Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein hervorragender Tenor, 2. Januar 2002
Léopold Simoneau ist einer meiner Lieblingssaänger. Seine Stimme ist wunderschön, zu einem verinnerlichtem Piano fähig, ein herausragender Mozart-Tenor. Diese Zusammenstellung würdigt ihn gemeinsam mit seiner Frau Pierette Alaire, die eine zierliche Stimme besitzt, diese aber mit Stil einzusetzten wußte. Das Meiste ist ganz vorzüglich gelungen. Schade, dass Simoneau heute vielen unbekannt ist.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nobler Gesang, 3. Februar 2007
"... ein derartig nobles Singen ist von einem Tenor derzeit weltweit nicht zu hören" (J.M. Fischer "Große Stimmen", 1993). Das ist leider nur allzu wahr, seit auch Alfredo Kraus, Nicolai Gedda, Ernst Haefliger und Carlo Bergonzi verstummt sind. Ebenso Ferrucio Tagliavini und Peter Schreier, die - mit leichten Einschränkungen - auch in diese Klasse einzureihen sind.
Léopold Simoneau (1916-2006) war, wie seine Gesangspartnerin und Ehefrau Pierette Alarie, in Französisch-Kanada geboren und aufgewachsen. Er war ohne Zweifel einer der nobelsten, kultiviertesten und stilreinsten Tenöre seiner Generation. Kein Vergleich zu Stimmprotzen und Kraftmeiern wie Mario del Monaco, Franco Corelli oder Franco Bonisolli, von Gianni Poggi gar nicht zu reden. Auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn und seiner sängerischen Kunst ist der Künstler auch zu etlichen Gesamtaufnahmen herangezogen werden, die alle noch heute zu den "Klassikplatten par excellence" zu rechnen sind und ihren Wert über die Zeiten behalten werden. Ich nenne stellvertretend Mozarts "Cosi fan tutte" (Karajan, 1954), "Die Zauberflöte" (Böhm, 1955), "Die Entführung aus der Serail" (Beecham, 1956), Glucks "Orphée et Euridice" (Rosbaud, 1956) und "Die Perlenfischer" von Bizet (Fournet, 1956). Auch die Einspielung von Händels "Messias" mit Hermann Scherchen (Westminster) ist dazuzuzählen, leider ist sie z.Zt. nicht im Handel.
Die auf der vorliegenden CD versammelten Arien und Duette sind allesamt wahre Kabinettstücke und zeigen die überragenden stimmlichen Qualitäten des Sängers, sein berückendes Legato, seine beherrschte Stimmführung. Man höre nur Alfredos Arie aus dem 2. Akt von "La Traviata" (Verdi) oder "Rachel, quand du Seigneur" aus Méhuls "Jüdin". Auch die Auszüge aus "Manon" (Massenet) und "Mignon" (Thomas) sind überragend, und die Nadir-Arie aus Bizets "Perlenfischer" ist reine Verzauberung. Wunderbar sind auch die Duette mit Ehefrau Pierette Alarie, die ihre recht kleine, aber zauberhafte und helle Stimme überzeugend einzusetzen weiß. Die Stimmen der beiden verschmolzen auf eine geradezu ideale Weise. Es begleitet das Radio-Symphonie-Orchester Berlin gewohnt kompetent, unter den Dirigenten Lee Schaenen und Paul Strauss.
Die Aufnahmen entstanden in der Berliner Jesus-Christus-Kirche, 1957 und 1959. Die 1957er Produktionen wurden noch monaural eingespielt, während die von 1959 in Stereo erklingen. In allen Fällen hat die DGG für ein gutes Re-mastering gesorgt, so daß klanglich keine Beanstandungen zu machen sind. Das beiliegende dreisprachige Textheft ist gut und bringt in deutsch einen wertvollen Beitrag von Bernhard Uske. Leider fehlen die Texte der aufgenommenen Stücke.
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