Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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92 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein überragendes Meisterwerk!, 27. November 2003
Kurt Cobain, der vom kolossalen Erfolg von Nevermind verunsichert war, scheint einige Schwierigkeiten gehabt zu haben, auf In Utero den richtigen Ton zu finden. Er hat wahrscheinlich versucht, das Album in den Ohren eines jugendlichen Publikums - das seiner Meinung nach zu sehr auf Nevermind angesprungen war - hassenswert zu gestalten. In Utero ist letzendlich eine unglaublich gut gelungene Synthese aus den geräuschvollen und belebenden Passagen von Bleach und mit dem süßsäuerlichen Gleichgewicht von Nevermind. Kompositionen wie "Pennyroyal tea", "Frances Farmer will have her revenge on Seattle", "Rape me", "Serve the servants", "Dumb" oder das grandiose "Heart-shaped box" sind alle nach dem gleichen Muster wie "Smells like teen spirit" gestrickt. Titel wie "Scentless apprentice", "Radio friendly unit shifter", "Tourette's" stellen sich als rauh, rebellisch, ungesund und übelriechend heraus. Diese letzten verströmen einen krankhaften Geschmack, der durch eine regelrechte tiefsitzende Wut (Oder auch Hoffnugslosigkeit?) genährt wird. Wie auch immer die musikalische Richtung ist, so dient die klare und offensichtiche Produktion von "Steve Albini" ebenso den schmerzlichsten Windungen sowie dem Gesang. In Utero, das wesentlich unzugängiger als sein vielfältig Platiner Vorgänger war, ist deshalb trotz allerdem ein Album erster Klasse, das aufmerksames Hören verlangt, um die ganze musikalische Fülle des Albums schäzten zu können. Nevermind war Pop, In Utero ist purer Grunge!!! Und deshalb meiner Meinung nach auch das beste Nirvana-Album.
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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Grunge in Perfektion !, 30. Juni 2005
„Nevermind" ist zwar das erfolgreichste Album von Nirvana, aber wer wirklich knallharten Grunge sucht der ist hier mit „In Utero" wessentlich besser bedient. Ich perssönlich will mich jetzt nicht entscheiden welches Album mir besser gefällt, den ich finde „Nevermind" auch erstklassig, auch wenn viele kritisieren das es zu sehr poporientiert ausgefallen ist. Das mag schon stimmen, aber deshalb wird ein geniales Album auch nicht schlechter.Mit „In Utero" erschien 1993 leider schon das letzte Studioalbum einer band die definitiv noch so viel Potentialt hatte, auch wenn Gerüchten zufolge die Trennung schon kurz bevor stand. Das Album bietet Grunge in Perfektion und vor allem ist es ein Album das im Gegensatz zu vielen anderen ohne wirklichen Schwachpunkt auskommt. „In Utero" kann man immer wieder bedenkenlos in den CD Player einlegen und durchlaufen lassen. Schon mit dem Opener „Serve the Servants" rockt die Hütte und man bekommt sofort Lust auf mehr davon. Diese Lust wird dann mit erstklassigem Material wie „Rape me", „Pennyroyal Tea" oder „Dumb" gestillt. Vergessen sollte man natürlich nicht die Singleauskopplungen „Heart Shaped Box" und „All Apologies", welche aber eher untypisch für den Rest dieses Meisterwerks sind. Während „Heart Shaped Box" in der Struktur große Ähnlichkeit mit dem Überhit „Smells like teen spirit" aufweist gehört „All Apologies" eher in die besinnlichere Ecke. Mein persönliches Highlight auf „In Utero" ist aber immer noch das geniale „Radio Friendly Unit Shifter", ein Kracher der Extraklasse. „In Utero" ist und bleibt das Standardwerk für alle Grunge Fans und wie man zum Glück auch heute immer wieder bemerkt sind Nirvana noch lange nicht tot. Immer mehr Teenies haben anscheinend die Schnauze voll Casting Fuzzys und dem ganzen Schwachsinn der zu neunzig Prozent die Charts rauf und runter läuft. Ich denke eine Kultfigur wie der viel zu früh von uns gegangene Kurt Cobain würde sich jetzt nochmal ins Jenseits befördern wenn er die aktuellen Charts über sich ergehen lassen müsste. Zum Glück lebt er und seine Band in Ihrer Musik weiter, was ein Werk wie „In Utero" eindrucksvoll beweist.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
definition eines lebensgefühls, 18. März 2004
Als In Utero erschien, hatte Grunge den Höchstpunkt in allen Belangen bereits hinter sich. Dennoch - oder eben deswegen - stellt IU den absoluten Schlußpunkt in vielerlei Hinsicht dar: Nicht nur, dass die Platte N. letztes Studioalbum ist, vor allem definiert sie alles, was unter dem Deckmantel "Grunge" bekannt war, musikalisch und emotional. IU definiert in dieser Hinsicht ein konkretes Lebensgefühl, das durch andere Bands bzw. die Vorgängerplatten nur angeschnitten wurden. Da Grunge musikalisch nur ein Wort für eine äußerst vielfältige, und daher eigentlich undefinierbare Musikrichtung stand und steht (wie sollte mann z.B. die Musik von Alice In Chains mit der von Soundgarden oder Mudhoney oder Pearl Jam vergleichen können?! - klingt alles absolut eigenständig - und wird dennoch alles unter "Grunge" eingestuft), hat IU dennoch eine Definition zugelassen. Ich muß zugeben, die Platte kann ich nicht objektiv einschätzen: Für mich war und ist In Utero das prägendste Stück Musik überhaupt, spiegelt das Gefühl meiner Jugend wieder, wird immer der statistische Ausreißer bleiben, der fern ab hoch über allem anderen steht. Ich denke nicht, dass Nirvana In Utero noch mit Folgewerken hätte überbieten können. Kleiner Tipp noch: die 180 Gramm Vinyl-Edition lohnt sich in jeder Hinsicht.
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