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Mit den Concerti Grosi des Dresdner Hofkapellmeisters aus dem frühen 18. Jahrhundert feiert Reinhard Goebel 1993 einen Überraschungserfolg. Nach der weltlichen Musik nahm sich das Ensemble nun dem geistlichen Heinichen an. Obwohl protestantisch, tat er sich als Kompositeur katholischer Kirchenmusik hervor: Die drei "Lamentationes Jeremiae" von 1724, Psalmvertonungen und das Passionsoratorium "Nicht das Band, das dich bestricket" belegen Heinichens Vielseitigkeit, hier mit Originalinstrumenten fein und schön interpretiert.
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Die sensationelle Einspielung der "Dresdner Konzerte" (DG Archiv 437 549-2) noch im Ohr, fieberten Barock-Fans der nächsten Heinichen-Ausgrabung Goebels förmlich eintgegen. Und auch im geistlichen Genre enttäuschen weder der Komponist noch seine Interpreten. Die so würdige wie warme, stilistisch ausgewogene, klanglich reizvolle Musik setzen Goebel und seine Original-Instrumentalisten mit enormer Hingabe um. Rasche Tempi, starke Akzente und satte Farben begeistern. Die Vokalisten, voran Altus Alex Köhler, überzeugen im Lateinischen wie im Deutschen. Auch dank sehr guter Aufnahmetechnik: brillant.
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