Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ganz gewiss ein Klassiker!, 12. November 2004
1998 legen HIM -kurz für „His Infernal Majesty" - „Seine höllische Majestät" mit diesem melancholischen Düsterrock Album den Grundstein für einen kometenhaften Aufstieg. Das androgyne Wesen auf dem Cover ist Sänger und Songwriter Ville Valo persönlich. Und bevor dieser allein durch seine Ausstrahlung Fans gewinnen konnte, kam es auf diesem Album zunächst ausschließlich auf die musikalische Substanz an. Und die besaßen HIM. Auf dieser Platte befinden sich neun unglaublich simple, aber dennoch sehr effektive - weil ganz schnell unter die Haut gehende - Miniopern. Der flotte Rocker „Your Sweet Six Six Six" macht den Anfang. Es folgt eine authentische Coverversion von Chris Isaaks Klassiker „Wicked Game". Authentisch nicht etwa deshalb, weil das Original eins zu eins repliziert wurde. Sondern, weil das schummrige, schwülstige Flair des Originals hervorragend zu HIMs kokettem Image passt. Weiter geht's dann mit „The Heartless", das mit einer poppigen Mitsingmelodie überzeugt und erst bei Minute vier etwas rockiger abgeht- nur um dann wieder mit Akustikgitarren und Valos anhimmelnden Gesangspassagen um die Ecke zu kommen. „Our Diabolikal Rapture" groovt irgendwie, allerdings ohne dass man groß etwas davon merkt. Im Gegenteil- man wird schlicht hypnotisiert und ertappt sich irgendwann dabei, dass man wie eine Schlange den Körper kreisen lässt. Danach wird's wieder rockig- „It's All Tears" poltert los. Valo singt die Oktaven souverän und das Stück erweist sich als flockiger Rocker. Danach aber fährt die Dramaturgie wieder in ruhigere Gewässer. „When Love and Deth Embrace" ist so unendlich langsam- spielt es doppelt so schnell ab und ihr habt einen Midtempo- Rocker ;-) „The Beginning Of The End" enthält eine tieftraurige Textzeile- „Save your happiness for tomorrow and today we'll drown in our tears". Wie gut doch die Musik diese Aufforderung untermalt... Eine weitere Coverversion folgt: "(Don't fear) the Reaper", im Original von Blue Öyster Cult. Hier gilt im Endeffekt das Gleiche wie für „Wicked Game"- HIM haben ein untrügliches Gespür, welche Songs mit ihrem Sound kompatibel sind. Schließlich rundet „For You" das Album ab. HIM ist mit ihrem Debüt damals etwas Grandioses gelungen: sie sind rockig und romantisch, aber zu keiner Sekunde dabei kitschig oder peinlich. Nicht so zäh wie Type O Negative, und auch nicht so zynisch wie Paradise Lost, haben sie anno 1998 diese Lücke gefüllt und mit ihren ganz eigenen Trademarks versehen- Hut ab! Dieses rote Schmuckstück sind die einzig wahren HIM- von mir also eine Kaufempfehlung und fünf Sternchen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Hach ja, die guten alten Zeiten..., 9. Oktober 2003
1998 kannte kaum jemand die Band HIM. Zwar feierten die fünf Finnen große Erfolge in ihrem Heimatland, doch internationale Erfolge waren nicht vorhanden. Niemand hätte zu diesem Zeitpunkt gedacht, dass die Band nur ein Jahr später den internationalen Durchbruch schaffen würde. Doch ob dieser wirklich der „besseren" Musik wegen zustande kam, bleibt fraglich, schließlich muss sich die Band um Leadsänger Ville Valo des öfteren den Vorwurf gefallen lassen, die Band sei kommerziell ausgerichtet. Davon kann beim Debütalbum „Greatest Lovesongs Vol. 666" glücklicherweise nicht die Rede sein. Die HIMschen Wurzeln liegen nämlich ganz und gar nicht im