Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein ebenbürtiger Nachfolger, 9. August 2002
Ein gutes Beispiel für eine CD, die den Vergleich mit dem ersten Teil (hier Mondo Morricone) nicht scheuen muß. Coloseum Records hat sich weitgehend an das Rezept der ersten Morricone Compilation gehalten: ausgezeichnete easy-listening Perlen aus verschiedenen italienischen Fernseh- und Kinoproduktionen der späten 60er und frühen 70er, alle komponiert von Ennio Morricone, der bewiesen hat, daß er nicht nur den richtigen Sound für Italo-Western liefern kann, sondern auch andere Genres, wie z. B Krimi, Drama und Erotik zu bedienen weiß. Und das hört man. Obwohl schon stärker auf den „klebrigen softsex" easy-listening Sound der 70er ausgerichtet als der Vorgänger Mondo Morricone, befinden sich aber im Gegensatz auf dieser CD einige düstere Krimi-Stücke, die sehr überzeugend sind. Abgesehen davon, könnte man beide CDs zusammen auch als Doppel-CD interpretieren, so ähnlich sind sie sich in Auswahl und Aufmachung. Dies soll aber nicht als Kritik verstanden werden, sondern als kompromißlose Fortführung der Idee, vergessene Schmuckstücke Morricone Fans zugänglich zu machen. Titelmelodien aus Filmen wie z. B. „Citta Violenta" oder „La Cugina" sind wahrscheinlich nach längerem Vergleich des vorliegenden Materials ausgewählt worden, so daß Musikinteressierte sich nicht mehr die schwer zu erhältlichen und kostspieligen italienischen Import-Soundtracks besorgen müssen, auf den sich leider auch immer wieder weniger überzeugende Songs finden lassen. More Mondo Morricone ist eine CD ohne qualitative Aussetzer und eine sehr gute easy-listening Platte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Morricone's Welt 2. Teil - Ungeahnt schön, 20. Oktober 2005
Diese CD setzt dort an, wo man mit Nummero Uno aufgehört hatte. Ebenso wurde sie in der nun vorliegenden Form 2003 mit zusätzlichem Material (leider fiel der experimentelle Titeltrack aus "Svegliati e uccidi / Feuertanz" zu Gunsten eines anderen Titels weg) wiederveröffentlicht. Beginnend mit der Eröffnungsmusik aus Sergio Sollima's "Citta' Violenta / Brutale Stadt", deren Score hier nochmals vertreten ist (Track 14), ist alles klar: die fetzigen E-Gitarren und die unerbitlichen Streichersätze schüren die Freude auf 1 Stunde Morricone der Extraklasse. Es folgt der melancholische Bossa-Nova aus "La donna invisibile" mit der unnachahmlichen Edda dell'Orso und das neunminütige "Come Maddalena", ein sich ständig steigerndes Opus für Schlagzeug, Frafisa-Orgel und gemischten Chor. Das von Bruno Nicolai an der Orgel vorgetrage "Giocoso, Gioioso", welches ebenso wie "Voce Seconda" (Track 12) aus dem ansonsten eher Free-Jazz-lastig komponierten Experimental-Thriller "Giornata nera per L'Ariete / Der schwarze Tag des Widders", ist Bar-Lounge-Jazz aus einer italienischen Großstadtkneipe auf dem dritten Hinterhof rechts. "Terraza Vuota" erinnert an die von Morricone Ende der 60er verfassten Beatmessen, während "Amore come Dolore" ein ganz herrliches Stück Musik darstellt; ein Titel für deprimierte Stunden. "Sospiri da una Radio latona", geschrieben für den Belmondo-Hammer "Paura sulla Citta / Angst über der Stadt", bietet eine tolle Performance von Edda dell'Orso [deren Lyrics hier aus dem von ihr herrlich modulierten "Die" ("Stirb!) bestehen] und schöne Posauneneinsätze mit Herz. Der "Secondo Intermezzino Pop" aus dem "Bildnis der achtbaren Dagmar Lassander" (freie Übersetzung des Originaltitels in Verknüpfung mit der Hauptdarstellerin) dauert zwar nur 52 Sekunden, ist aber ein echtes Sahneschnittchen. "La cugina" ist ein Trauerstück für verhallende Trompete und "18 Pari" verknüpft den Bacharach'schen Bossa-Nova in moll mit der Farfisa eines Morricone; erstklassig. "Cosa avette fatto a Solange", ein lasziv-melancholisches Liebesthema, stammt aus dem gleichnamigen Massimo-Dallamano-Giallo, welcher bei uns als vorletzter Edgar-Wallace-Film "Das Geheimnis der grünen Stecknadel" reüssierte. Bevor die CD mit einer schön umarrangierten Version des 2. Tracks endet, gibt's bei Titel 17 die vollkommene Symbiose von Eros und Beat: "L'ultimo", einst für einen Film geschrieben aber nicht verwendet, kam 1970 auf einem Longplayer von Morricone zu seiner Ehre; und heute wieder. Ein kräftiger Beat unter Anleitung von Drummer Vincenzo Restuccia in Verbindung mit Bruno Nicolai's Cembalo-Clavinet, oben drauf die Brass und Strings wie sie nur der Meister arrangieren kann; fertig ist ein Stück, dass das Lebensgefühl dieser Jahre unserer südländischen Freunde wohl am besten ausdrückt. Diese Platte bietet Morricone in Perfektion, seine Meisterschaft im erhaschen von Melodien hat ihren Höhepunkt erreicht. Uneingeschränkte Kaufempfehlung.
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