Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Große Belcantokunst!!, 23. April 2005
Im Jahre 1957, in dem die vorliegende Aufnahme von „La Sonnambula" entstand, stand Maria Callas auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Ihre Interpretationen hatten einen bis heute Maßstäbe setzenden Reifegrad erreicht und die Stimme besaß zwar nicht mehr die dramatische Attacke ihrer frühen Aufnahmen, hatte sich aber zu einem Instrument von größter Farbigkeit entwickelt und gehorchte ihr in den großen Belcantopartien (Bellini, Donizetti, Rossini) noch nahezu perfekt (in anderen Rollen gelang dies teilweise schon nicht mehr!!). Callas' Gesamtaufnahme der „Sonnambula" von 1957 darf ohne Übertreibung zu ihren größten Hinterlassenschaften gerechnet werden. Während sich uns im Mitschnitt von 1955 eine feurige Virtuosa präsentiert, ist 1957 im Studio eine stimmlich reduzierte, zartere, zerbrechlichere Amina zu hören. Callas führt die Stimme schlanker, auch ausgeglichener. Ihre Atemkontrolle scheint nochmals verfeinert und sie differenziert noch mehr die Dynamik und die Klangfarben. Ihr Portamento und ihre Kunst des Rubato - jene elementaren Fähigkeiten einer echten Belcanto-Spezialistin - sind auf einsamer Höhe und machen den Abstand zu den heutigen Belcanto-Versuchen einer Netrebko deutlich. Ein Höhepunkt der Aufnahme ist sicherlich die Nachtwandelszene Aminas. Was hier an Mezza voce- und Legatokunst, an feinsten Pianissimi geboten wird, ist selbst in der an Höhepunkten reichen Discographie der Callas nicht sehr häufig. Dann die Cabaletta „Ah non giunge": Hier brennt Callas ein Feuerwerk an Koloraturen, Spitzentönen und Staccati ab, allerdings vokal reduziert, aber auch kontrollierter und ausgeglichener als in der erwähnten Live-Aufnahme von 1955 und auch ohne die etwas überladenen Auszierungen, die ihr Bernstein damals in der Partitur ergänzte. Überragend ist, wie sie sich vor der Wiederholung auf ein hohes Es emporschwingt, zuerst forte, dann piano und schließlich in einer technisch perfekt vollzogenen fallenden Skala über zwei Oktaven zum Grundton zurückkehrt. Das ist von instrumentaler Präzision, die Töne der Skala sind wie Perlen auf einer Kette absolut gleichmäßig aneinander gereiht. Wer heute immer noch die stereotype (und absolut falsche!!) Behauptung aufstellt, Callas hätte zwar keine gute Technik gehabt, aber ausdrucksvoll gesungen, kann an dieser Aufnahme lernen, dass der Callas alle technischen Finessen der Belcantokunst zu Gebote standen und dass ihr unvergleichlicher Ausdruck Ergebnis einer nahezu vollkommenen Stimmbeherrschung war. Auf dieser Basis konnte sie durch ein scheinbar unerschöpfliches Spektrum an Klangfarben die eigentliche Bedeutung der Virtuosität als Ausdruckmittel deutlich machen: Die Spitzentöne der Amina sind - von Callas gesungen - keine eitle Primadonnendemonstration sondern Jubelrufe. Auch das sind Kriterien einer Bewertung, der sich alle Nachfolgerinnen und vermeintlichen Nachfolgerinnen - selbst wenn sie noch so schöne Stimmen besitzen - stellen müssen. Bleibt noch zu erwähnen, dass die übrigen Rollen adäquat bis sehr gut besetzt sind. Selbst der oft als stimmliches Leichtgewicht kritisierte Tenor Nicola Monti erweist sich als stilsicherer Partner und echter Belcantotenor. Wir müssen uns wohl erst wieder daran gewöhnen, dass Tenöre nicht nur in Fußballstadien hohe, laute Töne herausbrüllen, sondern dass es eine Zeit gab, in der die perfekte Atemführung und das ausdrucksvolle Mezza voce eines echten Tenore di grazia hoch geschätzt wurden. Antonino Votto leitet das Scala-Orchester zurückhaltender als Bernstein im Live-Mitschnitt. Dies kommt jedoch der zarten und poetischen Darstellung der Amina durch Callas entgegen. Fazit: Insgesamt eine Aufnahme von großer Ausgeglichenheit und Poesie und ein wichtiges Dokument großer Gesangskunst.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Poesievolle Callas !, 18. April 2001
Auch wenn ihre Live Aufnahme der Sonnambula von 1955 an der Mailänder Scala als eine Sternstunde in der Operngeschichte betrachtet wird, strahlt die Callas, hier in der Studioaufnahme,etwas verhaltener die Poesie und die Anmut dieser Rolle aus - bis in die letzte Pore. Für mich persönlich ihre schönste Rolle. Ihr Gesang ist immer noch göttlich und keine andere Gesamtaufnahme der Bellini Oper reicht an sie heran. Ihre Partner sind allerdings nicht mehr als durchschnittlich. Schade ,dass es nicht Cesare Valletti war, der ihr hier zur Seite stand.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hervorragend gesungene, weniger bekannte Oper, 11. März 2001
Von Ein Kunde
Eine weniger bekannte Oper von Bellini,die jedoch sehr schöne Duette enthält (z.B. CD1 Track 8 ).Sehr eingängige Melodien,nicht nur für Opernliebhaber sondern auch für Neulinge.Verglichen mit neueren Aufnahmen ist in dieser mehr Lebensgefühl, sie bewegt Herzen !!!
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