Pop-Rock-Bereich, sondern im düsteren, melancholischen, harten Goth-Rock. Wer die Band erst mit dem kommerziellen Superhit „Join Me" kennen und lieben gelernt hat, der wird sich beim Debütalbum auf viele Überraschungen einstellen müssen. Der erste Track „Your Sweet 666" zeigt auch gleich, in welche Richtung sich das Album bewegt: rockig, laut, dunkel und herzzerreißend. Liebe und Tod sind die Kernthemen der Platte, was speziell in der wunderschönen, traurigen, schwermütigen Ballade „When Love And Death Embrace" zum Vorschein kommt. Harte Gitarren und gewaltiger Bass treffen permanent auf die zerbrechliche, schmachtende Stimme Ville Valos. Der Höhepunkt kommt jedoch erst am Ende, nämlich im achten Track „(Don't Fear) The Reaper", wo Valo im Duett mit der finnischen Sängerin June Hyde musiziert. Ein herausragendes Lied, welches thematisch an Romeo und Julia erinnert. Die beiden Stimmen ergänzen sich wunderbar zueinander und es ist mehr als bedauerlich, dass HIM bis heute nicht ähnlich experimentierfreudig gewesen sind. Auch die Coverversion von Chris Isaacs „Wicked Game" ist den Finnen wirklich hervorragend gelungen. Sie haben dem Lied einen rockigeren Charakter verliehen, klingen rauer aber dennoch melodiös. Der Titel geht schnell ins Ohr, was bei kaum einem anderen Track der Fall ist. Meistens sind die Songs ähnlich strukturiert. Valos zerbrechliche Stimme trifft auf gewaltige Instrumenten-Wälle, was besonders bei „Our Diabolical Rapture", „It's All Tears" und auch „The Beginning Of The End" auffällt. Allesamt gute Tracks, die von Schwermut und Melancholie geprägt sind. Abschließend kann ich sagen, dass die Musik von HIM mir in den Anfangsjahren eher entsprach, als sie es heute tut. „Greatest Lovesongs Vol. 666" ist in meinen Augen authentischer als alle nachfolgenden, erfolgreicheren Alben. Die Kombination aus finnischer Melancholie, verruchter Düsterheit, harten Klängen, einer sinnlichen Stimme und den sehnsüchtigen, traurigen und faszinierend bedrückenden Texten ist einfach superber als das, was HIM heute machen. Das werden wohl viele anders sehen, doch in meinen Augen war die Anfangszeit die beste, auch wenn HIM damals noch nicht so medienpräsent waren, wie heute. Dieses düstere Machwerk ist absolut empfehlenswert, speziell für diejenigen, die abends gern mit einem Gläschen Rotwein und vielen Kerzen schönen Klängen lauschen. Valos schön inszenierter Herzschmerz macht's möglich. Anspieltipps: "Wicked Game", "(Don't Fear) The Reaper"
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
unangefochten..., 21. August 2007
Wird Zeit, dass ich mich trotz der vielen Rezensionen, die dieses Album bereits hat, auch nochmal zu Wort melde. :-)
Dieses Album ist für mich das beste Album, das HIM je aufgenommen haben...und diese Einschätzung liegt nicht nur daran, dass ich persönlich viele Erinnerungen damit verbinde. Es hat sich jahrelang trotz wesentlich härterer und komplexerer Musik, die durch meine Gehörgänge gerauscht ist, an der Spitze meiner Lieblingsalben gehalten.
Es transportiert rohe Emotion, eine Atmosphäre, die ich kaum bei einem anderen Album in dieser Form wieder gefunden habe.
Das Knistern, die Geräusche, die den Eindruck erwecken, man würde eine Schallplatte hören, geben dem Album das gewisse Etwas. Alles passt zusammen.
Am besten zusammen mit Tee oder übersüßtem Kaffee bei Schnee oder Regenwetter zu genießen :-)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|