Aus der Amazon.de-Redaktion
"Wo immer Du hingehst -- nimm das Wetter mit" fordern Crowded House in dem bekanntesten Song von Woodface. Die Band selbst jedenfalls läßt den Regen zu Hause: Sie transportieren hier durchweg das Flair eines heißen Tages an einem ihrer heimischen australischen Strände in den deutschen CD-Player. Leichte Arrangements im gitarrengestützten, unverwechselbaren Sound von Crowded House zeigen nicht wirklich eine Weiterentwicklung der Band, zeugen aber von solidem Handwerk: Die 14 Songs sind durchweg gefällig bis gut und werden auch nach mehrmaligem hören sicher nicht langweilig. Mit Standard-Länge und Ohrwurm-Melodien ausgestattet haben sie alles, was ein guter Pop-Song braucht. Neil Finns Stimme veredelt das ganze noch. Über die bekannte Leichtigkeit hinaus bietet Woodface auch eine große Portion einnehmender Romantik. Beispiele: Das kaum instrumentierte "Four seasons in one day" oder das von wunderschönen Streichern begleitete "All I ask" klingen sehr verträumt ohne aber durch epische Breite Langeweile aufkommen zu lassen.
--Wolfram Lumpe
Audio
Fünf Jahre nach ihrem letzten Geniestreich Temple Of Low Men halten Crowded House unerschütterlich das Fähnlein des Psycho-Beatle-Sounds hoch. Bis in die mehrstimmigen Gesangsätze und die surreal-sarkastischen Texte geht die Ranschmeiße an die Fab Four um 1967. Die zum Quartett erstarkten Australier um die songschreibenden Brüder Tim und Neil Finn klauten aber auch noch exquisit bei CSN & Y (Weather With You) oder Cole Porter (All I Ask). Das geht sauber rein und setzt sich fest - Wonne-Pop mit Widerhaken.
© Audio