Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sollte man kennen, 13. November 2002
Von Ein Kunde
Die meisten Leute halten "fear of a black planet" für das "beste" P.E.Album, aber mir gefällt dieses 2. Album " it takes a nation of millions to hold us back" musikalisch sowie als auch inhaltlich am besten. Es klingt eindeutig professioneller als das Vorgängeralbum ( welches das erste P.E. Album war) , aber trotzdem noch sehr rau und unverbraucht, wie es typisch ist für Public Enemy. Die Beats sind einfach nur geil und machen Laune, dazu kommt die raue und laute Stimme von Chuck D, dessen Massage für Frieden, Toleranz und Gleichberechtigung zwischen den Menschen wohl leider nie an Aktualität verlieren wird.Mein absoluter Lieblingstrack ist "dont believe the hype", der auf die heutige Medienlandschaft noch mehr zutrifft als er es schon 1988 getan hat. Durchgehend beeindruckend ist die spürbare Wut von Chuck D auf die Gesellschaft und das System, welches Ihn an den Pranger stellt als Terroristen und so versucht Ihn zu kriminalisieren. Ich kenne keine Band und keinen Künstler der sich so wie Public Enemy glaubwürdig politisch engagiert und gleichzeitig auch noch so geile Mucke macht. Bezeichnend dafür ist wohl, dass es kein einziges auch nur ansatzweise kommerzielles "Liebeslied" oder so ein Quatsch gibt. Somit empfehle ich dieses Album allen aufgeschlossenen Musikinteressierten , allen die einen Eindruck bekommen möchten wie wütend eine Minderheit werden kann wenn man sie Unterdrückt, und allen die mal was anderes als die übliche langweilige Nichtsaussagende blabla Mucke aus den Charts hören wollen.
|
|
|
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Public Enemy "It takes a nation of millions to hold us back, 1. März 2002
Jede Musikrichtung, hat ein Album das richtungsweisend ist oder den Maßstab für die Zukunft setzt. Im Falle von Hip-Hop ist es auf alle Fälle "It takes a nation of millions to hold us back" von Public Enemy. Als die Platte im Sommer 1988 erschien, war es fast wie eine Kriegserklärung der schwarzen aus dem Ghetto an die Weißen. So radikal in ihren Texten war zuvor niemand aus der Hip-Hop-Szene gewesen. Public Enemy sampelten Fernsehrauschen, Speed-Metal, quietschende Autoreifen, alles was irgendwie lärmte. Anders als die erste Generation von Hip-Hopern wie Grandmster Flash & The Furious Five, die von der schwarzen Gemeinde als Party-Neger verlacht wurde, oder Run DMC die sich an die Weißen verkauft hatten, strotzten Public Enemy nur so von Selbstbewußtsein und wurden im Ghetto verehrt. Selbst daß der Produzent der Platte Rick Rubin (Slayer, Beastie Boys, Mick Jagger,Johnny Cash) war störte keinen. Die Platte erreichte sogar die Top-50 der US-Billboard-Charts, was bis dahin für eine 100%ige Hip-Hop-Platte fast unmöglich war. "It takes a nation..." ist eine Platte die vor Kreativität nur so strotzt und die man am besten durchlaufen läßt, da jeder Titel ein Meisterwerk ist und man sich kaum für einen Favoriten entscheiden kann. Und was die Kriegserklärung betrifft: im Nachhinein, hat sie Hip-Hop für die 90er etabliert und saloonfähig gemacht. Wenn alles Kriege nur so kreativ wären!!!
|
|
|
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
HipHop Geschichte..., 20. September 2006
...hat kaum eine andere Formation so nachhaltig geschrieben wie Public Enemy und "It Takes a Nation of Millions to Hold us Back" ist dabei das wichtigste Kapitel. Als ich angefangen habe HipHop zu hören war diese Scheibe noch immer Aktuell ("Fear of black Planet" stand aber bereits in den Startlöchern). "Rebel without a Pause" war einer der ersten HipHop Tracks den ich überhaupt gehört habe und seitdem ist mein Musikgeschmack irreperabel verhunzt ;)
Was einen hier erwartet ist ein Soundgewitter, eine Sample-Collage die heute entweder unbezahlber wäre, oder zu einem langjährigen Gefängnisaufenthalt wegen Urheberrechtsverletzung führen würde. Die Bombsquad, das hauseigene Produzententeam hinter der Gruppe, erzeugt zusammen mit DJ Terminator X eine wütende und trotzdem funkige Attacke, die auch heute noch viel von ihrer Wirkung behält. Chuck D's Reime werden mit einer nicht minder starken Wut und einer gehörigen Portion Skill vorgetragen und Flavor Flav's eigenwilliger Reimsupport lockert das Ganze noch mit der nötigen Portion Humor auf.
Das Album beginnt mit einem Konzertmitschnitt aus London, von dem sich einzelne Fetzen über den ganzen Rest der Scheibe verstreut wieder finden. Danach folgt Musik-Terrorismus der schließlich in "Rebel without a Pause" gipfelt. Dabei werden von Chuck D auch durchaus kritikwürdige Aussagen getroffen (der Farrakhan Vers in Bring the Noise etwa; oder das leicht frauenfeindlich anmutende "She watch Channel Zero").
"It takes a nation..." ist der unumstrittene Klassiker im HipHop schlecht hin. Jeder der HipHop mag sollte ihn zumindest mal gehört haben. Ich finde sowohl "Fear of a Black Planet", als auch "Apocalypse 91" noch besser. Aber das ändert nichts an der Klasse, die diese Scheibe hat. Wer sich an den mitunter radikalen Texten und dem manchmal etwas bizarren und fragwürdigen Welbild nicht stört, das PE präsentieren, sollte dieser Musik jedenfalls eine Chance geben. Von den neueren Releases der Gruppe muss ich allerdings eher abraten.
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|