Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Progressive Klangwelten, 7. März 2002
Von Ein Kunde
Die Kölner Band Can (gegründet 1968) zählt zu den bedeutendsten Vertretern des Krautrocks, jener Musikrichtung die sich zu Beginn der 1970er Jahre in Deutschland etablierte. Das Besondere an dieser neu aufkommenden Stilrichtung war die Unabhängigkeit und die Autonomie gegenüber der britischen und amerikanischen Musikhegemonie. Viele Bands begnügten sich bis dato Imitate des angloamerikanischen Vorbildes zu sein; dieser Zustand wurde nun aber durch die avantgardistische Krautrockbewegung durchbrochen. Erstmals reifte eine deutsche Klangwelt selbständig heran und erreichte weltweite Beachtung. Can zeigen mit ihrem Album „Tago Mago“, welches ursprünglich als Doppel-LP erschien, in digitalisierter Form allerdings auf einem Tonträger zusammengefasst ist, eindrucksvoll zu welcher unglaublichen Schöpfung die „Krauts“, wie die entsprechenden Musiker im englischen Sprachraum scherzhaft bezeichnet wurden, befähigt waren. Das Album durchbricht das konventionelle Rockschema und errichtet eine tosende Geräuschkulisse, deren Essenz aus frei assoziierten Klangbildern, Echo-Sequenzen und den Lauten herkömmlicher Instrumente geformt ist. Das Resultat dieser experimentellen Kreation ist ein beeindruckendes, psychedelisches Meisterwerk, welches die Definition des Wortes Krautrocks akustisch vermittelt: Der Hörer findet sich während des Konsums des Tonträgers in einer bizarren Welt aus Soundcollagen und grotesken Lyriken wieder. „Tago Mago“ ist ein durchaus empfehlenswertes Stück deutscher Musikgeschichte, das auch Krautrockfremde in berauschende Klangwelten entführen kann. Einziger Kritikpunkt: Das Album ist nicht „Digitally Remasterd“, wie man es von vergleichbaren Pink Floyd- oder Tangerine Dream CDs behaupten kann. Der Klang erinnert also im Vergleich zur heutigen digitalen Musiktechnik im wahrsten Sinne des Wortes an Dosensound; aber wahrscheinlich ist dieser Effekt notwendig um die exakte Authentizität des Krautrocks zu erreichen, indem man sich so in das akkustische Reich der guten, alten, analog-dominierten 70er zurückversetzt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Meisterwerk der experimentellen Klangforschung! Ein zeitlos-genialer Trip!, 18. Juli 2009
Can, die einzige deutsche Band, die man wirklich als innovativ bezeichnen kann, und deren Einfluss noch heute, überall auf der Welt, relevante Impulse zu setzen vermag.
In Deutschland wird immer noch rumgeunkt, siehe diverse Re-zensionen hier... Schrecklich sowas...
Tago Mago hat sehr viel zu bieten. An Stimmungen und auch an gelungenen Experimenten, die immer noch exotische Einzigartigkeit versprühen.
Auch die künstlerische Radikalität und Expression der Gruppe ist unübertroffen. Sie haben mit einer Hingabe für "die Kunst" gelebt, die vieles andere völlig obsolet macht.
Wenn man von musikalischer Bewußtseinserweiterung spricht, dann gehört dieses Werk eindeutig dazu. Natürlich kann man das auch Krautrock nennen, aber man sollte sich nicht völlig verschätzen...
Can sind der Nukleus des freien Gedanken- und Musiziergutes. Die Jungs sind der Hammer! Unschlagbar für alle Ewigkeit!!!
Gruß und gesegnete Momente damit!!!
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2 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Überbewertet, 19. November 2004
Von Ein Kunde
Für mich ist die Gruppe genau wie dieses Album völlig überbewertet. Die Lieder haben einen durchgehend monotonen Rhythmus, viele Bezüge zum Free Jazz inkl. Freien Gesang. Wobei das Wort Gesang nicht zutreffend ist da nur Wörter und Geräusche erzeugt werden die ohne jede Melodie sind und wenn Melodien auftauchen schafft er es nicht sie auf die Tonart anzupassen. Man hört der Musik deutlich an das sie mehr im Drogenrausch als aus Kreativität entstanden ist. Allesamt sind großartige Musiker, aber das was sie hier fabrizieren ist kaum hörbar. Aufgrund der vielen Parallelen zum amerikanischen Free Jazz der 60er verstehe ich nicht warum sie immer wieder als Wegbereiter neuer Formen genannte werden. Ich meine, Miles Davis und Co. Sind den Weg schon Jahre zuvor gegangen und das wesentlich erfolgreichen.
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