Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Religiöses Meisterwerk, 15. Dezember 2004
Um es vorab zu erwähnen, dieses Album ist für mich, das Beste, vergessen wir angesichts dessen, What's going on (Marvin Gaye), Songs in the key of life (Stevie Wonder), White Album (Beatles), Blonde on Blonde, Blood on the tracks (Bob Dylan) und was die Musikgeschichte noch an Platten herausgebracht hat. Beim ersten hören war ich (damals 16) etwas enttäuscht, beim zweiten mal revidierte ich diese Meinung und ab dem 3. Mal war es bis heute zu meinem Lieblingsalbum der modernen Musik außerhalb des Jazz geworden. Weihnachten ist nicht Weihnachten ohne Lovesexy. Der Opener "Eye no". Ein kurzes, naives Gedicht von Ingrid Chavez, ein schönes Lachen und die klare Drogenabsage "The reason why my voice is so clear is that there is no smack in my brain!". Dann Funk, mehr als tanzbar, lasst uns dem Teufel "Nein" sagen und "Ja" sagen wenn wir das Gefühl namens Liebe wollen. Schnell wird klar, dass das Cover keine Obszönität sein soll, sondern ein Symbol für die Reinheit, die einem die Lehre Gottes bringen soll. Danach "Alphabet Street", Bublegum Funk, ein Hit und was für einer. "Glam Slam" ein streichergeprägtes, nie kitschiges Liebeslied mit so herrlichen Zeilen wie:"Heavy feather, flicka nipple, Baby scream water ripple - If U don't understand it means I love U" für mich die beste Möglichkeit zu der Zeit einem Mädchen meine Liebe zu gestehen, ohne mich wirklich zu offenbaren. Dann der Höhepunkt "Anna Stesia". Herrliche Disharmonien, ein Spannungsaufbau weit vom plumpen Kitsch entfernt und die Schlüsselzeilen "love is god, god is love, girls and boys love god above". 2. Seite. "Dance on". Textlich ein schwächeres "Sign o the times", musikalisch ein besseres "Tambourine". Herrliche Rhythmen, nervös, funky, schwer tanzbar und doch bewegend. Dann der Titelsong "Lovesexy- the feeling U get when U fall in love not with a girl or a boy, but with the heaven above - Lovesexy" Herrlich wie ein Mädel sich steigert, die Stimme immer schneller wird, sich überschlägt, zum Höhepunkt kommt, dann langsammer wird und ohne es zu merken, hören wir wieder Prince. "Lovesexy" - Synthie Hymnen ala 1999. Dann "When 2 R in love". Herrliche Ballade für stunden zu zweit. Lass uns zusammen baden und uns einreiben mit Parfüm und Lotion. Sexy, nie frivol. "I wish U heaven". Ein Song aus einem wunderschönen Refrain. und zum Schluss ein weiterer Höhepunkt: "Positivity". Langsam, schleppender Funk. Schöner Chor. Toller Abschluss.Verständlich dass der Mann am Höhepunkt seines Schaffens sagte, dieses Album sei in seiner Gesamtheit zu betrachten. Deswegen, befindet sich auf der CD nur ein Stück, man muss das Album schon komplett hören um zu "Positivity" zu gelangen. Dieses Album ist sicher kein Meilenstein der Musikgeschichte, es hat sicherlich die Musik nicht so bewegt und verändert wie "Never mind the Bollocks", "Velvet Underground & Nico", "Autobahn" oder "Are you experienced" - Aber es ist ein perfektes Album, das keinem Trend hinterherläuft. Gibt diesem Album einfach - so wie ich vor 16 Jahren - 3 Chancen und wenn das nicht reicht - dann eben nicht.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Nur für Fans, 5. Januar 2000
Von Ein Kunde
„Lovesexy" ist für mich ein Werk, das man Prince-Neueinsteigern nicht unbedingt gleich zumuten sollte, da es sich einem erst nach mehrmaligem Hören völlig erschliesst. Problematisch ist vor allem, dass man die CD nur in einem Rutsch anhören kann, da sie nur aus einem einzigen Track besteht, in dem die eigentlichen Einzellieder wie in einem Megamix an einander gereiht sind. Doch lässt man sich auf diese CD erst einmal ein, so landet man in einem doch recht typischen Prince-Universum. „Alphabet Street" ist ja auch schon ein legendäres Prince-Lied, nicht zuletzt wegen des genialen Videos, dass man imemr mal wieder auf VH-1 sehen kann. Doch auch die Nachfolge-Single „Glam Slam" hat es in sich. Vor allem bei dieser merkt man auch die Virtuosität von Sheila E. an den Drums. Mein Lieblingsstück ist aber das schön relaxte „I wish you heaven", das mal wieder in der berühmten Prince-Kieks-Tonlage (wie in „Kiss") gesungen wird. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein unerreichtes Universum aus Funk und Sex, 16. Juli 2005
Prince ist ein Phänomen. Einer, der alle ihn umgebenden Stile und Einflüsse aufsaugt, einschmilzt und daraus sein ureigenes Klanguniversum zusammenschraubt. Dieses Konzept führte manchmal zu ausgefransten und schwer erträglichen Experimenten, aber dort, wo er die Einzelteile konsequent und zielgenau zusammengefügt hat ist großes entstanden. Bei "Lovesexy" ist ihm das besonders gut geglückt, ein funkelndes Kaleidoskop aus verrückten Ideen und Klangschnipseln, mit Disziplin und Stringenz zu einem kompakten Album verschnürt. Die Single "Alphabet St." funkt ganz straight und trocken los, um sich dann in abgefahrenen Zwischenteilen aufzulösen und wieder zusammenzufinden. "Glam slam" ist wie der titel vermuten läßt funkelnder Pop mit geschichteten Vocals. "Anna Stasia" kocht mit geschlossenem Deckel auf kleiner Flamme und entwickelt dabei eine unglaubliche Energie. Zwei schmelzende Balladen kommen im Doppelpack: "I wish you heaven" ist süßer Fruchtsaft über einem minimalistischen Groovegerüst, in "When 2 are in love" entzünden sich tausend Kerzen an seinem Falsett-Gesang. "Positivity" ist dann ein schwitziger Abschluß. Die Produktion ist kraftvoll, treibend und knochentrocken und bildet einen gelungenen Gegenpart zu den geschichteten Stimmen, Gitarren und blumigen Songideen. Die Texte handeln wie gewohnt von primären Geschlechtsmerkmalen, Körpersäften, und natürlich der Liebe. Ihm verzwiht man auch das eine oder andere doofe Wortspiel und seltsame Prosa wie "God is love, love is god". wer gute Musik und massig Hormone im Kopf hat, der muss nicht auch noch den Shakespear geben. Und wovon, in Anbetracht des lockenden Covers, sollte der gute Mann sonst singen. Diese CD möchte man Jamiroquai und Lenny Kravitz zwangsvorspielen: hier zeigt der Meister, wie man aus vielfältigen Einflüssen eigenes kreeirt, und nicht beim Plagiat halt macht.
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