Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gelungene Interpretation dieser genialen Sinfonie, 30. Juli 2000
Von Ein Kunde
Ich habe mir diese CD hauptsaechlich deshalb besorgt, weil ich eine gut klingende Stereoaufnahme dieser Sinfonie haben wollte. Und in der Tat gibt es an der Aufnahmequalitaet hier nichts auszusetzen; es ist uebrigens eine Live-Version, aufgenommen 1998.Im direkten Vergleich mit einer frueheren Jochum-Aufnahme geht Wand gelassener an die Sache heran. Jochum dirigiert etwas dynamischer und schneller, jedoch klingt diese Aufnahme breiter und auch etwas detaillierter, die ineinandergreifenden Texturen der Musik, die Vielschichtigkeit des Werkes werden sehr transparent und gefuehlvoll dargestellt. Zum Werk an sich sei nur soviel angemerkt: Ich bekomme jedesmal aufs neue Gaensehaut, besonders beim grandiosen Ende des 1. Satzes und natuerlich auch im finalen Adagio. Ein Meisterwerk.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Maßstabsetzende Aufnahme - bis heute unerreicht, 17. Mai 2007
Günter Wand und die Berliner Philharmoniker hatten bei dieser Aufnahme von Bruckners Neunter wirklich eine Sternstunde - besser kann man es kaum mehr machen! Ich habe diese fantanstische Sinfonie noch nie in einer überzeugenderen Interpretation erklingen gehört - und ich habe bereits über 10 Versionen in meinem Plattenschrank. Weder Celibidache, Jochum, Giulini und erst recht nicht Karajan (mit dem gleichen Orchester) können an diese Gipfelleistung heranreichen. Man merkt bei jedem Takt, wie intensiv und akribisch die Vorbereitung in den Proben gewesen sein muß - viele selten gehörte Details werden wunderbar herausgearbeitet, wobei der gleichmäßige Fluß der Musik niemals aus den Augen verloren wird. Es ist wahr, dass Wand sich nicht einseitig auf die "schönen" Stellen und die wuchtigen Ausbrüche konzentriert, doch er vernachlässigt in keiner Sekunde die Kantigkeit und Schroffheit von Bruckners "Schwanengesang" - ganz im Gegenteil. Ich habe selten eine Einspielung der Neunten gehört, die mich vom Anfang bis zum Ende mehr berührt hätte (phänomenal ist die Coda im berühmten Schluß-Adagio!). Wand und die Berliner geleiten den Hörer sicher durch die zerklüftete Architektur und gewähren ihm tiefe Einblicke in das Seelenleben ihres Schöpfers. Die Klangqualität ist - entgegen der zahlreichen Unkenrufe - durchweg sehr gut und Wands Orchesterbalance herausragend. Tatsächlich dröhnen die Trompeten in der triumphalen Coda des ersten Satzes nicht so penetrant wie bei Karajan oder Celibidache, aber wer Bruckners Musik wirklich kennt und zu schätzen weiß, ist solchen vordergründigen Show-Effekten kaum interessiert.
Anfänger wie Fortgeschrittene werden an dieser Aufnahme mit Sicherheit ihre Freude haben - auch wer schon etliche Versionen kennt, kommt um diese Einspielung nicht herum und wird mit Sicherheit nicht enttäuscht sein!
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Altersweisheit bekommt Bruckner, 17. August 2001
Ueber die Qualitaeten Wands als Bruckner-Interpret muss nun wirklich nichts mehr gesagt werden. Lange Zeit war ich von seinen - bis dato letzten - Aufnahmen mit dem NDR sehr angetan. Das aenderte sich schlagartig, als ich ihn 1998 live mit den Muenchner Philharmonikern und eben dieser 9. erleben konnte. Es war eines der ergreifendsten, eindringlichsten Konzerterlebnisse meines Lebens!!! Seit diesem Tag hatte ich voller Vorfreude dem Erscheinen dieser Aufnahme entgegengefiebert. Mein Glueck war vollkommen, als ich feststellte, dass Wand mit den Berlinern sogar noch ausbalaciertere, nuanciertere Klangkathedralen zu erschaffen versteht. Nie ganz so esoterisch und jenseitig wie bei Celibidache bringt Wand doch alle Tiefe, Sehnsucht und Suche, die in dieser Musik liegt, zum Strahlen!!! Dass er die Musik mehr fuer sich selbst sprechen laesst als ihr, wie Celi, eine eigene Sicht aufzuzwingen, laesst ihre Groesse geradezu en passant vor dem Ohr des Hoerers entstehen. Aufwuehlend, tiefgruendig und doch strahlend - bleibt nur zu hoffen, dass Wand trotz seiner gesundheitlichen Probleme noch die Muse findet, den Zyklus zu vervollstaendigen.
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