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Atom Heart singt bzw. läßt seine Software singen und spielt dazu die größten Hits der Menschheitsgeschichte, von James Browns Superbad über John Lennon`s Jealous Guy, David Bowies Ashes To Ashes bis hin zum unausstehlichen Angie der Rolling Stones, und läßt dabei die Zukunft mal eben links liegen und ersetzt sie durch die Träume von ihr, die sich in den letzten Jahrzehnten angesammelt haben, und bleich und verwaschen durch die Hirne dieser Erde schluffen. Man hat bei dieser Platte vielleicht sogar bei jedem einzelnen Tracks immer sich selber im Weg, wie man darüber nachdenkt ob man solche Sachen, denn Atom Heart bemüht sich auf vielen der Tracks möglichst nah am Original zu arbeiten, überhaupt schon verkraftet hat, oder je wird, ob man die muntere Hightechbearbeitung von ihm trotz aller möglichen schlimmen Erinnerungen als ironische l`art pour l`art Wiederauferstehung bis ins letzte Detail genießen kann, ob man lieber in die Matratze beißt, wie ich gestern gehört habe, oder ob man es einfach nicht aushält. Musik zwischen Grausamkeit und irrsinnigem Lachen eben, wie es sich gehört, wenn man sich so einem Thema widmet, vorgetragen und hergestellt in der unnachahmlichen Art Atom Hearts, die es hier sogar schafft bürokratischsten Programmiereifer zu einer Tugend zu machen. Wahrscheinlich eine der Platten zu der dieses Jahr jeder etwas zu sagen hat, und die glücklicherweise viele weitere Versuche dieser Art schon mal zunichte macht, weil man es nicht besser machen kann.
© DE:BUG - Zeitschrift fr elektronische Lebensaspekte.