dieser Aufnahme ist allerdings die Coda des ersten Satzes "Das Meer und Sindbads Schiff". Hier steht das Thema im Posaunenfortissimo, sollte also unüberhörbar sein und das ganze Orchester übertönen, doch in dieser Aufnahme wird es noch von den Trompetenfanfaren überdeckt! So etwas ist der pure Bombast, denn Karajan vertraut offenbar nicht der Eigenwirkung der Komposition, sondern betont den Effekt. Dieser Hauch von Arroganz, der immer wieder auftaucht, ist leider auch im Spiel der Solo-Violine festzustellen, die sich zeitweise inszeniert, als ob sie das Mendelssohn-Konzert spielen würde. Zwar sind dies nur einzelne und sicherlich auch sehr subjektive Eindrücke angesichts der im großen und ganzen exzellenten Einspielung, aber im Vergleich zu z. B. Valery Gergiev mit den Wiener Philharmonikern fallen sie mir wirklich unangenehm auf und scheinen mir charakteristisch für Karajans Verhältnis zum Werk. Die beiden Tschaikowsky-Stücke "Capriccio italien" und "Ouvertüre 1812" werden ähnlich behandelt, was vor allem dem Schlachtenepos 1812 ganz und gar nicht bekommt. Hier dominiert nur noch der reine Effekt, die lyrischen Seiten - die z. B. Leopold Stokowski unnachahmlich auskostete - kommen gar nicht zur Geltung. So werden sich denn wohl auch an dieser Karajan-CD wieder einmal die Geister scheiden. Die einen werden den berauschenden Klang seiner Interpretation rühmen und die anderen ihm mangelnde Demut vor der Musik vorwerfen - vertreten kann man beide Seiten.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wunderschön, 1. März 2008
Gerade das 2. Lied "Lento - Andantino - Allegro molto - Vivace scherzando - Moderato assai - Allegro molto ed anima" hat es mir angetan. Die schaurig schöne Violine (?) am Anfang in Begleitung mit der Harfe - einfach nur klasse!
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