Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
It's so f***ing funny, it's absurd..., 13. September 2002
Nachdem die Manics im Jahre 1995 (nach dem Verschwinden von Texter und Gitarrist Richey James Edwards) den Entschluss fassten, als Trio weiterzumachen, machten sie sich an die Arbeit zu diesem, ihrem vierten, Album und nannten es, fast als Antwort auf Richeys Verschwinden, "Everything Must Go" (zu deutsch: Alles muss einmal gehen). "Elvis Impersonator - Blackpool Pier": Ein Song über einen Elvis-Imitator, der einfach nicht in die Zeit passt; hier verwendet als Symbol für die Amerikanisierung Europas (insbesondere Großbritanniens). "A Design For Life": Die erste Single, die die Manics zu dritt veröffentlichten; schnell wurde dieses Lied zur Hymne, nie zuvor konnte man etwas so positives von der Band hören. "Kevin Carter": Über den Photographen Kevin Carter, der ein Photo eines sterbenden Kindes in Ruanda aufnahm, und dafür den Purlitzer Preis bekam; aufgrund des Drucks, der danach auf ihm lastete, nahm er sich das Leben. "Enola/Alone": Ein melancholischer Song, über Erinnerung, Verlust und das Anschauen alter Bilder, und den damit verbundenen Erinnerungen. "Everything Must Go": Ein Song, der (wie schon nach Lesen des Titels zu vermuten) das Verschwinden Richeys, und die Tragödie für die Fans und die Band selber, reflektiert. "Small Black Flowers That Grow In The Sky": Über die Behandlung von Tieren in europäischen Zoos. "The Girl Who Wanted To Be God": Vermutlich, aber nicht sicher, über die Schriftstellerin Sylvia Plath, die sich nach der Veröffentlichung ihres ersten Buches ("Die Glasglocke") das Leben nahm. "Removables": Eine Hommage an das Nirvana-Unplugged-Special, sowohl musikalisch, als auch lyrisch gesehen. "Australia": Bassist Nicky Wire hatte ursprünglich vor, nach dem Verschwinden Richeys nach Australien zu ziehen. "Interiors (Song For Willem De Kooning": Wie der Titel schon sagt, ein Song für den, alzheimerkranken, höllandischen Maler Willem De Kooning. "Further Away": Obwohl die Manics zu Beginn ihrer Karriere versprachen, nie ein Liebeslied zu schreiben, kommt dieses Lied der Definition "Liebeslied" schon äußerst nahe. "No Surface All Feeling": Vielleicht neben "A Design For Life" das Highlight des Albums; ein Song, der davon handelt nach vorne zu blicken, und nicht ständig mit der Vergangenheit zu ringen. Das ganze Album scheint natürlich im Schatten des "Rock's lost poet" (wie die Zeitschrift NME Richey James Edwards einmal nannte) zu stehen, ist jedoch mehr als das, was ihm von einigen alten Fans vorgeworfen wird, nämlich eine "Ausbeute aus dem Verschwinden Richeys". Das Album ist ein Neubeginn, ein deutlicher Stilbruch mit den drei vorhergehenden Album, doch auch das Album, das die Manics vielen Leuten, die sonst nie auf diese tolle Band aufmerksam geworden wären, näher gebracht hat. Grandios vom vorne bis hinten, von den Samples am Anfang von "Elvis Impersonator - Blackpool Pier" bis zu den letzten rauchenden Tönen der E-Gitarren bei "No Surface All Feeling". Ich hätte diesem Album lieber ein paar Sterne mehr gegeben...
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Jetzt zu dritt,vollig neuer Sound!, 24. Februar 2001
Ihre wilde Phase lassen MSP jetzt Vergangenheit sein,sie sehen richtig normal aus."Everything Must go" kann durchaus beim ersten Hören eine Enttäuschung sein,weil man irgendwie doch die harten Riffs à la Generation Terrorists vermisst.Aber nach dem 2.& 3. Hören erkennt man deutlich,dass hier Meilensteine an Songs vertreten sind.(A design For Life,Everything Must go,No surface all feeling). Dieses Album ist das gefühlvollste, Nicky Wires Lyrics waren nie persönlicher. Interessant : 5 Lyrics stammen noch von Richey (kaum überaschend das diese die düsteren sind).
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Meisterwerk, 21. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Die Manic Street Preachers aus Wales begannen ihre Karriere mit den Alben "Generation Terrorists", "Gold Against the Soul" und "The Holy Bible" recht vielversprechend; dann verschwand der Gitarrist und Songwriter Richey James und die Zukunft der Manics war ungewiß. Um so größer war dann das Interesse am neuen Album, "Everything Must Go", wenn auch das Interesse von Skepsis begleitet wurde. Und diese Skepsis sollte sich als völlig unbegründet erweisen, denn mit "Everything Must Go" ist den Manic Street Preachers ein wahres Meisterwerk gelungen. Alle zwölf Titel sind ein eigener kleiner Mikrokosmos, trotzdem ist eine gewisse Linie die ganze CD über zu erkennen. Das Album strotzt nur so vor Energie, die Trauer über das Verschwinden von Richey James wurde offensichtlich in Kreativität und Power umgemünzt. Und auch an den ruhigen Stellen beweisen die Manics, daß sie musikalisch einiges können. Anspieltips sind natürlich die erste Single "A Design For Life", das schwungvolle "Australia" und vor allem der Titeltrack "Everything Must Go", in dem die Manic Street Preachers die Existenz dieses Albums gegenüber Richey James rechtfertigen, und zwar mit den Worten "And I just hope that you can forgive us, but everything must go." Und das ist gut so.
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