Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Danke dafür, 22. August 2006
Vielleicht erscheint es ein wenig langweilig, wenn nun die nächste Besprechung dieses Köln Konzertes in der amazon Bibliothek erscheint, die auch wieder nur sagen kann, dass es sich um ein großes Werk handelt. Aber so wie es erlaubt sein muss, selbst nach tausend negativen Kritiken über ein Werk sagen zu dürfen, dass einfach nur schlecht ist, muss es mir möglich sein, nach all der positiven Resonanz des Kölnkonzertes festzuhalten, welch ein wundervolles Konzert 1975 in Köln stattfand.
Ich möchte überhaupt niemanden vorlügen, dass ich damals gerne dabei gewesen wäre, da ich zu jener Zeit völlig andere Musik gehört habe, aber dennoch ist für mich heute der Gedanke, dass man hätte dabei gewesen sein können, sehr verlockend. Ob Keith Jarrett sich bewusst war, was er damals in dieser Stadt geschaffen hat? Wahrscheinlich weis er das heute selber nicht mehr wirklich.
Auch die Einschränkung, dass die zeitliche Dauer der einzelnen Nummern auf die damalige LP-Spielzeit angeglichen war ist für mich kein Indiz des Negativen. Selbstverständlich ist diese Konzertreihe auch eine freie Improvisation im klassischen Sinne, da Mr. Jarrett sich natürlich Gedanken über den Ablauf eines solchen Ereignisses machen musste.
Was am Ende übrig bleibt ist einfach nur die Tatsache wie viel gute Gefühle diese Album mir beim hören geschenkt hat. Ich bin sehr dankbar das es diese Konzert auf einer CD oder auf welchem Träger auch immer gibt, und ich es , wann immer ich will hören kann.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Klassiker unter den Jazz-Aufnahmen, 8. Dezember 2002
Diese CD zählt ja wahrlich zu den Klassikern unter den Soloklavier-Aufnahmen. Keith Jarrett hat ja immer wieder ähnliche Solo-Auftritte gewagt, (z.B. Paris Konzert), aber die impulsivste, ausdrucksstärkste und spontanste Musik ist ihm wohl in Köln mit dieser legendären Aufnahme gelungen. Unvorstellbar, dass ein Musiker auf die Bühne tritt nur mit einem Konzept im Kopf und dann ein ganzes Konzert lang so facettenreich, so spannend, sowohl groovig als auch innig improvisiert. Es ist ja zu dieser Aufnahme bei Schott auch eine Transcription erschienen, aber jeder/jede PianistIn, der/die versucht hat, das nachzuspielen, wird sofort bemerken, dass diese Intensität und diese Kraft, die von der Aufnahme ausgeht, nur im Moment entstehen konnte und nicht reproduzierbar ist. Also eine interessante Möglichkeit, nachzuvollziehen, was Keith Jarrett gespielt hat, aber nicht nachspielbar in seinem Sinne. Für mich war diese CD eine jener, die mich angeregt hat, neben meinem klassischen Klavierstudium mich eingehender mit Jazz und Improvisation auseinanderzusetzen.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
A Night at the Opera, 23. September 2002
Der 24. Januar 1975, ein Konzert in der Oper in Köln. Eine Sternstunde, zu der es fast nicht gekommen ist, wie bei Ian Carr nachzulesen ist: Keith Jarrett war am Tag zuvor noch in Lausanne und hatte die Nacht praktisch nicht geschlafen. Am Morgen fuhr er zusammen mit Manfred Eicher im Auto den langen Weg nach Köln ohne Pause. Im Hotel angekommen, hängten sie erschöpft in der Lobby herum und warteten auf die Konzertveranstalterin. Alles sei in Ordnung, meinte sie, nur das Piano. Kein Steinway war vorhanden, dafür gab es zwei Bösendorfer in der Stadt. Aber zuerst wurde der schlechte Bösendorfer angeschleppt, weshalb der andere herangeschafft werden musste. Danach versuchte Keith Jarrett ein Nickerchen zu machen, was misslang. Dann ging er mit Manfred Eicher in ein italienisches Restaurant, wobei alle anderen zuerst bedient wurden. Etwa 15 Minuten bevor er im Konzertsaal sein sollte, kam das Essen, das er runterschlingen musste. So ging Keith Jarrett auf die Bühne, immer im Gedanken nicht einzuschlafen, und spielte das Konzert, das in die Jazzgeschichte eingehen sollte. Die ersten zwei Sekunden sind für sich allein schon genial, aber durch diesen Anfang wird man richtig hineingezogen und folgt gebannt dem 1. Teil der Klavierimprovisationen von Keith Jarrett. Part IIa beginnt relativ lebhaft, wird zusehends bedrohlicher, bevor die Musik plötzlich bei 7:57 ins Nichts ausklingt, wie wenn sich jemand auf eine Klippe zubewegt und am Abgrund unvermittelt stoppt und inne hält. Bei Part IIb verfällt Keith Jarrett nach einem melodischen Effort bei 6:10 plötzlich in eine repetive Minimal Music-Phase à la Philip Glass, ausruhend, um danach den melodiösen Faden wieder aufzunehmen. Negativ kann man zu diesem Konzert einzig bemerken, dass es schon fast zu schön und zu perfekt ist.
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