Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Für die Insel, Vol. 2, 17. September 2008
Für mich ist das "Rote Album" von den Beatles ohne das "Blaue Album" gar nicht vorstellbar. Dokumentierte das "Rote Album" die naive, überschäumende Frühphase der Beatles als überwiegend Single-orientierte Band bis zum Flirt mit psychedelischen Einflüssen ("Rubber Soul" und "Revolver"), knüpft das "Blaue Album" mit Strawberry Fields forever dort an und leitet über in die "erwachsenere" Phase der Beatles, die erst noch ihre psychedelische Phase zur Blüte und Vollendung brachten und sich dann ab 1968 mit Lady Madonna abrupt wieder erdiger Rockmusik zuwandten, der sie bis zu ihrer Auflösung treu blieben.
Die Zusammenstellung ist wieder exemplarisch gelungen: alle wichtigen Songs sind chronologisch nach Erscheinungsdatum sortiert und lassen sehr schön die unglaubliche Entwicklung der Beatles in nur wenigen Jahren nacherleben. Auch hier lag die Songauswahl wieder auf den Singles (diesmal oft zusammen mit ihren meist ebenso gehaltvollen B-Seiten) und den wichtigen Albumtiteln, ohne die es einfach nicht ging (Sgt. Pepper's, With a little Help from my Friends, A Day in the Life, While my Guitar gently weeps) oder die ebenfalls starke Anwärter auf Singles waren, z.B. Lucy in the Sky with Diamonds, Back in the USSR, Ob-la-di, ob-la-da (von The Marmelade als Single veröffentlicht), Here comes the Sun oder Across the Universe (das '68 in einer anderen Version als Single angedacht war, aber Lady Madonna weichen musste).
Das "Blaue Album" hat zwei Songs mehr als sein Vorgänger und ist wegen der ausgedehnteren Songvorlagen auch wesentlich länger. Es ist deutlich erwachsener, experimenteller, abgeklärter und ausgereifter und wird von vielen als qualitativ höher als das "Rote Album" eingestuft; allerdings klingen die Beatles hier auf Grund ihrer zunehmenden internen Spannungen gegen Ende auch manchmal etwas erschöpfter und bei weitem nicht mehr so frisch wie in ihren Anfangsjahren. Auf diesem Album kamen neben Lennon/McCartney endlich auch George Harrison mit vier Kompositionen und sogar Ringo mit Octopus's Garden zu Ehren.
Die CDs sind liebevoll mit dem ganzen bzw. halben Apfel nach Vorlage etlicher LP-Etikette bedampft (wobei schönere Exemplare zur Auswahl gestanden hätten), und auch das Booklet ist sehr gelungen: Zierte die Vorderseite des "Roten Albums" eine Alternativaufnahme aus der Fotosession für das Cover der "Please please me", wurde hier eine Alternativaufnahme der unveröffentlichten "Get back"-LP ausgesucht (zu sehen auf entsprechenden Bootlegs), wobei die Bildqualität die der LP-Ausgaben (zusammen mit dem doppelseitigen Foto auf der Innenseite der Doppel-LPs) weit übertrifft! Die Texte wurden von den Innenhüllen einiger Vinyl-Ausgaben der Siebziger übernommen und durch schöne, datierte Fotos ergänzt.
Was die Klangqualität betrifft, wurden durchgehend die bereits '87/'88 erschienen CD-Masters verwendet, die okay klingen (einzig Let it be ist hier zu laut ausgesteuert); ich kann's kaum erwarten, die "Rote" und die "Blaue" in den neuen Remasters von 2009 erscheinen zu sehen! Die einzige Neuerung stellte '93 das Studiomaster von A Day in the Life (bereits '88 auf "Imagine: John Lennon" erschienen) dar, das anders als auf der Vinyl-Ausgabe nicht mehr mit dem Applaus, mit dem es auf "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" überblendet wird, sondern "trocken" anfängt.
Das "Rote" und das "Blaue Album" sind für mich untrennbar miteinander verbunden und gehören als meine absoluten Lieblings-Best of-CDs zu den zehn Alben, die ich jederzeit auf die einsame Insel (oder auch einfach nur in den Urlaub) mitnehmen würde!
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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Begleiter für's Leben, 5. Januar 2000
Von Ein Kunde
Die Jahrhundert-Hitparaden zum Jahreswechsel 1999/2000 haben es mal wieder an den Tag gebracht: die Beatles nehmen in der Hörergunst der letzten 35 Jahre noch immer vorderste Plätze ein. Da ändert auch der aktuelle obligatorische Sommerhit nichts, der sich in Deutschland jedes Jahr bis in die Wintermonate in den Charts hält. Die Beatles bleiben auf dem Thron. Daß ihr legendärer Ruf immer noch berechtigt ist, zeigt das blaue Album. Hier wird soviel erstklassige Vielfalt geboten, daß man über Jahre hinaus ständig neue Lieblingsstücke entdeckt. Tatsächlich kommt es mir so vor, als ob sie die Entwicklung meines Musikgeschmacks vorweg genommen haben, denn heute liebe ich andere Stücke (A day in the life, the long and winding road) als vor zehn Jahren (Strawberry fiels forever, something) oder vor zwanzig Jahren (Penny Lane, Hey Jude, All you need is love). Diese Platte braucht man einfach - nicht aus Statusgründen, sondern weil sie richtig gut ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Rot" und "Blau", 10. Dezember 2007
Zu DEN Alben, die eigentlich in jede Platten-Sammlung gehören, gehören mit "1962 - 1966" und "1967 - 1970" auch das "rote" und das "blaue" Doppelalbum der Beatles, beide erschienen auf Vinyl 1973 und 20 Jahre später auf CD. Die CD-Versionen enthalten keine der ansonsten meist üblichen Bonustracks, obwohl v.a. das "rote" Doppelalbum auf zwei CDs verteilt mit einer Gesamtlaufzeit von knapp über 60 Minuten noch reichlich Platz für zusätzliche Tracks hätte. Einen besseren Überblick über acht Jahre Beatles gibt es bis heute nicht. Die Soundqualität ist okay und entspricht der der derzeit auf CD erhältlichen Original-Alben der Beatles. Auf dem "roten" Album sind übrigens ab "I Want To Hold Your Hand" alle Tracks in Stereo zu hören, während es die ersten vier Beatles-Alben von 1963 und 1964, "Please Please Me", "With The Beatles", "A Hard Day`s Night" und "Beatles For Sale" nach wie vor nur in lupenreinem Mono auf CD gibt. KULT!!
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