Aus der Amazon.de-Redaktion
Terrence Parkers zweites Full-Length-Album unter dem deutschen Label Studio K7 entführt den Sound von
Tragedies of a Plastic Soul Junkie aus dem Jahre 1997 in dunklere, tiefere Gefilde. Auch hier treffen wir wieder auf Parkers Markenzeichen, den hymnenhaften, pianolastigen House im disco-mäßigen "You Can Do It" und in "Welcome 2 Southfield", aber der Großteil dieses Albums ist langsamer und tiefer. So ist der erste Track "A Taste of Heaven" ein düsteres, melancholisches Slow-Motion-Stück, das die Stimmung für weitere Variationen wie "Romancing Da Drum" (das ohne ausgeprägten Beat auskommt), "Real Love" und "Once I Was Lost" vorgibt. Vom ersten bis zum letzten Track zeigt
Detroit After Dark, daß Parker das Lebensgefühl und die Energie Detroits vermitteln kann, ohne auf langweilige Klischees zurückgreifen zu müssen. Sein Gefühl für Melodie und Arrangement unterscheidet ihn von dem in diesem Genre vorherrschenden gesichtslosen Produzentenklüngel.
--Matthew Corwine
DE:BUG
Wer denkt, daß wenn in Detroit die Lichter wieder angehen einfach alles in Ordnung ist, der hat seltsamerweise Unrecht, auch wenn die Musik dieser Terrence Parker CD eher darauf hindeuten würde. Zwischen Frühmorgenslammern eines ersten Lichtstrahls durch das zerrissene Warehousedach unter dem man, wie man sicherlich nicht ganz ohne Selbstironie so blöd sagt, das Glück für einen Abend zelebriert, fast ambienten Tracks und immer wieder schneidenden Verweisen auf eine Hip Hop Ära, die es nie gegeben hat, und vielleicht erst in Jahren ihren Weg wirklich aus Detroit heraus finden wird, finden sich immer wieder Tracks, die klingen als hätte er das Pianospielen von Menschen gelernt, die man lieber nicht wieder in sein Langzeitgedächtnis rufen möchte. Eine etwas zu glatte, zu flache Zusammenstellung, die weder Pop sein kann, noch wirklich über vereinzelte gute Tracks hinaus eine Wirkung haben wird.
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