Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Pablo Honey ist Gut! Pablo Honey ist Sehr Gut!!!, 10. April 2006
Diese Platte ist ein Klassiker. Fertig! Es gibt auch ein paar Songs darauf, die nicht das gesamte Potenzial ausschöpfen, aber die genialen Grundzüge Radioheads sind hier schon tausendmal mehr, als nur angelegt. Wer das Album als jugendliche Grungesünden abtut, wird Ihm weder gerecht noch hat er es verstanden. Für mich steckt in den meisten Songs schon das, was wir auch später auf OK Computer faszinierend fanden: Dieses spezielle Radiohead Feeling (und das beinhaltet ja eine ganze Menge...). Ich meine, auf Debutalben gehen die meisten Künstler erstmal nicht zu üppig ans Werk. Wer Ohren hat, der hört, daß hier Alles, einfach vollständig Alles, schon stattfindet, was die Vita dieser Band auszeichnet. Das möchte ich jetzt aber nicht auch noch mit Beschreibungen vergewaltigen. Ich empfehle uneingeschränkt, der Platte sein Gehör zu schenken und zu entdecken. Unter Umständen auch "Wieder"-entdecken ;-) Alles Liebe and many pleasure with it
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Die bescheidenen Anfänge einer großen Band, 9. Januar 2006
Kaum jemand bezweifelt heute ernsthaft, dass Radiohead zu den ganz großen Bands unserer Zeit gehören. Allerdings haben Radiohead relativ klein und bescheiden angefangen, hört man sich ihr '93er-Debutalbum PABLO HONEY an. Vom gerade mit Radiohead assoziierten hohen Grad an musikalischer Sophistikation ist hier noch wenig zu spüren, auch der später so deutlich in Erscheinung tretende intellektuelle Anspruch der Gruppe hält sich spürbar in Grenzen. So hinterlässt der erste Hördurchlauf denn auch wenig bleibende Spuren, klar folgen Radiohead jenen Strukturen, die wenig später zum Musterbeispiel für jenen hundsgemeinen Allerwelts-US-Alternative-Rock wurden, den man heute ja bekanntlich nicht mehr ausstehen kann. Tja, so war er eben, der Lauf der Geschichte: Was am Anfang der Karriere Radioheads noch durchaus als popmusikalisches Nonplusultra jener Stunde galt - US-Indierock der Achtziger Marke Pixies und Dinosaur Jr. -, sollte wenig später endgültig in den Mainstream aufgegangen sein. Für den eher negativen Eindruck, den PABLO HONEY insgesammt hinterlässt, sind aber Radiohead und ihr Producer Sean Slade selbst entscheidend verantwortlich. Zwar ist hörbar, dass die (noch durchwegs mit drei meist lauten Gitarren zu Werke gehende) Band eigentlich keine "halben Sachen" machen wollte, und geht dementsprechend die Songs mit viel hörbarem Enthusiasmus und Tatendrang an, was den Gesamteindruck aber nicht verbessert. Die Melodien und Strukturen sind noch zu hausbacken und die Produktion zu kommerziell geraten - klischeehafte doppelstimmige Refrains, wohin man blickt. Radioheads Gerocke klingt oft recht banal und gerät bisweilen in gefährliche Nähe zu geschmacklosem Schweinerock, wie etwa auf "Anyone Can Play Guitar". So wirken Radiohead ein wenig wie die frühen U2, deren Einfluss deutlich zu spüren ist: Man scheitert, obwohl (oder gerade weil?) man Großes im Sinn hat. Manchmal aber gelingt der Band gerade das, und so findet man beim genaueren Hinhören Gefallen an vermeintlich Unscheinbarem wie "Stop Whispering" oder "Thinking About You" oder dem finalen "Blow Out", das die Musikalität der späteren Alben eindrucksvoll vorwegnimmt. Ab und zu gibt übrigens auch Leadgitarrist Johnny Greenwood ein paar Kostproben seines distinguierten Gitarrenspiels ab, und Thom Yorke, der noch nicht zu seiner späteren Falsettstimme gefunden hat, wirkt selbstbewusster. Das ganz große, frühe Meisterstück aber heißt natürlich CREEP, das die Band früh berühmt machte - DAS Trademarke der frühen Radiohead. Im Gegensatz zum Rest des Albums gibt es an "Creep" wahrlich nichts auszusetzen, hier sitzt jeder Ton wie angegossen, und Thom Yorke krönt diesen tieftraurigen Song mit einer gerade in seiner Zurückhaltung unglaublichen Performance.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Einmal war ich ein Prophet!, 25. Juli 2002
Als "Pablo Honey" 1993 auf dem Markt erschien, war ich so begeistert von diesem Album und seinen Machern, dass ich Freunden gegenüber "prophetisch" behauptete, dass aus Radiohead einmal etwas ganz Besonderes werden könne, ohne wirklich zu wissen, was ich da sagte. Wie wahrscheinlich viele Leute, war ich vor allem von der Singleauskopplung "Creep" beeindruckt. Der Song bestach mit einer kaum beschreibbaren Coolness, gepaart mit ein wenig Weltschmerzpathos. Später dann sollte sich meine "Prophezeiung" bewahrheiten, wie wir ja alle wissen. Radiohead machten sich auf, um die Krone der Alternativeszene zu erobern, und die meisten Menschen sind der Ansicht, dass sie dies auch geschafft haben. Ich kenne nur wenige Bands, die im Laufe der Jahre eine so intensiven Entwicklung mitgemacht haben, wie Radiohead. Jedes Album ist anders, stellt eine neue Herausforderung für den Hörer dar. Die Musik dieser Band ist nicht konsumierbar. Sie fordert absolute Aufmerksamkeit. Mit der ersten Veröffentlichung "Pablo Honey" beginnt die Reise durch die musikalischen Experimente Tom Yorkes und seiner Kollegen. Wer sich für diese Gruppe interessiert, sollte auf keinen Fall ihren Start verpassen, denn so lassen sich vielleicht auch die späteren, manchmal sehr abstrakten Werke besser nachvollziehen.
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