Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Atmet Gefühl und Bedeutung, 23. Juli 2007
Great Violinists: Bronislaw Huberman (1882 1947) spielt Violinkonzerte von Beethoven und Tschaikowsky.
1. Beethoven, Violinkonzert D-Dur, Op. 61. Wiener Philharmoniker, Ltg. George Szell. Aufnahme: 18.-20. Juni 1934 in Wien. Auf Schellack erschienen bei Columbia LX 509/513. Digital überspielt und bearbeitet von David Lennick und Graham Newton.
2. Tschaikowsky, Violinkonzert D-dur, Op. 35. Staatskapelle Berlin, Ltg. William Steinberg. Aufnahme: 28. und 30. Dezember 1928 in Berlin. Auf Schellack erschienen bei Columbia L 2335-8. Digital überspielt und bearbeitet von Mark Obert Thorn.
1999 als CD erschienen als Naxos Historical 8.110903. Gesamtspielzeit: 67'02".
Bronislaw Huberman konnte diese Konzerte noch aufnehmen, ehe der Nazi-Terror seiner europäischen Karriere ein Ende machte. Das Beethoven-Konzert aus dem Jahre 1934, engespielt mit den Wiener Philharmonikern unter George Szell, ist sehr gut gemacht, obwohl ich persönlich weiterhin den Aufnahmen von Joseph Szigeti (1932) oder Fritz Kreisler (1926 unter Leo Blech) leichte Vorteile einräumen würde: Wo Huberman allerdings wirklich glänzt, ist im Larghetto, das bei ihm keineswegs nur Übergangscharakter hat, sondern in jeder Note Gefühl und Bedeutung atmet. Bei Tschaikowsky liegen die Dinge ein wenig anders, obwohl auch hier der langsame Mittelsatz eine Tiefe aufweist, die ich bei keiner anderen Aufnahme des Stückes so wahrgenommen habe. Aber auch die Außensätze vermögen hier wirklich zu packen, und obwohl sie um einiges kürzer geraten als z. B. bei Nathan Milstein unter Charles Munch (1952), vermisst man absolut nichts. Hubermans Spiel ist nicht nur technisch souverän, sondern zeugt von inniger Verbundenheit mit dieser Musik, die hier wirklich aus der Seele kommt. Zum Glück hat Naxos beim Tschaikowsky-Konzert seinen Audioexperten Mark Obert-Thorn seine üblichen Wunder vollbringen lassen, so dass der Klang, wiewohl eindeutig noch "historisch" (Rauschen inklusive), wesentlich besser ist als man von einer so frühen Aufnahme eigentlich hoffen dürfte: Vorausgesetzt, man hört nicht zu laut, kann man sogar über Kopfhörer zuhören, ohne unter den Nebengeräuschen zu leiden. Empfehlung an Liebhaber historischer Aufnahmen und an Violinen-Spezialisten insbesondere!
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unfaßbar, 3. Dezember 2004
Von Ein Kunde
Durch die 10 CDs unfassende Klassik-Auswahl von Dietrich Schwanitz bin ich peinlicherweise auf diese Aufnahmen zweier meiner absoluten Lieblingskonzerte gestoßen. Das Ergebnis ist ungeheuerlich: trotz gewissen Rauschens aufgrund der alten Aufnahme gibt es m.E. keine bessere Einspielung von Beethovens Violinkonzert, kein Solist spielt so beeindruckend wie Bronislaw Huberman. Man spürt in jeder Sekunde, daß dieser Solist ohne jeglichen Kitsch seine Seele zum Klingen bringt. Und so ist das Hören dieser CD ein schlicht unvergeßliches Erlebnis.
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