Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
intimes Dylan-Album, 23. August 2004
"Another side of" - eigentlich ein unpassender Titel für ein Bob Dylan-Album...das zeigt doch gleich an, dass man versucht hat, den Master-Songwriter in die Schublade des reinen Protest-Songs zu schrieben, obwohl er bereits vor diesem Album auch andere Arten von Songs komponiert und gesungen hat. Aber zu dem Album an sich: New York, Sommer 64, Bob Dylan kommt ins Studio und spielt - eine Nacht lang, ohne weitere Begleitmusiker, 11 neue Stücke ein und verabschiedet sich danach wieder - so schnell und einfach kann man der Nachwelt ein Meisterwerk hinterlassen. Akustikgitarre, Mundharmonika und Stimme harmonieren wie immer - so geht Folk-Musik. Natürlich stehen, neben den zum Teil genialen Melodien, die Texte im Vordergrund: und die sind stark gemacht. Ob heitere Wortspiellyrik ("All I really wanna do"), ob große Poesie im Stile des Protestsängers ("Chimes of freedom"), ob einfach geniale Verrücktheiten ("I shall be free No. 10"), ob Gedankenspiele über Liebe ("I don't believe you") oder auch die wilde Assoziationslyrik des 65/66er-Dylan ("Motorpsycho nightmare"), textlich wird stets höchstes Niveau geboten. Der musikalische Stil sowie die Instrumentierung bleibt konstant, nur beim "Black crow blues" erklingt statt einer Gitarre ein Klavier, eine sehr interessante Sound-Variation, die Dylan vielleicht öfter hätte anwenden können. "Another side of" ist trotz etwa drei ernsteren, melancholischen Liedern ein sehr heiteres Album. Vielleicht gehört es nicht zur absoluten Spitze des Dylanschen Gesamtwerkes, dafür kann man es sich jederzeit anhören, es ist zwar immer noch ziemlich anspruchsvolle Musik bzw. Lyrik, jedoch tut es als leichter verdauliche Kost zwischen hochtragenden Dylan-Alben wie "The times they are a-changing" oder "Blood on the tracks" ziemlich gut...und es ist natürlich besser als so gut wie alles andere, was es an Rock/Pop-Musik zu hören gibt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Intimes Dylan-Album, 3. Januar 2003
"Another side of" - eigentlich ein unpassender Titel für ein Bob Dylan-Album...das zeigt doch gleich an, dass man versucht hat, den Master-Songwriter in die Schublade des reinen Protest-Songs zu schrieben, obwohl er bereits vor diesem Album auch andere Arten von Songs komponiert und gesungen hat. Aber zu dem Album an sich: New York, Sommer 64, Bob Dylan kommt ins Studio und spielt - eine Nacht lang, ohne weitere Begleitmusiker, 11 neue Stücke ein und verabschiedet sich danach wieder - so schnell und einfach kann man der Nachwelt ein Meisterwerk hinterlassen. Akustikgitarre, Mundharmonika und Stimme harmonieren wie immer - so geht Folk-Musik. Natürlich stehen, neben den zum Teil genialen Melodien, die Texte im Vordergrund: und die sind stark gemacht. Ob heitere Wortspiellyrik ("All I really wanna do"), ob große Poesie im Stile des Protestsängers ("Chimes of freedom"), ob einfach geniale Verrücktheiten ("I shall be free No. 10"), ob Gedankenspiele über Liebe ("I don't believe you") oder auch die wilde Assoziationslyrik des 65/66er-Dylan ("Motorpsycho nightmare"), textlich wird stets höchstes Niveau geboten. Der musikalische Stil sowie die Instrumentierung bleibt konstant, nur beim "Black crow blues" erklingt statt einer Gitarre ein Klavier, eine sehr interessante Sound-Variation, die Dylan vielleicht öfter hätte anwenden können. "Another side of" ist trotz etwa drei ernsteren, melancholischen Liedern ein sehr heiteres Album. Vielleicht gehört es nicht zur absoluten Spitze des Dylanschen Gesamtwerkes, dafür kann man es sich jederzeit anhören, es ist zwar immer noch ziemlich anspruchsvolle Musik bzw. Lyrik, jedoch tut es als leichter verdauliche Kost zwischen hochtragenden Dylan-Alben wie "The times they are a-changing" oder "Blood on the tracks" ziemlich gut...und es ist natürlich besser als so gut wie alles andere, was es an Rock/Pop-Musik zu hören gibt.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
nur geduld..., 11. Mai 2005
Von Ein Kunde
wer sich auf diese scheibe einlässt, wird belohnt! zwischen ein, zwei ausfällen (Ballad In Plain D - was soll das?) finden sich ausschließlich heimliche, ganz unaufgeregte perlen: vielleicht ist es diese bescheidenheit, die dem verkannten album zum verhängnis geworden ist. (einhör-tipp und definitiver höhepunkt: I don't believe you - schier unglaublich!) dass an der schönheit der songs letztlich keiner auf dauer vorbeikommt, haben die byrds mit zahlreichen covers, die zu ihren größten hits wurden, eindrucksvoll untermauert. aber ihren vollen charme entfalten diese juwelen erst durch dylan: man vergleiche beide interpretationen von Spanish Harlem Incident - glasklarer fall! (die aufnahme ist übrigens für mich überhaupt eines der besten dylan-teile) die stimmung auf "another side..." ist unter den vier ersten, rein akustischen alben dylans diejenige, die wohl am nähesten an jene verletzlichkeit und sentimentalische eindringlichkeit des späteren opus magnum "blood on the tracks" oder auch "desire" heranreicht; freilich hören wir auf "another side..." immer noch jenen selbstsicheren, ja manchmal ganz schön herablassenden jungspund, den wir aus der wenig später entstandenen tour-doku "don't look back" kennen. dennoch klingt dylan's "andere seite" schon außergewöhnlich reif, differenziert und einfühlungsmächtig. (berühmte probe aus den Back Pages: "I was so much older then, I'm younger than that now.") Aber auch der ironisch-witzige, wortgewandte postmodernist dylan kommt auf der lp von 1964 nicht zu kurz - gerade zum beispiel im wunderbaren einstiegs-5Min.-sprachspiel All I really want to do. Insgesamt halte ich dylan's texte auf "another side..." für seine besten der sechziger jahre überhaupt - und das will ja, selbst wenn ich damit doch falsch läge, durchaus was heißen!noch ein wort zu den neuen remasters: nie persönlich gehört, sollen sie ganz gelungen sein. zumindest freut es mich, dass - vor dem hintergrund der äußerst dubiosen auswahl: kein "new morning", keine "basement tapes", dafür "infidels" und "oh mercy"??? - "another side..." den weg ins 21. jh. gefunden hat (im gegensatz - wiederum unverständlich - zum superben vorgänger), zumal die alte cd-aufnahme ganz einfach katastrophal klang.
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