Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Verismo ohne Urlatori, 21. Juli 2005
Wer schon immer einmal den Verismo-Klassiker Pagliacci ohne all die " Effekte" der Herren Corelli und del Monaco hören wollte ( Schluchzer und Geschrei), eben Aria d`Urlo, sei auf diese Aufnahme von 1953 unter Cellini verwiesen. Der grosse Jussi Björling als Canio verzichtet auf diesen, durch Caruso einst eingefügten Tränenton, ebenso, wie sich Victoria de los Angeles jeglicher Manierismen enthält.So entsteht das Drama allein aus der Musik, zumal Leonard Warren in Hochform mit schallendem As im Prolog und die Luxusbesetzung des jungen Robert Merrill als Silvio ein Übriges tun. Zur selben Zeit nahm Björling auch die Cavalleria Rusticana auf, ebenfalls mit Merrill und Zinka Milanov als Partnern, unter demselben Dirigenten, ebenfalls tadellos. Dafür glatte fünf Sterne.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Götter sangen an meiner Wiege, 3. April 2007
Es ist nicht der kuriose Umstand, dass diese Aufnahme genau am Tag meiner Geburt eingespielt wurde, der mich zu dieser Rezension motiviert hat, sondern die absolute Gesangsqualität, die ich schon lange, bevor ich von dem Aufnahmedatum erfuhr, bewundert hatte. Victoria de los Angeles und Jussi Björling waren ein Traumpaar der Operngeschichte, weitaus mehr als Callas und Di Stefano, ganz zu schweigen von Del Monaco und Tebaldi, denn hier standen sich zwei gleichwertige und höchstkarätige Künstlerpersönlichkeiten gegenüber. Ich kann den beiden früheren Rezensenten nur zustimmen, wenn sie als Negativbeispiele für eine abschreckende Interpretation des Canio die seinerzeit äußerst beliebten Herren Del Monaco und Corelli nennen. Die beiden sahen aus wie Filmstars - und wären es besser auch geworden. Björling, nicht gerade der schauspielerisch begabte Bühnenstar, war der große Stimmkünstler. Er hatte es nicht nötig, die Tragik des Bajazzo mit Brüllen und Schluchzen und anderen pseudo-veristischen Unarten auszudrücken. Bei ihm diente beispielsweise die Änderung der Klangfarbe zur Darstellung von Seelenqual, eine Kunst, die ich auch bei den heute so in den Himmel gehobenen Tenören schmerzlich vermisse. Mit Warren und Merrill haben wir zwei der herausragendsten Baritonisten mit von der Partie, wobei wir nicht vergessen dürfen, da gab es auch noch Bastianini, Gobbi, Taddei und etliche andere. Man stelle sich doch nur vor: Robert Merrill in der Nebenrolle! Woher wollte man heute einen gleichwertigen Bariton herholen, um den Tonio adäquat zu besetzen? Und noch eine Träne quetscht sich aus meinem Auge: Hat es seither ein Tenor-Bariton-Gespann gegeben, das so perfekt miteinander harmonierte wie Björling und Merrill? Wenn ich die Duette, die zwei Jahre vor dieser Bajazzo-Aufnahme unter Cellini eingespielt wurden, wieder einmal höre (vor allem aus Don Carlo, Otello u. den Perlenfischern), dann wird mir gar melancholisch zu Mute.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Björling in einer Paraderolle, 16. September 2006
Es gibt m.W. keine einzige Aufnahme mit Jussi Björling, die nicht empfehlenswert wäre, und es ist sehr erfreulich, daß die Plattenindustrie noch immer ein großes Angebot an Tonaufzeichnungen mit diesem schwedischen Ausnahmesänger bereithält.
Der vorliegende "Bajazzo" aus dem Jahr 1952 ist eine ganz besondere Kostbarkeit, und das nicht allein wegen des berühmten Tenors, sondern auch und nicht zuletzt wegen Victoria de los Angeles in der Rolle der Nedda. Sie ist ein weiterer Glanzpunkt dieser CD. Hinzu kommen noch die beiden Amerikaner Leonard Warren (Tonio) und Robert Merrill (Silvio), so daß hier eine Besetzung aufgeboten ist, von der man heute nur noch träumen kann. Warrens Prolog z.B. ist schon ein wahres Kabinettstück, und Merrills großes Duett mit Victoria de los Angeles bereitet bei jedem Abhören reinsten Genuß. Renato Cellini ist ein erfahrener Operndirigent und begleitet mit dem Orchester der RCA sehr gut, und die Mono-Klangqualität ist für damalige Verhältnisse in bester Ordnung. Wer dieses vielgeschundene Werk einmal ohne aufgesetztes Geschluchze und Heldenjammergeschrei à la Mario del Monaco oder Franco Corelli gesungen (und nicht gebrüllt) erleben will, der liegt hier richtig. Kein anspruchsvoller Opernfreund kann auf diese herrliche Aufnahme verzichten.
Wer besonderen Wert auf eine klanglich optimale Produktion legt, der sei auf Karajans berühmte Scala-Aufnahme verwiesen, ebenfalls hervorragend besetzt (u.a. Carlo Bergonzi als Canio).
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