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The Velvet Underground and Nico
 
 

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Produktinformation

  • Audio CD (21. Mai 1996)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Format: Original Recording Remastered
  • Label: Polydor (Universal)
  • ASIN: B000002G7C
  • Weitere Ausgaben: Schallplatte  |  MP3-Download
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als die Velvets dieses Debüt-Album aufnahmen waren sie bereits bestens bekannt als die Protegés von Andy Warhol (der auch das Cover erstellte) und als eine rauhe, hochexplosive Live-Band. Das ist hier noch zu spüren: Moe Tuckers knallig-ernsthafte Drums und die heulende Viola von John Cale, verpackt in straighten Rock & Roll mit abgefahrenen Sound-Experimenten.

Und dies alles bevor Lou Reed anfing, über Sadomasochismus und Drogendeals zu singen und Texte -- inspiriert von seinen Lieblingsdichtern -- schrieb. Denn vor alledem war er ein Pop-Songwriter und auf diesem Album finden sich einige seiner schönsten Melodien, meist gesungen von Nico, dem düsteren deutschen Engel, der die Band nach dieser Platte verließ. Selbst die schmutzigen Rock-Nummern sind angereichert mit zauberhaften, kleinen Pop-Kunststückchen. So z.B. das Zwei-Akkord-Flattern in der Mitte des Klassikers "Heroin". --Douglas Wolk



Produktbeschreibungen

THE VELVET UNDERGROUND AND NIC

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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der Klassiker!, 25. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Vielleicht eines der besten Debütalben aller Zeiten: Lou Reed (Gesang, Gitarre), John Cale (Viola, Bass, Piano), Sterling Morrison (Gitarre, Bass) und Maureen "Moe" Tucker (Schlagzeug) plus Nico ("Chanteuse") streuten mit diesem Werk im Jahre 1967 unter der Leitung ihres Managers Andy Warhol die Blumen des Bösen in der Popmusik aus: Düstere, aber meist durchaus melodiöse Songs über Drogen ("Heroin"), das exessive New Yorker Nachtleben ("Sunday Morning", "All Tomorrow's Parties"), S/M-Praktiken ("Venus in Furs") oder "Factory"-Mitglied Delmore Schwartz (European Son") waren bis dahin unerhört in puncto Soundradikaltät und Heftigkeit. Die "Velvets" erfüllten auf ihrem ersten Album Warhols Vorstellungen einer "bösen Popband". Es enthält die meisten Klassiker der Band und wird in seiner Radikalität nur vom Nachfolgewerk "White Light/White Heat" übertroffen. Es ist zweifelos das beste und wichtigste der insgesamt vier genialen Studioalben der Band.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Düsteres Meisterwerk, 18. September 2006
Irgendwann im März 1967: Es erscheint das erste Album der "Velvet Underground".

Irgendwann später: R.E.M. spielen "Pale Blue Eyes", Sisters Of Mercy "Sister Ray", Mott The Hoople "Sweet Jane", David Bowie "White Light/ White Heat", undsoweiterundsofort.

Dies sind nur die bekanntesten Beispiele, wie stark neuere Gruppen oder Künstler von den Velvet Underground beeinflusst wurden, auch wenn ich hier kein einziges Stück dieses ersten Albums genannt habe. Bowie, die frühen Roxy Music, The Cure, Ultravox! (noch mit "!" und John Foxx), keiner von ihnen kam an Velvet Underground vorbei. Es gibt von ihnen nach den Beatles und den Rolling Stones wahrscheinlich die meisten Coverversionen von Songs einer Gruppe und das, obwohl sie im Gegensatz zu den Beatles oder den Stones keinen einzigen Hit hatten und auch erst sehr viel später von anderen Gruppen "entdeckt" wurden.

Lou Reed, John Cale, Maureen Tucker und Sterling Morrison waren die Velvet Underground, die sich im Rahmen der Gruppenentstehung solch illustre Namen wie The Primitives oder The Falling Spikes (wenn auch meist nur mit Lou Reed) gegeben haben. Die ganze Gruppengeschichte hier zu erwähnen, ist schlicht zu umfangreich, und kann deshalb nur grob wiedergegeben werden.

Also, 1965 waren Velvet Underground eine reine Insidergruppe, die sich wohl in meist nur kontrollierten und chaotischen Lärm ergoss. Dann sah sie Andy Warhol und produzierte sie, was immer das in diesem Fall auch heißen mag und brachte Velvet Underground mit Nico zusammen. Nico war gebürtige Kölnerin mit dem Geburtsnamen "Christa Päffgen". Nico wurde von den Velvet Underground überhaupt nicht akzeptiert, so will es ein Teil der Überlieferung, vor allem von Lou Reed nicht.

