Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Experimenteller Synthesizer-Funk-Jazz-Rock in den 90ern? Funktioniert bestens, wenn er von Alphaville kommt!, 13. Dezember 2006
Mit Prostitute haben Alphaville es allen gezeigt, die sie immer noch als Synthpop-Autodidakten im Mainstream betrachten. Prostitute ist ein gewagtes Werk, auf dem Synthesizermusik (synthPOP kann man es eigenltich kaum noch nennen) mit Rock, Jazz, Funk und Klassikelementen verschmilzt. Das klingt dann mal raffiniert-verfrickelt Newjazzrockig (Paradigm Shift), mal klassisch-verträumt (All in the Golden Afternoon), mal Pink Floydig (Euphoria), dann RnBig und funky (Ain't it Strange), schließlich wieder aggressiv-elektronisch (Ascension Day) - auf jeden Fall nie gewöhnlich. Die Band besticht durch eine sehr ausgefeilte Produktion, kreative, teilweise recht experimentelle Arrangements, aussagekräftige und poetische (oft auch erstaunlich politische)Texte und Golds herausragende Stimme, die zwischen bedrohlich-grollend, opernhaft-tenorig und fragil-sensibel faszinierend viele Facetten zeigt. Selbst die wenigen Songs, die am Album gemessen im Mittelmaß steckenbleiben (z.B. the one thing, faith, impossible dream) bieten immer noch mehr als viele Andere in der Poplandschaft der mittleren 90er - und die meisten Songs empfehlen sich in der Tat als zeitlose Zeugen der Bandbreite, Experimentierfreude und handwerklichen Fähigkeiten einer häufig unterschätzten Band. Für mich eines DER Alben der vergangenen Dekade.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
So vielfälltig und genial waren Alpahville niemals zuvor!!!, 17. Mai 2002
Nachdem also die 80er Jahre auch für die deutsche (aus Münster stammende Band) Alpahville zu Ende waren, arbeiteten sie fünf Jahre lang an ihrem vierten Studioalbum "Prostitute", das vor allem sehr vielschichtig und abwechslungsreich wurde!Die vielen Stärken sind: -16 großartige Lieder -viele verschiedene Musikrichtungen, von düster (The Paradign Shift) über Hymnenhaft ("The Impossible Dream") bis sogar zu Reggae ("Faith") - alles ist vorhanden!!! -eine sehr gut aufgelegter Frontsänger Marian Gold -sehr gute, zum Teil sozialkritische Texte und -vieles, vieles mehr...!!! Diese CD ist vielleicht nicht für den Einstieg in die Band gemacht (da ist das Best-of-Album "First Harvest" besser geeignet"!), aber für jeden wird etwas geboten und völlig zu Unrecht floppte das Album :-(((
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Absolut notwendig!, 15. April 2003
Von Ein Kunde
Der düstere, etwas verstörende Starter "The Paradigm Shift" macht gleich klar, wo es lang geht: PROSTITUTE bewegt sich irgendwo zwischen Radio-Pop ("The Impossible Dream" ist lediglich etwas lang, sowohl E-Gitarre als auch Saxophon haben je zwei Soli), eher technoiden Tracks wie "Apollo", und düsteren Piano-Stücken ("Parade"). Doch irgendwie bilden alle Songs ein einheitliches Album, das sogar bei jedem Hören besser wird. Es gibt nur wenige Kritikpunkte: "The One Thing" und "Euphoria" haben ziemliche Überlänge, "Beethoven" ist textlich etwas zu soft, und Sänger Marian Gold lässt ab und zu ein bisschen sehr den Künstler 'raushängen (sein emotionaler Ausbruch am Ende von "Some People" wirkt in Verbindung mit dessen doch recht banalen Text geradezu grotesk). Aber insgesamt ist dieses vor allem Layout-technisch ziemlich radikale Werk allen zu empfehlen. Und diejenigen, die hysterisch "Das hat nichts mehr mit den 80er-Alphaville zu tun!" schreien, haben das Album einfach nicht verstanden.
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