Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Tolle Aufnahme, fragwürdige Nachbearbeitung, 13. April 2002
Was das Album angeht, kann ich nur sagen: Bob Dylan, wie man ihn liebt. So hätte das Album sicherlich fünf Sterne bekommen, wenn da nicht eine Kleinigkeit wäre, die ich höchst befremdlich finde: Die nachträgliche Manipulation der Nebengeräusche durch die Plattenfirma. Statt die Musik für sich wirken zu lassen und die tatsächliche Begeisterung beim Konzert wiederzugeben, hat es EMI für notwendig erachtet, zusätzlichen Applaus einzumischen. Besonders erschreckend wird das, wenn der Song "Knockin' on Heaven's Door" einen etwa drei Sekunden langen Loop auf dem rechten Kanal zugemischt bekommt, der durchgehend das gleiche Nebengeräusch enthält: Dauerapplaus und immer wieder abwechselnd ein schriller Pfiff und einige Fans, die "Yeah" brüllen, so konstant und gleichmäßig, dass jeder halbwegs vernünftige Zuhörer mitbekommen muss, dass hier manipuliert wurde. Interessant daran zudem: Der Vergleich mit der US-Ausgabe der CD, wo diese Manipulation nicht vorhanden ist und man die tatsächlichen Nebengeräusche hört - wesentlich weniger Dauerapplaus, keine Pfiffe und Brülle. Für wie dumm hält EMI eigentlich die deutschen Fans von Bob Dylan?
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
dylans beste band !, 7. Januar 2006
Das Ende 1994 aufgenommene UNPLUGGED Konzert von Bob Dylan beinhaltet die beste "Touring Band", die Dylan je hatte: John Jackson, Tony Garnier, Winston Watson und Bucky Baxter! Die Songauswahl bestreitet Dylan mit den Liedern, die bei seinen Auftritten in der Regel im Akustik-Teil gespielt werden. Das schönste Stück auf der CD ist (natürlich!) "Desolation Row", das zumindest auf offiziellen Aufnahmen nie schöner gespielt wurde. Was hier Ende 1994 musikalisch "versprochen" wurde, hat Dylan dann auf der kommenden Europatournee 1995 im Frühjahr eingelöst.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wunderschönes Live - Dokument, 29. September 2007
Die "Unplugged" - Serie, die MTV in den 90er Jahren im Programm hatte, war eine extrem gute Erfindung und ein Prüfstein für jeden Musiker, der dort auftrat. Hier zeigte sich, wessen Songs wirklich was taugten und wer auch jenseits von Showeffekten und Gitarrengewitter bestehen konnte.
Einige Stars gaben bei "Unplugged" eine recht jämmerliche Figur ab, die erfahrenen Haudegen vom Schlage eines Neil Young, Eric Clapton und eben Dylan stützten sich auf ihr großes Repertoire und lieferten solide bis ausgezeichnete Auftritte, die Jugendidole von Nirvana bewiesen den Zweiflern ihr musikalisches Genie und sorgten für den absoluten Höhepunkt der Serie.
Dylan verläßt sich hier fast völlig auf sein schier unerschöpfliches Songmaterial und spielt seine immense Erfahrung voll aus. Immerhin hat der Meister einen wesentlichen Teil seiner Karriere völlig allein und ohne elektische Hilfsmittel bestritten. Bei "Unplugged" gibt es jedoch keinen gemütlichen Folk - Abend für junggebliebene Alt - 68er. Dylan hat eine ausgezeichnete Band im Rücken und spielt sich durch ein großartiges Set seiner besten Songs, hat sein Material voll im Griff und variiert es einmal mehr in der ihm eigenen Weise. Auch greift er hier auf einige Songs zurück, die man auf seinen anderen Live - Aufnahmen selten bis gar nicht und kaum in dieser Qualität zu hören bekommt.
His Bobness wirkt auf dieser CD ungemein motiviert und inspiriert, spielt Klassiker wie "Tombstone Blues", "The Times They Are A - Changin'" oder "Desolation Row", als hätte er sie gerade erst geschrieben und bringt auch Rariäten wie "John Brown" zu Gehör. Größtenteils verläßt er sich auf die klassischen Songs aus den 60er Jahren, Ausnahmen sind der neue Song "Dignity", ein echtes Dylan Original, bei dem einmal mehr gerätselt werden darf, was der Meister meinen könnte, und die wunderschöne Ballade "Shooting Star". "Rainy Day Women" bekommt, mal wieder einen neuen Text, "All Along The Watchtower" einen neuen musikalischen Anstrich jenseits des bewährten Arrangements von Jimi Hendrix, das Meisterwerk "Like A Rolling Stone" erstrahlt in neuem Glanz und Dylan legt sich als Sänger ins Zeug, als gäbe es kein morgen. Zum Wiederentdecken gibt es noch "Love Minus Zero/No Limit", ebenfalls mit schönem neuen Arrangement ohne kitschige Streicher und die alte Protesthymne "With God On Our Side".
Einziger Wermutstropfen ist hier, daß man bei der Plattenfirma offenbar besonders intensive Atmosphäre erzeugen wollte, also zog man die Begeisterungsausbrüche des Publikums etwas in die Länge, bei "Knockin' On Heaven's Door" läuft, warum auch immer, eine ziemlich nervige Applaus - Dauerschleife unter dem Song weiter.
Das wäre zwar nicht nötig gewesen, stört aber nur wenig. Bob Dylan zeigt sich auf diesem Album wieder als Herr seiner selbst und seiner Songs. Es ist eines seiner besten Live - Dokumente und für jeden Fan und jeden, der es noch werden will, absolut empfehlenswert.
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