Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hochkarätig, 6. November 2009
Wer keine Ahnung hat, muss denken, Karat hätte nur vier gute Lieder, denn die meisten Leute kennen von der begnadeten Ost-Gruppe nur "Über 7 Brücken...", "Jede Stunde", "Der blaue Planet" und manche kennen noch "Schwanenkönig". Dass die Band aber noch viel mehr Gutes gemacht hat, merkt man erst, wenn man sich die erste von zwei Best Ofs zulegt. Es gibt nämlich auch noch "Sechszehn Karat - ihre größten Hits Vol.2", denn auf eine CD hätten die ganzen guten Nummern nie im Leben draufgepasst.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Super - zeitlos! Oder zeitlos super?, 16. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Für mich ist KARAT nach wie vor eine der besten Bands des Deutsch-Rock - und das deutschlandweit, weil die Jungs über Jahrzehnte sehr fleißig, in durchweg sehr guter Qualität und in großer Vielfalt wirklich j e d e m Musikgeschmack gerecht geworden sind. Man merkt den Titeln das Alter nicht an und ich glaube, auch in 50 Jahren noch nicht.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
14 Karat..., 13. Juli 2009
Wer kennt Karat? Bzw. wer kennt sie wegen Ihres Titels "Über sieben Brücken musst du gehen"? Was? Er kommt nicht von Peter Maffay? Nein, Leute, er ist im Original von Karat. Aber den Titel haben schon einige gesungen, unter anderem auch Xavier Naidoo. Nur frage ich mich: Was ist an diesem Titel so toll? Ich weiß es ehrlich gesagt bis heute nicht. Als ich ihn damals in der Schule gesungen habe mochte ich ihn auch schon nicht. Selbst da sangen wir besseres, u.a. "Light My Fire" von The Doors.
Nun, warum ist Karat trotzdem interessant? Sie können nicht nur schlagerhaft sein, sondern auch - relativ gesehen - richtig rockig. Doch das ist nicht alles, denn sie haben noch mehr auf Lager. Aber erstmal der Reihe nach.
Das erste Stück, dass ich von denen gehört habe, war der Titel "Jede Stunde", der früher häufig auf dem inzwischen mainstreamigeren gewordenen Sender Radio 21 lief. "Jede Stunde" ist im Gegensatz zu der eingangs erwähnten Ballade ein richtiger Rocker. Wie gesagt, relativ gesehen. Klasse ist der Einsatz der Mundharmonika, ebenso wie der langsame, verhaltene Aufbau am Anfang. Doch es gibt noch größere Sahnehäubchen. "Der Blaue Planet" ist eine Ballade, die aber viel besser komponiert und arrangiert ist. Deswegen bleibt ihr auch das Schlagerhafte erspart. Der Text ist zudem sehr romantisch, aber nicht kitschig. Genial sind der voluminöse Bass und die atmosphärischen Keyboards. "Gewitterregen" fängt zwar ziemlich poppig an, hat aber alleine durch den Text Atmosphäre. Zudem werden 7/8-Rhythmen, gepaart mit 3/4- und 3/8-Rhythmen verwendet. Ein Stilmerkmal des Progressive Rock. Für die Musik ist übrigens Keyboarder Ulrich Ed Swillms verantwortlich, während die Texte meist von Norbert Kaiser, der kein aktives Mitglied der Band ist, verfasst sind. "Jede Stunde" ist da ein Ausnahmefall, da Sänger Herbert Dreilich zusätzlich neben Kaiser beim Text mit am Werk war. Die beiden anderen Ausnahmen stellen "König der Welt" und "Abendstimmung" dar. Ersteres wurde von Kurt Demmler (am 09.Februar 2009 an Suizid gestorben) verfasst, während der Text von "Abendstimmung" von Burkhard Lasch(Er textete auch unter anderem für die Puhdys und Stern-Combo Meißen) stammt.
Dann folgt auch schon das absolute Highlight. Das wiederum vom Progressive Rock beeinflusste "Albatros". Dieser 8-Minüter stellt aufgrund seines Aufbaus, seiner Dramaturgie, seinen wechselhaften Stimmungen, seines emotionalen Gesanges und seines Bombastes, wie auch den klassischen Elementen bereits einen Kaufgrund für dieses Album dar. "König Der Welt" finde ich vom Text her total peinlich, kompositorisch gefällt er mir jedoch trotzdem. Eine erneute Ballade halt. Nicht außergewöhnliches, aber auch nichts total Überflüssiges. Mit "Auf Den Meeren" folgt ein von einer Basslinie dominierter Titel mit Reggae-artigen Einsprengseln auf der E-Gitarre. Der schleppende, sehr eindringliche Rhythmus macht den sechs Minuten langen Titel zu etwas besonderem. Auch hier stimmt die Atmosphäre wieder durch unaufdringliche Keyboardteppiche, die sich im Mittelteil mit den Gitarren etwas in den Vordergrund heben, um mehr Dynamik hineinzubringen, ehe das Stück wieder zu seiner faszinierenden, schleppenden Rhythmus-Struktur zurückkehrt.
Danach knallt der Hardrocker "Das Narrenschiff" aus den Boxen. Mit dreckigem Gesang und einem fremdartig wirkendem Synthesizer-Zwischenspiel. "Marionetten" ist ein Gimmick-Titel, wiederum mit Synthesizer-Spielerein. Es folgt wieder ein längerer Titel, "Die sieben Wunder der Welt". Schleppender Rhythmus von Schlagzeug, Bass und verzerrten E-Gitarren, langsamer, aber sehr eindringlicher Gesang. Dazu soliert der Synthesizer, der mich dann an Barclay James Harvests "In Memory Of The Martyrs" erinnert. Das Stück weicht jedoch nicht von seinem Grundrhythmus ab, dringt jedoch immer tiefer in die Gehörgänge. "Blumen aus Eis" ist dann wieder kürzer und konventioneller. Der Song fängt ruhig mit Keyboards und Akustikgitarren an, entfaltet sich dann aber als waschechter Rocker mit kräftigen E-Gitarren- und Piano-Riffs.
Das sehr langsame "Magisches Licht" glänzt wieder einmal durch ein grandioses Keyboard-Arrangement. Mit "Schwanenkönig" folgt eine Piano-Ballade mit prägendem Bass. Gitarrensoli werten das Stück zusätzlich auf. "Abendstimmung" ist anfangs nur mit Gesang und Keyboards versehen. Erst später treten auch Schlagzeug, Bass und Gitarre hinzu. Erneut geben Synthesizermelodien dem Song den letzten Schliff. Ein gelungener, aber unspektakulärer Ausklang dieses "Best Of"-Albums.
Fazit: Mit "Über sieben Brücken musst du gehen" ist ein Totalausfall dabei, "König der Welt" ist arg an der Grenze. Ansonsten sind überdurchschnittliche bis großartige Titel auf dieser CD enthalten. Normal hasse ich ja "Best Of"-Alben, aber hier hat mir dieser Sampler einen klasse Einblick in die Musik von Karat gebracht. Ob die regulären Studioalben noch mit großen Krachern aufwarten weiß ich leider nicht. Für dieses Scheibchen gibt es insgesamt jeodoch ein eindeutiges "Daumen hoch"!
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