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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Vier Sterne mit Einschränkungen, 12. August 2002
Es gibt Musiker, die an Lässigkeit und Coolness kaum mehr zu übertreffen sind, bei denen man den Eindruck hat, dass sie wirklich nur das machen, worauf sie Lust haben und die es einfach nicht mehr nötig zu haben scheinen, sich für irgend jemanden zu verbiegen. Zu eben diesen gehört wohl auch David Bowie, dem es mit seinem '83er Album "Let's Dance" gelang, zwei Lieder in die Öffentlichkeit zu tragen, die zu zeitlosen, immer und immer wieder gespielten Evergreens wurden. Nur der liebe Gott wird wissen, wie viele Millionen Male "China Girl" und "Let's Dance" im Radio liefen! Das Album hat außer dieser beiden Megahits aber noch andere interessante Stücke zu bieten. So liefert das schwungvolle "Modern Love" einen gelungenen Einstieg in die CD, der den Hörer auf die restlichen sieben Songs gekonnt vorbereitet. Natürlich muss einem das Album nicht ausnahmslos gefallen, und wer der außergewöhnlichen Stimme Bowies nichts abgewinnen kann und die 80er Jahre musikalisch für Schrott hält, wird einiges zu kritisieren haben. Denn die typischen musikalischen Merkmale dieses Jahrzehnts sind unüberhörbar. Immer wieder sorgen beispielsweise Keyboards für groß angelegte Flächensounds, die, hätte man mich gefragt, nicht unbedingt erforderlich gewesen wären. Interessant, und deshalb noch zu erwähnen, ist der Song "Cat People (Putting Out Fire)", der Bestandteil des Soundtracks zum Film "Cat People" war und der auf "Let's Dance" zwar leider nicht in der Soundtrackversion, aber doch als nette Zugabe, Platz findet. Insgesamt lässt sich sagen, dass das Album ein gelungenes Werk ist, auf das man gerne zurückgreift. Wenn auch manche Lieder etwas zu stark nach den 80ern klingen ("Shake It" finde ich unerträglich), muss man doch eingestehen, dass "Let's Dance" ein waschechtes Bowie-Album ist. Ich bin in der unerfreulichen Situation, dass ich drei Sterne als zu schwach (wegen des einnehmenden Bowie-Stils) und vier Sterne als zu stark (wegen der nervösen Keyboards und den überflüssigen Flächensounds) bewertet empfinde. Deshalb gibt's vier Sterne mit Einschränkungen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
80er Pop!, 21. Juni 2003
Bowie verliert sich - Bowie bügelt sich selbst glatt. Auf dieser CD noch mit guten Songs. Doch man hört bereits wie Bowie sich selbst im geschniegeltem Sound der 80er verliert, der ihm in Zukunft so wenig stehen sollte. Diesmal retteten Ihn noch Hits wie "Let's Dance", "China Girl" (das ja eigentlich nur ein Cover seiner eigenen Zusammenarbeit mit Iggy Pop ist - siehe Iggy Pops "The Idiot") und dem genialen "Cat People" (das je zum Zeitpunkt der Veröffentlichung auch schon gut ein Jahr als Soundtrack auf dem Buckel hatte). Ein paar gute Songs retten also eine Platte, die mit "Without You" und "Shake It" auch ziemliche Ausfälle vorzuweisen hat.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
DAVID BOWIE "Let's dance", 7. November 2003
1983 als DAVID BOWIE's "LET'S DANCE" erschien war New Wave mit all seinen Vertretern auf dem Höhepunkt angelangt. All die Bands und Musiker aus den 70ern galten als altmodisch und völlig out. Doch es gab eine Ausnahme und die hieß David Bowie. David hatte mit immer neuen Verkleidungen und Popdiskursen, das was in den jetzt in den 80ern geschah bereits in den 70ern vorweggenommen und stand über all den Jungen die ihn irgendwie und sei es unbewußt nachäfften. 1983 hatte Bowie die Nase voll und beschloß normal zu werden und schnappte den New Yorker Discokönig Nile Rodgers (Chic, Sister Sledge) und ließ sich von ihm "Let's dance" produzieren. "Let's dance" der Titelsong sowie "China girl" und "Modern love" wurden zu Top-10-Hits die noch heute im Radio sehr oft gespielt werden. David Bowie wurde zum Mainstream und das wurde für ihn zum Problem. Die wahren Fans wandten sich von ihm ab und verteufelten "Let's dance" wegen seines großen Erfolges und der darauf folgenden kommerzialität des Meisters. Doch Bowie wäre nicht Bowie hätte er sich nicht besonnen und wäre gegen Ende der 80er zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Es fand eine Versöhnung mit seinen wahren Fans statt und Bowie ist noch heute eine Ikone der modernen Musik. Heute gilt "Let's dance" im nachhinein als oft unterschätztes Meisterwerk gerade wegen seines kommerziellen Erfolges. Übrigens war oder ist Titelsong "Let's dance" der vieleicht meistgesampelte Song der 80er. Interessant ist auch die völlig andere Version von "Cat people (Putting out fire)" die auf "Let's dance" enthalten ist. Für mich zählt "Let's dance" zu einem Stück 80er und zu Bowies besten Alben wenngleich es noch wesentlich bessere und interessantere gibt.
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