Aus der Amazon.de-Redaktion
Bei Jimmy Pages früherer Band, den Yardbirds, drehte sich alles stets um das eine: Riff-Rock. Daß er seine Lektion gut gelernt hatte, demonstrierte der ansonsten innovative Gitarrist auf dem zweiten Led Zeppelin-Album, das wie sein Vorgänger im Jahre 69 veröffentlicht wurde. Achte man nur auf die wabernde Monumentalnummer "Whole Lotta Love", die nur auf einem einzigen, simplen und Headbanger-tauglichen Gitarren-Riff basierte. Möge als Beweis hierfür auch das pseudo-dramatische "Heartbreaker" dienen, das zwar durch eine erheblich vetracktere, aber ähnlich effektive Noten-Drescherei belebt wurde. Inmitten von Pages Hall-Orgie, in der John Bonhams Drumming mehr und mehr unterging ("Moby Dick"), und Robert Plants glitschigen Darbietungen ("The Lemon Song") gelang es Led Zeppelin nur bedingt, RocknRoll-Exzess zu einer Kunstform zu erheben.
--Billy Altman