Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mit Blowing In The Wind der erste Hit, 10. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Im Jahre 1962 schrieb Bob Dylan den Super-Hit Blowing In The Wind, der durch die Version von Peter, Paul & Mary bekannt wurde. Dies war die LP, die Dylan zum Star machte mit vielen Klassikern. Da findet sich die böse Absage an das Kriegstreiben mit Masters Of War - da spürt man bei Dylans Gesang seine Wut. Das schöne Liebeslied Girl From The North Country, eine schöne Erinnerung an seine erste Freundin Echo in Hibbing. Glanzstück ist jedoch A Hard Rain's A-Gonna Fall, das sich von Strophe zu Strophe steigert, es ist der erste Höhepunkt in Dylans Lyrik, eine apolytische Vision von erschreckender Eindringlichkeit, welche die sozialen Ungerechtigkeiten der US-Gesellschaft wie auch die internationale Politik zu einer Fülle von drohenden Bildern verdichtet. Die damalige Kuba-Krise war wohl Auslöser dieses Liedes. So langsam kristallisierte sich in seinen Songs heraus, daß er einmal einer der größten der Musikgeschichte werden würde. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Protestsongs - die Erste, 11. Januar 2003
Bedenkt man, dass Dylan eigentlich nur zwei Platten mit politischen "Protestsongs" aufgenommen hat (Freewheelin' 1963 und "The Times They Are A-Changin' 1964), verwundert es einen, dass das Image des linken Folk-Protestsängers ihm immer noch anhängt. Er hat selbst hat sich nie wirklich von der Politik vereinnahmen lassen und sich später auch öfters distanziert, wobei er soweit ging, zu behaupten, er hätte Protestsongs nur aus dem Bewegrund geschrieben, erfolgreich und berühmt zu werden. Mit Ausnahme eines Songes hört man auf dieser LP nur Bob, seine allgegenwärtige Mundharmonika und eine akustische Gitarre. Nur auf "Corrina, Corrina" wird er von einer Band begleitet. /es gibt zwei Outakes von Freewheelin', wo ebenfalls elektrische Instrumente und Schlagzeug zu hören sind, darunter Dylans erste Single, "Mixed Up Confusion"). Die Songs: "Blowin' In The Wind": Kennt jeder. Berühmt der Version von Peter, Paul and Mary "Girl From The North Country": Eine englische Ballade, von Dylan textlich etwas verändert, mit neuer Melodie. "Masters Of War": Ein zorniges Protestlied, zynisch und sarkastisch. Die Herren des Krieges, die Waffenproduzenten werden angeklagt und in der letzten Strophe wünscht ihnen der Sänger sogar den Tod. "Down The Highway": Hier zeigt Dylan seine Blueskenntnisse. Ein Abschiedslied. "Bob Dylan's Blues": Ein weiterer Blues, jedoch schnell und spritzig voller Witz. "A Hard Rain's A-Gonna Fall": Hier zeigt sich erstmals Dylans poetisches Genie, der Dichter beschreibt die Welt nach einer atomaren Apokalypse (Kuba Krise). Die Bilder sind surreal und beklemmend. Formal erinnert der Song an eine alte schottische Ballade ("Edward"). "Don't Think Twice it's alright": Ein sarkastisches Antiliebeslied mit kommerzieller Melodie. "Bob Dylan's Dream": Neben "Hard Rain" das Higlight der Platte. Ein besinnliches Lied über Freundschaft zu einer wunderschönen Melodie. "Oxford Town": Eine Satire über Rassismus an amerkianischen Unis. "Talking World War III Blues": Ein witziger Talking Blues, aber nicht Dylans bester. "Corrina, Corrina": Liebeslied mit zurckersüßen Melodie. Zieht nicht wirklich. "Hoeny, Just Allow Me One More Chance": Ein Füller.Unter den Outtakes finden sich viel bessere Songs (z.B.: Talking John Birch Paranoid Blues). "I Shall Be Free": Ein Scherz zum Schluss. Auf dieser, Dylans zweiter LP/CD finden sich die ersten "Klassiker", am bekanntesten "Blowin' in the wind" und "Don't think twice". Die poetische Begabung des Dichters macht sich bemerkbar. Ein Klassiker des "Folk-Protests", jedoch meilenweit entfernt von Dylans ganz großen Werken von 1965-66 und 1975-1976.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Folk-Rock gegen Ungerechtigkeit, 22. Dezember 2002
Dieses erste wirkliche Bob-Dylan-Album sollte dem damals jungen Songschreiber zu seinem kometenhaften Aufstieg und auch zu seinem Image als Sänger der Unterdrückten dieser Welt verhelfen. Zunächst einmal ist zu konstatieren, dass außer Dylan's Gitarre und seinem Gesang auf "The freewheelin'" nur noch die obligatorische Mundharmonika zu hören ist. Dylan befand sich 1963 also auf dem klassichen Folk-Singer-Pfad. Der Auftakt zu diesem Klassiker wird von dem unvermeidlichen "Blowing in the wind" gebildet. Ich möchte über dieses Lied kein Wort mehr verlieren, mit Ausnahme der Anmerkung, dass es beim besten Willen auf keinen Fall das Beste ist, was Dylan geschrieben hat. Richtig interessant wird es also ab Track 2, "Girl from the North Country", das nenne ich ein Liebeslied: Ehrliche Wertschätzung, keine abgedroschenen Floskeln, einfach schön. Textprobe: "Please see for me if her hair hangs long...if it rolls and it flows all down her brest..." Kontrastprogramm, denn: "Masters of war" folgt, eine düstere, anklagende Hymne an Kriegstreiber und Profiteure, an alle, vom Bomben abwerfen lassenden US-Präsidenten bis zum Rüstungslobbyisten, mit so viel ehrlichem Hass und so viel Gerechtigkeitswille gedichtet und vorgetragen, einfach göttlich. Man könnte so weiterschreiben, kann es aber auch sein lassen. Aus dieser dichten Masse der Weltklassesongs weitere Höhepunkte herauszufiltern, ist nicht wirklich einfach, aber ich nenne einfach mal das apokalyptische "A hard rain's a-gonna fall" und das ebenfalls düstere "Bob Dylan's dream". Aber der Sinn für Humor, der Dylan später noch mehr auszeichnen sollte als in dieser frühen Phase seiner Karriere, er sticht schon hier durch: "Talking World War III blues" - was sich nach einem weiteren düsteren J'accuse-Song anhört, entpuppt sich zwar als kritische, aber äußerst gewitzte Geschichte über einen Apokalypsen-Albtraum, der einfach so subtil und mit so vielen zusammenhanglos aneinandergereiten Assoziationen gespickt ist, dass man sowohl zum Nachdenken als auch zum Lachen angeregt wird. Alles in allem ist "The freewheelin'" ein politisch engagiertes, mit großartigen und emotionalen Songs gespicktes Album, das man besitzen und genießen sollte.
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