Stereoplay
Die Laufbahn von Red Norvo begann in den späten 20er Jahren bei Paul Whiteman, in dessen Orchester der gelernte Marimba-Mann zu einem außergewöhnlichen Vibraphon-Solisten heranreifte. Während der Übergangszeit vom Swing zum Bebop spielte Norvo auf New Yorks 52nd Street im Sextett von Charlie Barnet und leitete gleichzeitig ein eigenes Orchester mit der Ehefrau und Sängerin Mildred Bailey. 1944 stieg Norvo in Benny Goodmans neues Sextett ein und wechselte endgültig zum Vibraphon. Nach weiteren Engagements in einem Bop-Oktett (1945) und bei Woody Herman's First Herd (1946) gründete er zu Beginn der Fünfziger das legendär gewordene Red Norvo Trio mit Tal Farlow, Gitarre, und Charles Mingus, Baß. Schnell entwickelte sich diese Combo zu einer der wichtigsten und erfolgreichsten Formationen der Post-Bop-Jahre - mit einem unerwartet kontrastreichen Musikkonzept aus raffiniert gestalteten Standards und Bebop-Originalen. Die "Savoy Sessions" bieten alle Stücke, die auf der Doppel-LP-Veröffentlichung von 1976 enthalten waren, die Alternate Tracks hat man allerdings nicht übernommen. Ausschnitte aus dem Programm liefert die Red-Norvo-CD "Moves" (Savoy SV-0168/Denon, 37:41). 26 weitere Tracks aus der Anfangsphase des Trios finden sich auf "Red Norvo Vol.2" (Vintage Jazz Classics 1008-2, 78:03, I:08, K:05-07, R:08). ** Interpret.: 08-10 ** Klang.: 05-06
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