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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erstes Album der Überband SPIRIT!!!!!, 4. März 2006
Ich dachte lange Zeit, Spirit wären eine langweilige Hardrock-Band aus den späten 70ern. Dann erfuhr ich, dass diese Band eigentlich schon im Jahre 1967 ihr erstes Werk, nämlich dieses hier, veröffentlicht hatte. Als ich das Album dann hatte, haute es mich schier um! Eine Überband. Vielleicht sogar die am meisten unterschätzte Band dieser an unterschätzten Bands ja leider recht reichen Ära! Trotzdem eine eher untypische Band für Los Angeles, nicht zuletzt wegen ihrem glatzköpfigen Drummer Ed Cassidy. Was L.A.- Bands betrifft, so sind Spirit für mich das qualitativ sowie quantitativ gesehen perfekte Gegenstück zu den Doors.Als erstes fällt schon mal das tolle Cover auf. Die Musik von Spirit ist allgemein sehr hoch entwickelt - eine extrem abwechslungsreiche Mischung aus Rock, Psychedelik, Jazz, Folk und anderen Elementen. Ein Song von Spirit enthält ungefähr soviel Melodie wie fünf Songs der Stones... So, nun zu den Tracks. "Fresh-Garbage" ist ein grandioser Opener, eine Mischung aus Jazz und Rock - Spirit in Höchstform. "Uncle Jack" ist ein unwiderstehlicher Popsong mit kraftvollen Bluesriffs, während "Mechanical World" ein weitaus komplexerer Song mit abgehacktem Rhythmus, ruhigen und dann wieder rasanten Passagen ist. "Taurus" zeigt Spirits klassische Einflüsse und einige munkeln, Led Zeppelin hätten das Intro daraus für ihr "Stairway To Heaven" abgekupfert. "Girl In Your Eye" folgt dann unerwartet dem im Jahre 1966/67 aufgekommenen Indien-Trend - ein toller Song mit Sitarklängen und schönem Solo. "Straight Arrow" ist ein toller Folksong mit wildem Gitarrenspiel von Randy California. Mit "Topanga Windows", dem nächsten Stück, haben Spirit mal wieder den Vogel abgeschossen. Das Stück hat eine geniale Melodie, und die Verknüpfung der leisen und lauten Teile des Songs zeigen Spirits endlose Eleganz. Ähnlich gut ist auch "Gramophone Man", ein wunderschöner Song mit jazzigem Mittelteil. "Water Woman" ist ein kleines subtiles Meisterstück, sozusagen Spirits "Yellow Submarine". "The Great Canyon Fire" ist dann wieder ein schnelleres, bluesigeres Stück mit Randys dramatischem Gitarrenspiel. "Elijah", der Schlusstrack, ist ein elfminütiges, jazziges Instrumental. Spirit haben auf ihrem Debütalbum mehr Melodie und Einfallsreichtum gezeigt als so manch andere Band in der gesamten Karriere! Die Bonustracks runden das Album sogar noch auf: "Veruska" - ein wildes Instrumental mit brutalen Riffs, "Free Spirit" - ein jazziges Instrumental und der tolle Song "If I Had A Woman" sowie ein Alternativtake von "Elijah" sind drauf. Alle Fans grossartiger Musik der spät-Sechziger sollten dieses Juwel und die restlichen drei Spirit-Alben besitzen. Eine Band, die so gut wie jede andere von damals übertrifft. Entdeckt die wunderbare Welt von Spirit!!!!!!!
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