Aus der Amazon.de-Redaktion
Tangerine Dreams
Exit wurde in einer Zeit des Säbelrasselns, des Kalten Kriegs, veröffentlicht und tritt den Beweis dafür an, daß auch elektronische Bands ein soziales Gewissen haben können. Der erste Titel, "Kiev Mission" (vom Label falsch geschrieben), beginnt mit einer Reihe von Explosionen, sirenenartigem Geheule, und einem vor einem spröden, hallenden Hintergrund geflüsterten Appell (auf russisch von einer jungen Frau gesprochen), der vor der Gefahr eines "begrenzten" Atomkriegs" -- einer zu dieser Zeit ernsthaften und vieldiskutierten Bedrohung -- warnt. Manche dieser atmosphärisch dichten Stücke des Albums klingen etwas statisch und überholt, wobei sich aber das X-Files-artige "Remote Viewing" ein Lob verdient.
Exit enthält außerdem zwei der faszinierendsten kurzen Kompositionen, die Tangerine Dream jemals veröffentlicht hat: das treibende "Choronzon" und das pulsierende, sich immer wieder neu entwickelnde "Network 23", ein schon damals wahrlich fesselndes Stück, das einige Jahrzehnte später immer noch gut rüberkommt.
--Terry Wood
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