Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Geburt der Girl-Power, 14. Februar 2003
Ihr Debutalbum. Kurz vorher, 1978, hatte sie gemeinsam mit ihrer Mutter im Zuge der Ausbürgerung ihres Stiefvaters Wolf Biermann aus der DDR rübergemacht, nun etablierte sie sich als der erste Punk der Nation und sorgte im öffentlich-rechtlichen österreichischen Fernsehen für einen Eklat, als sie eine Spur zu direkt vorführte, wie frau sich selbst befriedigt. In der DDR bereits ausgesprochen populär mit Hits wie "Du hast den Farbfilm vergessen" zeigte sie auf ihrem Erstling, dass sie durchaus auch im Westen auf eigenen Beinen stehen kann und nicht nur irgendjemandes . Somit kann "Unbeschreiblich Weiblich" durchaus als Geburtsstunde der Grrl-Power-Bewegung bezeichnet werden. Dann ist da der "TV-Glotzer", Coverversion des als unkopierbar geltenden "White Punks On Dope" der Tubes, da ist natürlich "Auf'm Bahnhof Zoo (im Damenklo)", und das A-Capella-Liedchen "Fisch im Wasser", das nur aus einer einzigen Textzeile besteht: "Ich will ein Fisch im Wasser sein, im flaschengrünen tiefen See, ich will mit Wasser mich besaufen und paar Blasen blubbern lassen", die man übrigens auch rückwärts hören kann (wobei ich das Kauderwelsch lange Zeit für russisch gehalten habe, ja, damals befanden wir uns schließlich noch im Kalten Krieg).Die Intensität ihres Debutalbums hat Nina Hagen später nie wieder erreicht. Leider. Nach einem weiteren Album, das mehr auf Druck der Plattenfirma als auf Wunsch der Musiker entstanden ist und auf dem die Spannungen bereits spürbar waren, löste sich ihre Band auf. Danach lief Nina Hagen so ziemlich jedem abgefahrenen Trend hinterher, begann an die Existenz von UFOs zu glauben, gab sich irgendwelchen indischen Gottheiten hin, trat in noch mehr Talkshows auf und aus Geldmangel ihre ehemaligen Musikerkollegen. Schade, es hätte so schön werden können.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ungestümes, ungezügeltes Erstlingswerk - klasse!, 3. August 2002
Nina Hagen, unterstützt von ihrer Band, die sich später "Spliff" nannte, schuf mit dieser Platte einen Meilenstein urwüchsiger deutscher Rockgeschichte. Faszinierend ihre gesangliche Kreativität und Bandbreite. Die Texte, rotzfrech und provokant. Die Musik, treibend und rockig. Hier konnte man hören, wie gut Deutschrock sein kann, wenn man den Musikern Spielraum für ihre Kreativität läßt und nicht auf den Massengeschmack schielt. So aufrüttelnd gut waren sie nie wieder! Meistens liefern wirklich gute Bands nur wenige kreative Stücke ab - und oft sind die Erstlingswerke noch unverfälscht und kreativ. Dies hier ist so ein Beispiel. Höhepunkt ist für mich das Stück: Auf'm Friedhof. Einfach genial!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Musikgeschichte, 22. Juni 2002
Ein Hammer und BIG BAAAAAANG der Musikgeschichte. Nina Hagen mit Vocals bei Stimme, die bis zum hohen gestrichenen C geht (Naturträne), bissigen, feministischen Texten und einer Band, die das alles in musikalische Arrangements packt, die für deutsche Produktionen ihresgleichen suchen. Nina Hagen hat inzwischen eine umfangreiche Karriere hinter sich gebracht und ist weiterhin sehr experimentierfreudig.Diese CD/LP zählte und zählt dabei garantiert zu den Höhepunkten.
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