Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Für die Ewigkeit..., 4. Mai 2005
Wenn mich jemand fragen würde welche Albumveröffentlichung der 90er irgendwann mal ein absolut unvergessener Klassiker werden wird, dann müsste ich nicht lange zögern: "Images And Words" von Dream Theater. Was hier geschaffen wurde, ist eigentlich nur noch schwer mit Worte zu beschreiben. Jeder muss selbst die Magie dieses Albums entdecken, denn sie entsteht nicht einfach nur durch Hören, nein, sie ist ein Teil von dem was wir im Alltag erleben ("Images") und mit der Musik ("Words") koppeln. So entstehen Lieder, die nie ohne Assoziationen stehen werden. Dafür muss man den Jungs des Traumtheaters dankbar sein. "Pull Me Under" leitet das Album ein. Schnell ändert sich der Song von relativ ruhig und besonnen zu einem Riffgewitter gekoppelt mit einer absolut charismatischen Shlagzeugunterstützung Mike Portnoys. Wenn DT schon hart sein müssen, dann bitte auf dieser subtilen Art und Weise! "Another Day" hat Singlequalitäten (ist auch die damalige Single gewesen) und ist eine großartig melancholische Ballade und konnte bis jetzt auch noch von keiner anderen Ballade Dream Theaters überboten werden. Schon beim ersten Einsatz des Sopran-Saxophons weiß man dass man das Geld des Albums gut angelegt hat. Man beachte zusätzlich John Petruccis Gitarrensolo, das hervorragend James LaBries langezogenen Gesang fortträgt. Dieser leistet hier übrigens auch solide Arbeit. "Take The Time" ist ein Song, der besonders gut live kommt, was am Refrain liegt. Dennoch ist das hier durchaus keine leichtgestrickte Kost: krumme Takte gibt es zuhauf und was die Musiker hier leisten ist schlichtweg unglaublich. Man sollte sich Zeit nehmen und besonders auf Myungs Bass achten...es lohnt sich. Das nächste Lied, "Surrounded", ist dann wieder balladesk, fast schon im Neo-Prog anzusiedeln. "Metropolis Pt. 1: The Miracle And The Sleeper" ist eine der Nummern, die Dream Theater unsterblich gemacht haben und eigentlich bei keinem Auftritt fehlen darf. Verspielt, technisch aber dennoch emotional. Seltern habe ich etwas präziseres, bombastischeres (ohne kitschig zu wirken) und atmosphärischeres (man beachte das "Intro")gehört. Ein Lied für die Ewigkeit, dass nie (wirklich niemals) langweilig wird und von "Metropolis Pt.2" (dem Album) nicht erreicht werden kann. "Das folgende "Under A Glass Moon" dagegen ist ein leider viel zu stiefmütterlich behandelter Song. Ich zähle ihn zu den wichtigsten Imupulsen Dream Theaters Werdegang zu heutigen Outputs wie "Train of Thought". Der Metalanteil dominiert hier ganz klar. "Wait For Sleep", eine weitere Ballade, ganz in Piano gehalten liefert das musikalische Thema für "Learning To Live", das besonders im zweitgenannten gegen Ende leicht abgewandelt rezitiert wird. "Learning To Live" ist der zweite große Höhepunkt, ein weiteres Werk für die Ewigkeit, vielleicht sogar DER Song von Dream Theater. Besonders gegen Ende legt der Song dermaßen zu und baut solch einen Bombast (bestes Beispiel dass man dafür kein Orchester brauch) auf, dass man vor Faszination den Atem vergisst. Der Song strotz vor so vielen kleinen Details, dass er nie langweilig wird. SO muss Musik klingen! Am Ende weiß man nicht, wie einem geschieht: tief gerührt, euphotisch voller Euphorie? Oder doch eher von solch einer hier gehörten Herrlichkeit auf die Knie gezwungen? Das muss jeder selbst wissen. "Images And Words" kann man ohne Bedenken empfehlen. Allerdings sei noch gesagt, dass nicht jeder Song auf Anhieb zündet. Doch mit etwas Zeit hat man so viel Spaß wie noch nie zuvor. Alles andere als die Höchstpuktzahl würde ein Schwindel oder eine Dreistigkeit sein.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
herz und hirn, 1. Juli 2009
für mich immer noch ihr bestes album, auch wenn die sounds von schlagzeug und keyboard sowie der gepresste tenor von james labrie aus heutiger sicht ein ganz klein wenig dated wirken.