Anyway, Nico singt bei "I'll Be Your Mirror", "All Tommorrows Parties" (angeblich Andy Warhols Lieblingsstück) und "Femme Fatale". Mit oder ohne Nico, diese Platte ist, wie es so schön heißt, (jetzt müsste ich beim DSF für die Sonntagsmorgenfußballtalkshow  was für ein Wort!  drei Euro blechen) eine LP wie ein Faustschlag!

Die Platte beginnt trügerisch mit dem einschmeichelnden "Sunday Morning", trügerisch deshalb, weil der Text des hübschen Popsongs der Melodie in keiner Weise entspricht, weil sehr depressiv. Ob Lou da einer verflossenen Liebe nachweint oder allgemein schlecht drauf ist, ist nicht so genau auszumachen. Danach folgt mit "Waiting For The Man" der erste Hammer. Bis dahin hatte sich keiner getraut, so offen über Drogendealer zu singen. "Femme Fatale" gehört auch nicht gerade in die Kategorie der positiven Songs (oder sind Textzeilen wie She's Build You Up Just To Put You Down" etwa positiv?), auch wenn der Song an sich schön ist.

"Venus In Furs" bricht ein weiteres Tabu. Hier wird die Liebe/Abhängigkeit? zu einer Domina deutlich gemacht. Die Musik ist hypnotisch/quälend. Und plötzlich wieder ein Popsong: "Run Run Run".

"All Tomorrows Parties" beschreibt eigentlich recht satirisch die Probleme einer Frau, die nicht so recht weiß, was sie anziehen soll, um auf gewissen Parties "in" zu sein. Die Musik zwischen den Versen ist kakophonisch. Wohlweislich wurde das damals auf der Single zusammengekürzt. Ein Erfolg wurde es trotzdem nicht.

"There She Goes Again", "I'll Be Your Mirror" und "The Black Angels Death Song" bringen im Rahmen der Platte nichts mehr, was man noch extra erwähnen muss, obwohl sie für sich gesehen bärenstark sind und bei anderen Platten herausragen würden wegen des "Andersseins", aber hier nicht näher besprochen werden müssen.

Mit "European Son" endet die Platte. Ein geradliniger Rocker eigentlich. Aber dann zerspringt nach dem ersten Drittel ein Glas und danach ist nichts, wie es mal war. Eine Geräuschorgie. Rumms! Damit endet die Welt!!!

Kenner von Velvet Underground haben sofort festgestellt, dass in dieser Besprechung ein Lied gefehlt hat, nämlich "Heroin". Ich habe das bewusst gemacht, weil es er Überhammer ist, der Song, der die Velvet Underground unsterblich macht. "Heroin" ist perfekt. Mit Sicherheit nicht Hitparadentauglich singt Lou Reed über sieben Minuten lang, dass Heroin sein Leben, seine Frau und schließlich sein Tod sein wird. Kann man sich ein Song vorstellen, der deprimierender ist? Und kann man sich vorstellen, dass die Velvet Underground mir dieser Platte je auch nur annähernd einen Hit hatten?

Wohl kaum.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen "Mein Klassiker", 14. Dezember 2002
"Sgt. Pepper's"(Beatles) und "Pet Sounds"(Beach Boys) markieren eine Zeitenwende in der populären Musik.
Das ist allgemeiner Konsens.
Von nun an nimmt die Bedeutung der Studiotechnik für den Kompositionsprozeß in der Pop- und Rockmusik immer stärker zu.

Vergessen wird darüber leicht, dass nahezu zeitgleich ein Album erschien, welches einen anderen Entwicklungsweg aufzeigte. "The Velvet Underground & Nico" verkaufte sich zwar nicht ansatzweise so gut wie die beiden erstgenannten, seine historische Bedeutung kann dennoch nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Dieses Album schuf ein musikalisches Universum,
das Jahre später von Musikjournalisten mit dem Begriff "Independent" zu fassen versucht wurde.
Joy Division, The Cure, Nirvana, JJ72 - ohne The Velvet Underground nicht vorstellbar.
Mehr als 30 Jahre nach Veröffentlichung ist "The Velvet Underground & Nico" mit seiner intensiven Atmosphäre von Verlassenheit und Ausweglosigkeit "Mein Klassiker" der alternativen Musik.

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