hier haben sie es - besser als es ihnen nachher je gelingen sollte - geschafft, herz und hirn zu versöhnen. die virtuosität steht den songs nicht im weg, die ganzen ungeraden takte und exotischen skalen machen sich nicht wichtig, sondern schieben den song an. zudem sind sie hier auf dem höhepunkt ihrer fähigkeit als songschreiber (song im sinn von: lied; nicht im sinn von 20-minütigen suiten). pull me under ist ihr hit schlechthin, auch surrounded, learning to live und metropolis sind echte prog-metal-schlager.
vor allem aber: das alles hat eine jugendliche frische, eine unverkünstelte direktheit, die über das ganze musikakademische getue triumphiert. noch. der leichte hauch von kitsch passt gut dazu, entschärft allzu virtuose wichtigtuerei - und wirkt außerdem sehr charmant.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kreativität ohne Ende! - Einfach nur genießen!, 1. Februar 2002
Habe ich in meiner Rezension zu "Awake" noch davon gesprochen, daß dort zum Glück kein Synthesizer-"Gedudel" vorhanden ist, so habe ich das gar nicht böse gemeint. Für mich SIND Synthesizer Gedudel, aber die Kunst besteht darin, diese Klänge richtig einzusetzen! Dazu fähig waren z. B. vor allem Pink Floyd und auch Led Zeppelin auf ihren späteren Werken - und natürlich Dream Theater auf dieser CD - "Images And Words". Images - Bilder paßt in der Tat, denn die KlangFARBEN auf diesem Album sind so reichhaltig wie wohl auf kaum einem anderen. Während auf "Awake" Synthesizerklänge gar nicht gepaßt hätten (auch wenn das jetzt komisch ausgedrückt ist, da "Awake" ja später herauskam als diese CD), sind sie hier überall perfekt eingesetzt, wie beim Solo in der Mitte des Openers "Pull Me Under" - ein Song zum Abrocken und voller Energie, der einfach ins Blut geht. Keiner kann dabei ruhig sitzenbleiben! Dem folgt "Another Day", eine herrliche Ballade, an der man wieder einmal sieht, daß Rockbands diejenigen sind, die es wirklich verstehen, Balladen zu schreiben, ohne daß sie schnulzig wirken, wie etwa bei Boygroups, die allerdings eh keine Ahnung von Musik haben... "Take The Time" wiederum ist eine etwas härtere Nummer, die permanente und unfaßbar geniale Rhythmuswechsel enthält, denen man anmerkt, was für eine perfekte Band Dream Theater ist und wie großartig sie Stücke aufbauen kann. Auch die Pianoballade "Wait For Sleep" hat es mir sehr angetan, die übrigens - hervorragend eingebaut - im letzten Song "Learning To Live" noch einmal variiert wiedergegeben wird. Überhaupt strotzt der letzte Song vor verschiedenen Klangfarben - u. a. eine spanischklingende Akustikgitarre, Synthesizer, Orgel, Klavier usw. und ein erneut toller Aufbau. Das Interessante an diesem Album ist insgesamt vor allem, wie die Instrumentalteile der Songs aufgebaut sind und mit welcher Perfektion die komplizierten Soli gespielt sind. Der Hammer sind auch die unglaublich schwer zu spielenden Schlagzeugparts von Mike Portnoy, schwer schon allein wegen der vielen, genial hervorgezauberten Rhythmuswechsel. Das Werk ist schon deswegen genial, weil es jedes Klischee widerlegt, Metal sei nur laut und ohne jede Kreativität. Im Gegenteil: Dream Theater zeigen, daß GUTE Metal-Bands mehr können, als nur draufzuhauen und verbinden harte Riffs mit träumerischen Keyboardsounds, eingängigen Melodien, Rhythmuswechseln und klassischen Elementen. Ein Meilenstein!
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